ERSTE TIROLER ARBEITERBÄCKEREI (ETAB)

FOLGE 2: ERSTE TIROLER ARBEITERBÄCKEREI (ETAB)

Das unverwechselbare Logo – hier auf dem Vordach des Lieferanteneinganges.

Ebenfalls auf dem Vordach befand sich die Leuchtreklame „Brotfabrik“. Damit wollte man nicht nur auf die vorherrschende Produktionsstruktur aufmerksam machen, es schwang damit wohl auch ein gewisser Stolz mit, „mehr“ als nur eine Bäckerei zu sein.

Die ETAB – wer aus der Generation der Ü30 kennt nicht diesen Namen bzw. war nicht zumindest einmal in einer der unzähligen Filialen zum Brotkauf?

Die Bäckerei wurde im November 1899 von einer Handvoll Idealisten als Arbeiterbäckerei-Genossenschaft gegründet mit dem Ziel, günstiges, schmackhafteres und reinlich erzeugtes Brot für die Bevölkerung unter gleichzeitig revolutionären, neuen Arbeitsbedingungen (bessere sanitäre Bedingungen und höhere Löhne) herzustellen. Der erste Standort befand sich in der damaligen Grenzstraße 5 in Wilten (heute: Maximilianstraße) in einer stillgelegten ehemaligen Bäckerei. Bereits 1903 musste man sich um einen anderen Standort umschauen, da aufgrund des Besitzerwechsels dieses Hauses der Pachtvertrag gekündigt worden ist.

Vom Bürgerlichen Brauhaus (später: Bürgerbräu) wurde wiederum eine ehemalige Bäckerei, dieses Mal in der Dreiheiligenstraße 8 (Ecke Ing.-Etzel-Straße) gepachtet. Zu dieser Zeit wurde bereits die Idee geboren, in der Pradler Straße 68 ein Grundstück zu kaufen, um dort eine Bäckerei auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu erbauen. Diese wurde schließlich am 5. August 1906 offiziell eröffnet.

Der 3. Standort war zugleich der erste eigene Neubau: Pradler Straße 68 (Ausschnitt aus einem zeitgenössischen Beitrag über die ETAB, Quelle unbekannt; Sammlung Michael Svehla)

Doch schon nach kurzer Zeit wurde der dortige Betrieb viel zu klein und man musste an eine angemessene größere Lösung denken. Fündig wurde man in Mühlau an der damaligen Andreas-Hofer-Straße (heute: Haller Straße). Der Standort war ideal, denn er lag direkt an der Eisenbahnstrecke und am Stadtrand (weniger Lärm- und Geruchsbelästigung). Am 10. April 1911 wurde dann dieser Standort eröffnet, in welchem die ETAB bis 1997 bleiben sollte.

Der 4. und (eigentlich) letzte Standort: Ein größerer Neubau mit eigener Expedithalle in Mühlau an der Andreas Hofer-Straße (später: Haller Straße 93).

Auf obigem Nachdruck eines Plakates ist der ursprüngliche Neubau an der Haller Straße abgebildet: Hinter den fünf großen Fenstern befanden sich die Produktionsräume, die Brotöfen waren in Richtung Innenhof ausgerichtet. Eine einfache überdachte Einfahrtshalle mit Verladerampe für die Pferdefuhrwerke war östlich davon angebaut.

1916 wurde eine bauliche Vergrößerung vorgenommen. Wenn man das Plakat mit dieser S/W-Aufnahme vergleicht, erkennt man deutlich die nach dem östlich letzten großen Fenster erfolgten Zubauten: Verwaltungsbüros für das Expedit (im Erdgeschoß unter dem großen gläsernen Vordach) und für die Buchhaltung (im darübergelegenen 1. Stock) sowie der Trakt der Direktion (mit Holzturm). Die Verladehalle wurde weiter nach Osten versetzt.

Die ETAB um 1940. Zu dieser Zeit erfolgten ein paar wenige äußerliche Korrekturen.

Ein letzter großer Um-, Zu- und Aufbau des Bürotraktes sowie die Neugestaltung der strassenseitigen Fassade erfolgte 1957. In diesem Jahr erhielt das Gebäude jenes Aussehen, welches bis zu dessen Abriss 2005 die dortige Häuserzeile prägte.

So präsentierte sich die ETAB nach dem großen Um- und Zubau 1957: Der Bürotrakt wurde begradigt und erhielt einen 2. Stock.

Im direkten Vergleich kann man die baulichen Veränderungen nochmals deutlich erkennen.

Der allerletzte Standort der ETAB befand sich ein kurzes Stück rechts dahinter in der Kurve der Hans-Maier-Straße: Dabei handelte es sich um ein Lager der Ankerbrot-Bäckerei, in dem nur mehr vereinzelte Produktionsschritte erfolgten (z. B. Aufbacken bestimmter Teiglinge).

Wer gerne mehr dazu lesen möchte, dem kann ich das von mir und Karl Eller im April 2021 veröffentliche Buch „Mehr als Brot! – Die Geschichte der Ersten Tiroler Arbeiterbäckerei“ empfehlen mit sehr vielen S/W-Fotos aus den Anfangsjahren in der Haller Straße.

ADAMBRÄU

FOLGE 1: ADAMBRÄU

Das Etikett, das jede/r kennt – gültig bis in die späten 1980er Jahre
(Sammlung Michael Svehla).

Das Adambräu wurde 1825 von Franz Josef Adam gegründet, als er den Ansitz Windegg erwarb. Nach dessen Tod 1830 übernahm seine Witwe die Unternehmensgeschicke für die nächsten fünf Jahre, ehe es zu einer längeren Periode von mehreren sich abwechselnden Besitzern kam. Im August 1917 kündigten die damaligen Besitzer Mutschlechners Erben (seit 1894) die Geschäftsübergabe an die Innsbrucker Gastgewerbe-Brauerei in den Innsbrucker Nachrichten (Ausgabe vom 01.09.) an:

Diese Gesellschaft wurde kurz zuvor, am 19.06.1917 gegründet, wie nachstehender Zeitungsartikel aus den Innsbrucker Nachrichten vom 20.06. zeigt:

Bereits am 24.05. desselben Jahres konnte man in den Innsbrucker Nachrichten von den Absichten mehrerer Gastwirte lesen:

