„Zwei Mal hingschaut…“

Manche Dinge werden einem erst ersichtlich, wenn man zwei Mal hinschaut. Erst dadurch tauchen einige Besonderheiten auf, die man in der Hektik des Alltages gar nicht wahrnimmt. Mein zweiter Blick bringt nachstehende Überraschungen ans Licht:

FRESKEN:

In Innsbruck kann man in jedem Stadtteil Fresken entdecken, was ich mit der untenstehenden Fotoreihe beweisen möchte. Ich habe diese in folgende Gruppen unterteilt:

  1. Firmen- und Reklameaufschriften,
  2. Heiligenbilder,
  3. allgemein gehaltene Darstellungen.

Immer wieder entdecke ich neue, die ich selbst noch nie so richtig wahrgenommen habe. Hier präsentiere ich nun einen ersten Ausschnitt:

Zeughausgasse_2

Zeughausgasse 3 – neben dem Zeughaus.

Schidlachstraße_2

Schidlachstraße 8 – mit dem wunderschönen dreigeschossigen Erker, den im untersten Teil die Aufschrift „Josef Stastny Bürsten- und Pinselerzeugung“ ziert. Die Firma gibt es übrigens immer noch, der Eingang mit dem Firmenschild befindet sich rechts.

049

Sonnenuhr auf einem der Häuser in der Egerdachstraße.

Auf der Ostseite des Häuserblockes Egger-Lienz-Straße 102-108 ist dieses Bild eines spielenden Kindes (vermutlich aus den 1950er Jahren) zu sehen.

Gleich daneben machen sich drei Arbeiter, vielleicht von der Bahn oder Post, auf ihren Weg.

Links vom Fenster befindet sich diese Abbildung – die Rollenverteilung zum Zeitpunkt der Erstellung dieser drei Werke war noch sehr eindeutig und einseitig geregelt…

Im Innenhof des Hauses Leopoldstraße 4.

Wandbild des berühmten Künstlers H. Millonig am Haus Höttinger Gasse 39.


HAUSNUMMERNSCHILDER:

Sind Ihnen schon die unterschiedlichen Hausnummernschilder aufgefallen, nicht nur in der Form, sondern auch in der Farbgestaltung?

Pradler Straße

Dieses Schild existiert seit dem Frühjahr nicht mehr – es prangte am Stöcklgebäude der eheamligen Swarovski-Niederlassung an de Ecke Pradler Straße / Amraser Straße.


ALLGEMEINES:

In der Stafflerstraße direkt neben dem „Sonnenburg-Platzl“ befindet sich dieser Eingang in ein wohl längst vergangenes Lebensmittelgeschäft.

Hätten Sie es gewusst? – Weil die Höttinger Gasse am Beginn derart schmal ist, hat man dafür fast gar keine Zeit zum Hinschauen.

Auf der Südseite des „Neuen Landhauses“ in der Wilhelm-Greil-Straße ist neben dem Tiroler Adler auch das Landeswappen von Vorarlberg angebracht: ein Hinweis darauf, dass beide Bundesländer während der NS-Herrschaft von 1938-1945 als gemeinsamer Gau „Tirol-Vorarlberg“ geführt worden sind. Das weiße Feld in der mittleren Fensterachse war nicht immer frei: während dieser Zeit prangte dort ein Hakenkreuz, auch als ein Symbol dafür, dass das Gebäude Sitz der Gauleitung gewesen war.


ARCHITEKTONISCHE BESONDERHEITEN:

Balkonverzierungen am Haus Heiliggeiststraße 14.

Am „Knollerblock“ bleibt die Zeit nicht stehen: die Mauerverzierungen an den Fenstern bröckeln langsam ab.

Noch einmal der „Knollerblock“: die breiten Lisenen, die den Bombenkrieg unbeschadet überstanden haben, hören unvermittelt auf. Zeichen dafür, dass der rechts weiterlaufende Hausteil durch Bombentreffer zerstört und nach 1945 wiederaufgebaut wurde.

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