Kurze Zeit später, am 20.02.1918 schlug eine Bombe beim allerersten Bombenangriff auf Innsbruck (durch die italienische Luftwaffe) direkt im Betriebsgelände ein, wie die Innsbrucker Nachrichten in der Ausgabe vom 23.02. berichteten:

Die Gebäudeteile des Adambräu, welche auch heute (2021) noch bestehen, wurden zwischen 1926 und 1931 vom berühmten Architekten Lois Welzenbacher erbaut. Er machte aus der (Platz)Not eine Tugend und ließ das neue Sudhaus als „zweites Hochhaus“ (nach jenem des EWI in der Salurner Straße) errichten. Die Produktionsprozesse wurden damit in die Höhe gestellt, anders als im Bürgerbräu. Mit den übergroßen Fensterscheiben hatte er sich eine besondere Raffinesse einfallen lassen: Die in ihren Zugabteils sitzenden und in den Hauptbahnhof einfahrenden Fahrgäste sollten so schon auf den Geschmack gebracht werden.

Das Adambräu auf einer Aufnahme aus den 1920er Jahren (Ausschnitt aus einer zeitgenössischen Zeitschrift [vermutlich „Bergland“], ohne weitere Angaben). Das einzig erkennbare Gebäude stellt das von mir weiter unten als „ehemalige Hauptgebäude“ angeführte dar, welches in seinen Grundformen mit doppelachsigen Fenstern, Fabriksuhr und Glockenturm all die Jahre unverändert geblieben ist.

Während der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zum Hauptbahnhof mehrfach getroffen. Schwere Treffer erhielten das Sudhaus am 26.10.1944 sowie Restaurations- und Garagengebäude am 15.12.1944 .

1990 kam es zu einer kompletten Änderung des grafischen Designs(*): Das St. Bartlmä-Kirchlein wurde durch das Goldene Dachl ersetzt, den Namenszug stutzte man zurück auf den ursprünglichen Firmengründer „Adam“. Alles in allem eine wohl missglückte Neuerung, wie mir vielfach von ehemaligen Mitarbeitern erzählt wurde: Man assoziierte mit dem neuen Schriftzug eher eine Schuhmarke als ein Bierprodukt…


(*) Interessanterweise ähnelt dieses Schicksal auch jenem der Ersten Tiroler Arbeiterbäckerei (ETAB), die ebenfalls zu Beginn der 1990er Jahre eine zwar nicht ganz so dramatische Umänderung ihres Namens und Logos erlebte, aber wo ebenso mit verschiedenartigsten Umwälzungen versucht worden ist, eine Neubelebung herbeizuführen. Übrigens mit demselben Resultat: Ein paar Jahre später wurde die Produktion eingestellt. Aber mehr dazu demnächst!


Das neue Logo ab 1990 (Sammlung Michael Svehla).

Diese Änderung währte nicht lange, denn schon kurze Zeit darauf (ich glaube so um die Jahre 1994/95) wurde das Logo noch einmal geändert. Dieses Mal hieß das Bier zwar wieder „Adambräu“, mit dem Konterfei des Andreas Hofer wollte man aber wohl das Provinzielle ablegen und sich tirolweit präsentieren:

Bier und Bräu – diese Verbindung wird wohl notwendig sein, um potenzielle Käufer anzusprechen (Sammlung Michael Svehla).

1994 wurde die Gesellschaft schließlich von der Brau Beteiligungs AG übernommen und die Produktion an diesem Standort eingestellt – der Anfang vom Ende des gesamten Geländes. Die Tiroler Tageszeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 10.02.1994 darüber mit folgender Überschrift: „Adambräu in Innsbruck wird aufgelassen – Marke bleibt.“ Im Artikel ist nachzulesen, dass die beiden Innsbrucker Brauereien des Konzerns, Adambräu und Bürgerbräu, zusammengelegt und ab Jahresende beide Marken im Bürgerbräu produziert werden. Als Hauptargument wurde die Nutzung von Synergieeffekten angeführt, von den 25 Mitarbeiter/innen des Adambräu müssten 10 bis 15 gekündigt werden. Schon bald wurden Pläne veröffentlicht, die einen Neubau in Form eines Mischkomplexes von Geschäfts- und Wohneinheiten vorsahen.

So präsentierten sich die Betriebsgebäude in den Jahren 1994/95:

Das „große“ Einfahrtstor – man merkt hier bereits schon die örtliche Beengtheit, die keinen allzu großzügig ausgelegten Fabriksbau zugelassen hat.
Gleich links um die Ecke war der Rampenverkauf der Bierkisten. Am silbernen Schild kann man den in den 1990er Jahren angebrachten Hinweis „GETRÄNKE SHOP“ erkennen.
Deutlich, damit es auch jede/r wissen konnte, war der Hinweis auf auschließliche Barzahlung im Innenraum angebracht. Bankomat-Zahlungen waren zu dieser Zeit noch nicht wirklich in Mode…
Das ehemalige Hauptgebäude mit dem Adambräu-Logo, dem St. Bartlmä-Kirchlein. Die Verwaltung ist irgendwann sehr viel später in den Ansitz Windegg übersiedelt (rechts am Bildrand zu erkennen).
Der Innenhof mit dem Eingang zu den Büros (rechts im Bild) und dem Kühlschiff (links mit grünem Zwiebeldach).
Die berühmte Adambräu-Mauer mit der unvergesslichen Aufschrift. Auf allen Aufnahmen lässt sich gut erkennen, wie die Gebäude zusammengestückelt nacheinander gewachsen sind.
Das Eckgebäude wurde im April 1886 als Restauration erbaut und beherbergte im Erdgeschoß eine Gastwirtschaft und im 1. Stock den großen Tanzsaal, den ältere Innsbrucker/innen noch gut in Erinnerung haben.

In den Innsbrucker Nachrichten vom 24.04.1886 findet sich die Anzeige zur Eröffnung des (damals noch so bezeichneten) Glas-Salons:

Und nur ein paar Tage später, am 01.05.1886 wird in den Innsbrucker Nachrichten zum großen Garten-Eröffnungs-Konzert geladen:

Der Schriftzug, der nicht nur mir in sehr guter Erinnerung geblieben ist. Mich wundert es ganz, dass dieser nie durch Graffiti verunstaltet worden ist.
Man merkt an dieser Aufnahme, dass die besten Zeiten der Gastwirtschaft schon lange vorbei waren.
Ein nostalgischer und etwas wehmütiger Blick: Gebäude weg (auch der Autobusbahnhof im Hintergrund), die lässigen 1980er Jahre Autos weg, der freie Blick in Richtung Tuxer Alpen weg…

Diese Abfüllhalle wurde Anfang der 1970er Jahre erbaut, zuvor war an dieser Stelle ein gern besuchter Gastgarten angesiedelt!

Eine wunderschöne Luftaufnahme des Gebietes rund um das Adambräu in der Bildmitte. Zu sehen sind das Gastwirtschaftsgebäude mit der ADAMBRÄU-Mauer (vorne an der Straßenkreuzung), das ehemalige Hauptgebäude mit Uhr und Glockenturm im Innenhof, der Ansitz Windegg an der Adamgasse, Kühlschiff und Sudhaus und links daneben das Steiner-Haus. Was fehlt? Natürlich die neue große Abfüllhalle, an dessen Stelle hier noch der ehemalige Gastgarten existiert. Kaum zu glauben, wenn man heute an diese stark befahrene Kreuzung denkt! An der äußersten NO-Ecke kann man eine Litfaßsäule mit dem alten Logo erkennen.
Das gesamte Fabriksgelände von Osten aus gesehen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei dem kürzlich verstorbenen Walter Kreutz, aus dessen unendlich riesigen Schätzen an Fotografien er mir diese beiden vor über 15 Jahren ohne großes Trara liebenswürdigerweise für eine Scankopie zur Verfügung stellte, sehr sehr herzlich bedanken! Er war quasi mein spiritus rector für den Beginn meiner Sammel- und Fotografierleidenschaft Anfang der 1990er Jahre, noch lange bevor wir uns zum ersten Mal trafen. Unsere zahlreichen späteren Treffen waren jedes Mal gekennzeichnet von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung vor den jeweiligen neuesten Sammlerrungenschaften und Walter Kreutz freute sich stets besonders darauf, wenn ich wieder mit einer neuen Aufnahme bei ihm vorstellig wurde, die ich nicht lokalisieren konnte. Gemeinsam saßen wir dann in gebückter Haltung über dieser Aufnahme, bewaffnet mit einem Vergrößerungsglas und verschiedenen Adress- und Telefonbüchern, um so das Rätsel zu lösen. Und Sie dürfen erraten, wer es dann von uns beiden als Erster schaffte bzw. den entsprechenden Hinweis zur Aufklärung gab(Anmerkung: Diese Aufnahmen sowie die gesamte Sammlung von Walter Kreutz befindet sich nun im Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck).

Der besondere Charme einer mittelgroßen Provinzstadt zeigt sich für mich sehr deutlich hier an der tristen und von Witterungs- und Feinstaubeinflüssen malträtierten Fassade der Abfüllhalle.
Noch eine Mauer, die (etwas später) fallen musste: jene des Karmeliterinnenklosters.
Immer wieder faszinierend auch der Blick in die Südbahnstraße – die gab wohl nie mehr her als bloß eine „Verkehrs“straße. Mal schauen, ob das nun anders wird, wenn weiter südlich ab 2023 ein Studentencampus gebaut werden soll.
Beide vorderen Gebäude sind schon längst verschwunden: links das nach dem Krieg wiederaufgebaute Steiner-Haus und die wuchtige Abfüllhalle.
Südbahnstraße in Richtung Karmelitergasse: Inzwischen ist auch das ÖBB-Haus (links im Bild) verschwunden, der PEMA3-Turm hat dort bereits sein oberstes Geschoß erreicht. Schon bald werden die Gebäude nach dem Sudhaus ebenfalls Geschichte sein (Mentlgasse 15 und die Häuserzeile mit den beiden Maxims).

Zuguterletzt ein letzter Blick auf die Überreste einer einst stolzen Brauerei – alle Aufnahmen vom August bzw. Oktober 1997:

Die massiven Mauern der Abfüllhalle waren nicht leicht zu knacken…
Die Gastwirtschaft ist schon verschwunden, zu sehen sind noch die drei weißen Säulen hinter der Bretterwand.
Als sich die Bagger weiter nach unten gruben, kamen die Gärkeller und Teile des alten Sillkanals zum Vorschein.

Innere Stadt

Die Abbrucharbeiten an der alten Frauenklinik in der Anichstraße haben bereits begonnen. Eine extrem herausfordernde Abwicklung aller damit verbundenen Arbeiten (vor allem die An- und Abfahrten der Lastkraftwagen) wird die Szenerie an dieser Ecke in den nächsten Jahren begleiten; Aufnahme: Juli 1998.

Ein auf den ersten Blick unscheinbarer Eingang – dort soll ein Kino (versteckt) gewesen sein? Ja, und nicht nur hier! Fast am Ende und auf derselben Seite der Maria-Theresien-Straße befand sich noch ein zweites Kino („Nonstop“). Mich hat es immer gewundert, dass in solch unmittelbarer Nachbarschaft zwei Kinos bestehen konnten…; Aufnahme: März 2000.

Der Spatenstich für den Neubau des Hauptbahnhofes erfolgte 2001, seine Eröffnung drei Jahre später, also gefühlt noch nicht allzu lange her. Und trotzdem kann man sich an den alten Hauptbahnhof, der sozusagen aus dem Bombenschutt wiederauferstanden ist, kaum mehr erinnern. Was aber mit Sicherheit in Erinnerung bleibt, ist die große Bahnhofsuhr an der Glasfront und die Laubengänge links und rechts des Haupteinganges.

Das Uhrturmgebäude hat fast unbeschadet den Bombenkrieg überlebt und – wie zum Trotz – auch den Abriss des alten Hauptbahnhofes. Können Sie sich noch erinnern? Unmittelbar vor dem Bahnhofsgebäude auf dessen gesamter Länge konnte man auf Parkplatzsuche gehen. Und hatte man dann vielleicht einen solchen gefunden, donnerten hinter einem die Autobusse vorbei und vor einem der Individualverkehr in Richtung stadtauswärts.

Noch so ein schönes „Ach, ja“-Erlebnis: Der Lohner-Triebwagen auf der Straßenbahnlinie 3 mit dem blauen „Schaffnerlos“-Klebestreifen, links ein IVB-Dieselbus, der meiner Erinnerung nach nur auf den Überlandlinien D, E und S eingesetzt wurde und im Hintergrund der berühmte „Radl-Turm“ sowie rechts der Autobusbahnhof mit der Wartehalle im Erdgeschoß. Genau im Eck der beiden Gebäude (durch den Radturm verdeckt) befand sich die Gepäcksaufbewahrung; alle Aufnahmen: Frühjahr 1995.

Für die 2000er-Generation ein ungewohnter Ausblick aus der Angerzellgasse heraus…

Die ehemaligen Stadtsäle: Treffpunkt zahlreicher Veranstaltungen – kultig waren jedenfalls die Faschingsdienstag-Bälle; beide Aufnahmen: November 2010.

Obwohl es dieses Mal um keine Gebäude geht, möchte ich gerne zwei Aufnahmen aus der autoarmen Corona-Zeit präsentieren. Einmal die Kreuzung Amraser Straße / Rhomberg-Passage …

… sowie die Salurner Straße an einem ganz normalen Wochentag um 17.15 Uhr, also eigentlich „beste“ Büroschlussuhrzeit. Jetzt, im Juni schon wieder nicht mehr vorstellbar; beide Aufnahmen: März 2020.

Der Innenhof des Rathauses – noch geht der Blick  ungehindert in den blauen Himmel… Links an der Hausecke befand sich eine Tabaktrafik, rechts vorne parkten die Dienstautos der obersten städtischen Führungsebene. Die Bauarbeiten für die Rathaus-Galerien Büros des Stadtmagistrates sind bereits im Gange; Aufnahme: September 2000.
Blick in die Erlerstraße: auf der linken unteren Straßenseite befand sich viele Jahre lang das sehr bekannte Schallplattengeschäft „Margit“, rechts vorne unterhalb des P(arkgarage)-Schildes der Durchgang zum Sparkassenplatz; Aufnahme: Oktober 2001.
Die Einfahrt in die ehemalige Sparkassen-Tiefgarage und der Blick auf den Sparkassenplatz vor dem großen Umbau; Aufnahme: Oktober 2001.
Blick in die Sillgasse mit dem dortigen Gymnasium, welches mit dem Beginn des Schuljahres 1910/11 seine Geburtsstunde erlebte. Im ehemaligen Pfeiffersberg-Palais (Bildmitte) war jedoch bereits seit 1896 eine Schule untergebracht und zwar eine reine Mädchen-Volksschule. Der notwendig gewordene Erweiterungsbau wurde in den Jahren 1974-77 durchgeführt; Aufnahme: November 2018.
Die erstmalige Ankündigung des Städtischen Mädchen-Realgymnasiums in der Sillgasse in den „Innsbrucker Nachrichten“ vom 2. 9. 1910 (Seite 11).
Blick auf den südlichen Erweiterungsbau mit dem Haupteingang; Aufnahme: November 2018.
Das ursprüngliche Schulgebäude (Pfeiffersberg-Palais) mit dem westlichen Neubautrakt; Aufnahme: November 2018.
Eingangsportal der ehemaligen Stadtsäle. Das erste, ursprüngliche Stadtsaalgebäude wurde 1944 von Bombeneinschlägen schwer getroffen und erhielt mit dem Wiederaufbau diese Ummantelung. Beginn der Abbrucharbeiten ab September 2015; Aufnahme: November 2010.
Blick auf das „Stadtcafè“ auf der NW-Seite der Stadtsäle; Aufnahme: November 2010.
Der Haupteingang in die BTV (mit Stiegenaufgang) und die bescheidene Einfahrt in den Innenhof – darüber ist ein Teil des Sgraffitos zu sehen; Aufnahme: Mai 2002.
Der Nebeneingang in der Gilmstraße wurde für BTV-Mitarbeiter*innen ebenso wie für das Norwegische Konsulat benutzt und besaß lange Zeit eine Portierloge, die sich vor dem Stiegenaufgang befand; Aufnahme: Mai 2002.
Das Bürgerbräu am Beginn der Ing.-Etzel-Straße – wurde frisches Bier gebraut, dann konnte man den Geruch in der nächsten Umgebung besonders gut riechen. Heute dominiert an dieser Stelle der „Bürgergarten“; Aufnahme: August 2004.
Der untere Straßenteil des Komplexes mit der großen Einfahrt (links) kurz vor Beginn der Abbrucharbeiten; Aufnahme: Juli 2005.
Der Blick nach Westen – von der Einfahrt aus gesehen; Aufnahme: Juli 2005.
Sillinsel beim Sillpark – bis vor ein paar Jahren stand an der Stelle des heutigen Wohnkomplexes dieses ebenerdige Gebäude – der Radweg blieb unverändert …; Aufnahme: September 2011.
Der Ostflügel der ehemaligen Klosterkaserne mit der Durchfahrt in Richtung Kaiserjägerstraße; Aufnahme: Winter 1992.
Blick auf Kapuzinerkloster und Bundespolizeidirektion nach Abbruch des Ostflügels; Aufnahme: Mai 1995.
Die Erlerstraße mit dem rückwärtigen Eingang ins „alte“ Kaufhaus Tyrol sowie der ehemaligen Caritaszentrale. Das Reklameschild oberhalb des „P“ weist auf das ebenfalls nicht mehr existierende Hotel „Maria Theresia“ hin. Dort gab es auch einen Durchgang durch den optisch wenig reizvollen Innenhof, den ich selbst gerne als Abkürzung zum Sparkassenplatz verwendet habe; Aufnahme: März 1998.
Die Häuserlücke am Innrain mit dem Cafè „Nie wo“ und dem großen Parkplatz kurz vor der Universitätsbrücke – heute befindet sich an dieser Stelle das wuchtige Gebäude mit einer Spar-Filiale im Erdgeschoß; Aufnahme: Oktober 1995.
Die Buchhandlung und Druckerei Albert Ditterich in der Universitätsstraße – heute befindet sich an dieser Stelle der Zugang zur SOWI neben dem MCI-Gebäude; Aufnahme: Mai 1997.
Triumphpforte mit dem ehemaligen Café Greif (das ebenerdige Gebäude links daneben); Aufnahme: um 1970.
An der Ecke zur Andreas Hofer-Straße stand bis zur Jahrtausendwende das Eckhaus Maximilianstraße 23; Aufnahme: Nov. 1998.
Blick auf das nach dem 2. Weltkrieg wiederaufgebaute Bahnpostamt mit den in späteren Jahren hinzugekommenen Anbauten (wie z. B. das Bahnzollamt im Hintergrund.); Aufnahme: Jänner 2009.
Das Gebäude Erlerstraße 4 musste Ende 2010 einem Neubau weichen. Im Erdgeschoß befand sich über viele Jahre das „S18 Nuovo“, eine Herrenmode-Filiale der Fa. Schirmer. Übrigens: Das dem Hotel „Delevo“ angeschlossene Café gleich links nebenan mit seinem besonderen Charme und den speziellen Haustoasts gibt es auch schon längst nicht mehr… Aufnahme: November 2010.

Die ehemalige Klosterkaserne an der Ecke Kaiserjägerstraße/Universitätsstraße zwei Monate vor Beginn der Abbrucharbeiten. Den wuchtigen Bau kann man sich heute wohl gar nicht mehr vorstellen an dieser Stelle; Aufnahme: Mai 1992.
 
Blick auf die Kreuzung Museumstraße – Bruneckerstraße. Bis in die 1990er Jahre fühlte es sich dort noch nicht so „eng“ an wie heute. Bis zum Bau des „Europa-Hauses“ dauert es wohl nicht mehr lange, die Werbetafel kündigt es bereits an; Aufnahme: August 1993.
Das ÖBB-Hochhaus am Beginn der Südbahnstraße – ein über Jahrzehnte vertrauter Anblick in der Bahnhofsgegend; Aufnahme: Sommer 2018.

Wilten

Was mich immer wieder fasziniert, ist folgende Tatsache: Wer in Innsbruck aufgewachsen ist, kann sich, sobald er/sie ein Foto aus längst vergangenen Jugendtagen sieht, ohne langes Zögern an den Ort und eventuelle Begebenheiten erinnern, selbst wenn sich der Ort grundlegend verändert hat. Wie auch bei diesen beiden Aufnahmen. Wer hier öfters an dieser Mauer entlang vorbeigegangen ist, wir sich an die eigentümliche Ruhe erinnern, die von dahinter ausgeströmt ist. Das Karmeliterkloster überlebte beinahe unbeschadet den massiven Bombenregen der Jahre 1943 bis 1945 (Der Hauptbahnhof mit seinem weit verzweigten Schienennetz war ja nur etwas mehr als eine Straßenbreite entfernt. Schwere Bombenschäden erlitt allerdings die Klosterkirche.), musste aber schließlich im Jahr 2003 einem Wohnbauprojekt weichen; Aufnahme: September 1998.
Eine Entwicklung, die sich in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren in Innsbruck eingeschlichen hat und die für mich als fotografischer Bewahrer des alten Stadtbildes äußerst unangenehm – weil nicht vorhersehbar – ist: Im Gegensatz zu früher werden heutzutage plötzlich und auch unerwartet einzelne Gebäude aus ganzen Häuserzeilen „herausgeschnitten“. So auch hier in der Schidlachstraße. In diesem Fall hing die Ankündigung wochenlang am Haus, so dass auch ich als Reichenauer irgendwann einmal drüberstolpern musste… Interessantes Detail am Rand: Die beiden Gebäude links und rechts davon wurden im Bombenkrieg schwer getroffen, einzig die Hausnummer 11 überlebte die Bomben unbeschadet…; Aufnahme: August 2011.
Die OMV-Tankstelle an der Egger-Lienz-Straße im Dezember 2016 – irgendwie hat man das Gefühl, dass der Neubau, der gerade (Herbst 2020) entsteht, nicht so wirklich in das homogene Bild der gleichmäßig hohen Gebäude passt…
Blick Richtung Nordosten mit der Hypo-Passage im Hintergrund.

Leopoldstraße 57: Das Gebäude (zweites von links) überstand den Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges, welcher rund um die Graßmayrkreuzung besonders heftig ausfiel, unbeschadet, fiel aber auch wie so viele andere Altbauten in den letzten Jahren dem Neubauboom im Stadtgebiet zum Opfer; Aufnahme: Mai 2012.
Ein Blick, den es in dieser Form auch nicht mehr gibt: Die Graßmayrkreuzung mit dem Bäckerei Zoller-Haus Leopoldstraße 47 – jetzt dominiert dort ein riesiger Neubau den Abschnitt zwischen Leopoldstraße und Karmelitergasse und die beiden letzten Gebäude (Hausnummern 45 und 47) werden von diesem regelrecht niedergedrückt. Übrigens ist das Haus Nr. 45 in diesem Abschnitt das einzige, welches bei den Bombenangriffen nicht zerstört worden ist und heute noch dasselbe Aussehen hat! Aufnahme: Mai 2012.
Blick auf den östlichen Gebäudeflügel des Bundesbahnblockes – Sonnenburgstraße 20 und 22, welcher als erster Teil abgerissen wurde. Interessantes Detail: Der Mittelteil wurde im Dezember 1943 von Bomben getroffen und hat deshalb ein anderes Aussehen; Aufnahme: Juli 2012.
… der westliche Flügel an der Kreuzung Andreas-Hofer-Straße; Aufnahme: Juli 2012.
„Freie Sicht auf die aufgehende Sonne im Osten“ – dies ist den Bewohnern der Häuser an dieser Stelle der Leopoldstraße seit 2017 nicht mehr möglich. An Stelle der freien Fläche steht heute ein wuchtiger langgestreckter Neubau; alle drei Aufnahmen: Mai 2014.

Der Bundesbahnblock an der Egger-Lienz-Straße kurz vor dem endgültigen Abriss. Das mächtige Gebäude in U-Form wurde 1912 erbaut und erhielt im westlichen Flügeltrakt (Ecke Andreas-Hofer-Straße) gleich beim ersten Bombenangriff auf die Stadt einen schweren Treffer.  Dies war nach dem Krieg deutlich daran zu erkennen, dass der Dachgiebel nicht mehr wiederaufgebaut wurde; Aufnahme: September 2019.
Das kurze Mauerstück am Beginn der Tschamlerstraße, welches im Jänner 2020 endgültig abgetragen wurde zugunsten einer Straßenverbreiterung; Aufnahme: November 1998.

Die Abbrucharbeiten hinter der Pfarrkirche Wilten-West beginnen; Aufnahme: August 2016.
Müllerstraße 11 kurz vor dem Abbruch – im Hintergrund sieht man noch das ehemalige Hotel „Mozart“ vor dessen Umbau und Aufstockung; Aufnahme: September 2011.
Heiliggeiststraße 7 – heute befindet sich dort der wuchtige Neubau „Landhaus 2“; Aufnahme: Oktober 2002.
Innrain 143 – die ehemalige Postgarage. Heute befindet sich an dieser Stelle das Medicent Innsbruck; Aufnahme: November 1998.
Die Tierhandlung Zips in der Liebeneggstraße 2a; Aufnahme: November 1998.
Wer kann sich noch an den „Schandfleck“ an der Graßmayr-Kreuzung erinnern? Diese Villa „überlebte“ den Bombenhagel an einem der stärksten getroffenen Punkte in der Stadt, musste aber Mitte der 1990er Jahre dem Stadtbild weichen. Links hinter dem Haus erkennt man noch einen Teil des ehemaligen Kaufhauses „Forum“; Aufnahme März 1994.

Reichenau / Rossau

Nicht so leicht zu erraten, scheint es sich dabei doch um eine ruhige und wenig befahrene Straße zu handeln. Mit der Wiese im Vordergrund bin ich sozusagen aufgewachsen, aber auch sie musste mittlerweile einem Wohnprojekt weichen (Kreuzung Egerdach-/Klappholzstraße); Aufnahme: August 2000.

Nicht leicht zu erraten, weil sich die dortige Umgebung gänzlich geändert hat und eine kleine Brücke für Fußgänger und Radfahrer hinzugekommen ist: Wir befinden uns am nördlichen Ende der General-Eccher-Straße und blicken in Richtung Sillzwickel. Dort stehen noch die letzten Reste einiger Holzhütten, welche meinem subjektiven Empfinden nach immer schon an dieser Stelle gestanden haben mussten. Jedenfalls ist das markante Gebäude, in dem sich seinerzeit die Wasenmeisterei befand, schon eine ganze Weile durch einen Neubau ersetzt worden (siehe weiter unten in diesem Beitrag); beide Aufnahmen: Mai 2010.
Die Holzhütten samt charakteristischem Bretterzaun reichten ein ganzes Stück weit zurück.
So idyllisch hat es noch bis vor rund zehn Jahren an der Kreuzung Grabenweg/Griesauweg ausgesehen. Auf der Info-Tafel links wird bereits das Neubauprojekt angekündigt, welches letztendlich dann doch ein anderes Aussehen erhielt. Das SOHO II, welches dann auch gleich mitgebaut wurde, reicht heute ungefähr bis dorthin, wo der helle Grünstreifen beginnt; Aufnahme: August 2009.
Gerade noch hatte ich es geschafft – am nächsten Tag war das Haus schon fast verschwunden… Wissen Sie, welche Firma es beherbergte? In meiner Erinnerung ist sie dort jahrzehntelange gestanden, die Autowerkstätte des Oskar Unger. Im Hintergrund links wächst gerade der Bauteil 1 der neuen „Fiegl & Spielberger“-Zentrale in den Himmel…; Aufnahme: August 2013.
Das ehemalige Areal der Paulus-Kirche mit dem rückwärtig gelegenen Kindergarten; beide Aufnahmen: Oktober 2012.
… der Kindergartenbau mit dem Eingangsbereich (Bildmitte), dahinter befindet sich jener Teil dieses Gebäudeensembles mit dem Café „Paulus“ und der darüberliegenden Pfarrbibliothek.

Als auf dem Campagne-Areal am Langen Weg noch der Zirkus gastierte …; Aufnahme: September 2014.

Blick vom Radweg aus auf das Hauptzelt.

Reichenauerstraße 38 – der Abriss hat soeben begonnen; Aufnahme: Jänner 2015.

Soeben beginnen die Bauarbeiten am Wohnquartier „Wohnen am Park“ an der Andechsstraße; Aufnahme: November 2018.

Der „Pradler Saggen“ vor Beginn der großen Abbrucharbeiten: Blick von der Kreuzung Andechsstraße/Reichenauer Straße aus auf den westlichen Zugang (die ersten drei Fotos) sowie auf den zum Teil bereits abgerissenen Gebäudetrakt Pradler Saggen 1-7 und 9-15; Aufnahmen: Dezember 2015 und Oktober 2016.
Die Tennisanlagen an der Radetzkystraße: Gerade wird das ehemalige Vereinshaus mit dem Cafè abgerissen; Aufnahme: April 2018.
Vom selben Standpunkt aus geht ein letzter Blick in Richtung Osten zum Beachvolleyballplatz. Im Hintergrund wird der Zubau (mit darin untergebrachter „Burger King“-Filiale) bei der Fiegl & Spielberger-Zentrale errichtet; Aufnahme: April 2018.
Der Kreuzungsbereich Langer Weg/Reichenauerstraße/Rossaugasse ist einer der größten in Innsbruck. Auf dieser Aufnahme ist die ehemalige Filiale des Autohauses Linser zu sehen, von den hier bald beginnenden Arbeiten für die neue Straßenbahnlinie ins Olympische Dorf ist noch nichts zu bemerken; Aufnahme: Mai 2016.
Der Beginn des Fuß- und Radweges neben der Grenobler Brücke in Richtung Olympisches Dorf. Der Großteil davon musste für die neue Straßenbahnbrücke weichen; Aufnahme: Oktober 2016.
Blick auf die Straßenbiegung und in weiterer Folge zur Einfahrt in die Schützenstraße. Die ersten Baumaßnahmen für die neue Straßenbahn haben bereits stattgefunden; Aufnahme: Oktober 2016.
Ein anderer Blick auf die oben genannte Straßenbiegung. In der Bildmitte befindet sich heute der neue Kindergarten an der Schützenstraße; Aufnahme: Oktober 2016.
Die ehemalige Lodenfabrik in der General-Eccher-Straße mit Gaswerk und Sillzwickel im Hintergrund; Aufnahme: August 2001.
Blick auf die Überreste der Tennis-Anlage in der Radetzkystraße – im Hintergrund sind bereits die Bagger aufgefahren. Ab 2020 sollen hier in einer ersten Baustufe 300 Wohnungen entstehen; Aufnahme: März 2018.
Kreuzungsbereich Reichenauerstraße-Radetzkystraße mit Blick in die General-Eccher-Straße und auf das Gelände der Eugen-Kaserne, das bis an den Kreuzungsbereich reicht. Ein „O 3“ kann man sich noch gar nicht vorstellen; Aufnahme: März 2000.
Die ehemalige Wasenmeisterei – General-Eccher-Straße 1. Diese Ansicht zeigt noch den ursprünglich ländlichen und etwas verlassen wirkenden Charakter der Reichenau auf, wie sie sich bis in die 1950er Jahren präsentierte; Aufnahme: März 2000.
In diesem Gebäude in der Bienerstraße befand sich eine Großhandelsfirma für Feuerwerkskörper; Aufnahme: Mai 1997.

Das östliche Ende der Gumppstraße vor der Verlängerung. Eine Gärtnerei und einige Holzschuppen prägten jahrelang das Bild. Der Baukran steht an der Baustelle für den Neubau Andechsstraße (Rundbau Andechsstraße 65); Aufnahme: Mai 1992.
Der ehemalige „Textilhof“ an der Kreuzung Andechsstraße/Gumppstraße; Aufnahme: Februar 1993.
Blick auf das Areal der Eugen-Kaserne an der Ecke Reichenauerstraße/General Eccher-Straße. Anstelle des großen Areals wurden die einzelnen Würfelbauten des Ende 2011 fertiggestellten dritten olympischen Dorfes „O3“ errichtet; Aufnahme: August 2001.
Blick auf die Kreuzung Andechsstraße – Langer Weg im November 1992: Die Vorstellung, dass fast 30 Jahre später an dieser Stelle Wohnbauten stehen werden, ist zu dieser Zeit noch schier unmöglich. Links im Hintergrund der nördliche Wohntrakt des Wohnheims Pradl – ebenfalls schon Geschichte….

Innere Stadt

Der Spatenstich für den Neubau des Hauptbahnhofes erfolgte 2001, seine Eröffnung drei Jahre später, also gefühlt noch nicht allzu lange her. Und trotzdem kann man sich an den alten Hauptbahnhof, der sozusagen aus dem Bombenschutt wiederauferstanden ist, kaum mehr erinnern. Was aber mit Sicherheit in Erinnerung bleibt, ist die große Bahnhofsuhr an der Glasfront und die Laubengänge links und rechts des Haupteinganges.

Das Uhrturmgebäude hat fast unbeschadet den Bombenkrieg überlebt und – wie zum Trotz – auch den Abriss des alten Hauptbahnhofes. Können Sie sich noch erinnern? Unmittelbar vor dem Bahnhofsgebäude auf dessen gesamter Länge konnte man auf Parkplatzsuche gehen. Und hatte man dann vielleicht einen solchen gefunden, donnerten hinter einem die Autobusse vorbei und vor einem der Individualverkehr in Richtung stadtauswärts.

Noch so ein schönes „Ach, ja“-Erlebnis: Der Lohner-Triebwagen auf der Straßenbahnlinie 3 mit dem blauen „Schaffnerlos“-Klebestreifen, links ein IVB-Dieselbus, der meiner Erinnerung nach nur auf den Überlandlinien D, E und S eingesetzt wurde und im Hintergrund der berühmte „Radl-Turm“ sowie rechts der Autobusbahnhof mit der Wartehalle im Erdgeschoß. Genau im Eck der beiden Gebäude (durch den Radturm verdeckt) befand sich die Gepäcksaufbewahrung; alle Aufnahmen: Frühjahr 1995.

Für die 2000er-Generation ein ungewohnter Ausblick aus der Angerzellgasse heraus…

Die ehemaligen Stadtsäle: Treffpunkt zahlreicher Veranstaltungen – kultig waren jedenfalls die Faschingsdienstag-Bälle; beide Aufnahmen: November 2010.

Obwohl es dieses Mal um keine Gebäude geht, möchte ich gerne zwei Aufnahmen aus der autoarmen Corona-Zeit präsentieren. Einmal die Kreuzung Amraser Straße / Rhomberg-Passage …

… sowie die Salurner Straße an einem ganz normalen Wochentag um 17.15 Uhr, also eigentlich „beste“ Büroschlussuhrzeit. Jetzt, im Juni schon wieder nicht mehr vorstellbar; beide Aufnahmen: März 2020.

Der Innenhof des Rathauses – noch geht der Blick  ungehindert in den blauen Himmel… Links an der Hausecke befand sich eine Tabaktrafik, rechts vorne parkten die Dienstautos der obersten städtischen Führungsebene. Die Bauarbeiten für die Rathaus-Galerien Büros des Stadtmagistrates sind bereits im Gange; Aufnahme: September 2000.
Blick in die Erlerstraße: auf der linken unteren Straßenseite befand sich viele Jahre lang das sehr bekannte Schallplattengeschäft „Margit“, rechts vorne unterhalb des P(arkgarage)-Schildes der Durchgang zum Sparkassenplatz; Aufnahme: Oktober 2001.
Die Einfahrt in die ehemalige Sparkassen-Tiefgarage und der Blick auf den Sparkassenplatz vor dem großen Umbau; Aufnahme: Oktober 2001.
Blick in die Sillgasse mit dem dortigen Gymnasium, welches mit dem Beginn des Schuljahres 1910/11 seine Geburtsstunde erlebte. Im ehemaligen Pfeiffersberg-Palais (Bildmitte) war jedoch bereits seit 1896 eine Schule untergebracht und zwar eine reine Mädchen-Volksschule. Der notwendig gewordene Erweiterungsbau wurde in den Jahren 1974-77 durchgeführt; Aufnahme: November 2018.
Die erstmalige Ankündigung des Städtischen Mädchen-Realgymnasiums in der Sillgasse in den „Innsbrucker Nachrichten“ vom 2. 9. 1910 (Seite 11).
Blick auf den südlichen Erweiterungsbau mit dem Haupteingang; Aufnahme: November 2018.
Das ursprüngliche Schulgebäude (Pfeiffersberg-Palais) mit dem westlichen Neubautrakt; Aufnahme: November 2018.
Eingangsportal der ehemaligen Stadtsäle. Das erste, ursprüngliche Stadtsaalgebäude wurde 1944 von Bombeneinschlägen schwer getroffen und erhielt mit dem Wiederaufbau diese Ummantelung. Beginn der Abbrucharbeiten ab September 2015; Aufnahme: November 2010.
Blick auf das „Stadtcafè“ auf der NW-Seite der Stadtsäle; Aufnahme: November 2010.
Der Haupteingang in die BTV (mit Stiegenaufgang) und die bescheidene Einfahrt in den Innenhof – darüber ist ein Teil des Sgraffitos zu sehen; Aufnahme: Mai 2002.
Der Nebeneingang in der Gilmstraße wurde für BTV-Mitarbeiter*innen ebenso wie für das Norwegische Konsulat benutzt und besaß lange Zeit eine Portierloge, die sich vor dem Stiegenaufgang befand; Aufnahme: Mai 2002.
Das Bürgerbräu am Beginn der Ing.-Etzel-Straße – wurde frisches Bier gebraut, dann konnte man den Geruch in der nächsten Umgebung besonders gut riechen. Heute dominiert an dieser Stelle der „Bürgergarten“; Aufnahme: August 2004.
Der untere Straßenteil des Komplexes mit der großen Einfahrt (links) kurz vor Beginn der Abbrucharbeiten; Aufnahme: Juli 2005.
Der Blick nach Westen – von der Einfahrt aus gesehen; Aufnahme: Juli 2005.
Sillinsel beim Sillpark – bis vor ein paar Jahren stand an der Stelle des heutigen Wohnkomplexes dieses ebenerdige Gebäude – der Radweg blieb unverändert …; Aufnahme: September 2011.
Der Ostflügel der ehemaligen Klosterkaserne mit der Durchfahrt in Richtung Kaiserjägerstraße; Aufnahme: Winter 1992.
Blick auf Kapuzinerkloster und Bundespolizeidirektion nach Abbruch des Ostflügels; Aufnahme: Mai 1995.
Die Erlerstraße mit dem rückwärtigen Eingang ins „alte“ Kaufhaus Tyrol sowie der ehemaligen Caritaszentrale. Das Reklameschild oberhalb des „P“ weist auf das ebenfalls nicht mehr existierende Hotel „Maria Theresia“ hin. Dort gab es auch einen Durchgang durch den optisch wenig reizvollen Innenhof, den ich selbst gerne als Abkürzung zum Sparkassenplatz verwendet habe; Aufnahme: März 1998.
Die Häuserlücke am Innrain mit dem Cafè „Nie wo“ und dem großen Parkplatz kurz vor der Universitätsbrücke – heute befindet sich an dieser Stelle das wuchtige Gebäude mit einer Spar-Filiale im Erdgeschoß; Aufnahme: Oktober 1995.
Die Buchhandlung und Druckerei Albert Ditterich in der Universitätsstraße – heute befindet sich an dieser Stelle der Zugang zur SOWI neben dem MCI-Gebäude; Aufnahme: Mai 1997.
Triumphpforte mit dem ehemaligen Café Greif (das ebenerdige Gebäude links daneben); Aufnahme: um 1970.
An der Ecke zur Andreas Hofer-Straße stand bis zur Jahrtausendwende das Eckhaus Maximilianstraße 23; Aufnahme: Nov. 1998.
Blick auf das nach dem 2. Weltkrieg wiederaufgebaute Bahnpostamt mit den in späteren Jahren hinzugekommenen Anbauten (wie z. B. das Bahnzollamt im Hintergrund.); Aufnahme: Jänner 2009.
Das Gebäude Erlerstraße 4 musste Ende 2010 einem Neubau weichen. Im Erdgeschoß befand sich über viele Jahre das „S18 Nuovo“, eine Herrenmode-Filiale der Fa. Schirmer. Übrigens: Das dem Hotel „Delevo“ angeschlossene Café gleich links nebenan mit seinem besonderen Charme und den speziellen Haustoasts gibt es auch schon längst nicht mehr… Aufnahme: November 2010.

Die ehemalige Klosterkaserne an der Ecke Kaiserjägerstraße/Universitätsstraße zwei Monate vor Beginn der Abbrucharbeiten. Den wuchtigen Bau kann man sich heute wohl gar nicht mehr vorstellen an dieser Stelle; Aufnahme: Mai 1992.
 
Blick auf die Kreuzung Museumstraße – Bruneckerstraße. Bis in die 1990er Jahre fühlte es sich dort noch nicht so „eng“ an wie heute. Bis zum Bau des „Europa-Hauses“ dauert es wohl nicht mehr lange, die Werbetafel kündigt es bereits an; Aufnahme: August 1993.
Das ÖBB-Hochhaus am Beginn der Südbahnstraße – ein über Jahrzehnte vertrauter Anblick in der Bahnhofsgegend; Aufnahme: Sommer 2018.

Amras

Ein unscheinbares Häuschen irgendwo im Südosten, nah an der Grenze zum Amraser Dorfkern… – Gerhart-Hauptmann-Straße 25, hätten Sie es gewusst? Das Haus wurde in den 1950er Jahren erbaut, Besitzer war Richard Dietrich, ehemaliger langjähriger Bäckerei- und Betriebsleiter der Ersten Tiroler Arbeiterbäckerei. Noch steht der Altbau, dem bereits sein komplettes Innenleben fehlt (und kurze Zeit später abgerissen sein wird), wachsen im Hintergrund die ersten Mauern des Neubaus, der ein Jahr später die komplette Parzelle ausnehmen wird und somit im Endstadium auf die doppelte Größe des vorderen Hauses anwachsen wird; Aufnahme: August 2020.

„Zwei Mal hingschaut…“

Manche Dinge werden einem erst ersichtlich, wenn man zwei Mal hinschaut. Erst dadurch tauchen einige Besonderheiten auf, die man in der Hektik des Alltages gar nicht wahrnimmt. Mein zweiter Blick bringt nachstehende Überraschungen ans Licht:

FRESKEN:

In Innsbruck kann man in jedem Stadtteil Fresken entdecken, was ich mit der untenstehenden Fotoreihe beweisen möchte. Ich habe diese in folgende Gruppen unterteilt:

  1. Firmen- und Reklameaufschriften,
  2. Heiligenbilder,
  3. allgemein gehaltene Darstellungen.

Immer wieder entdecke ich neue, die ich selbst noch nie so richtig wahrgenommen habe. Hier präsentiere ich nun einen ersten Ausschnitt:

Zeughausgasse_2

Zeughausgasse 3 – neben dem Zeughaus.

Schidlachstraße_2

Schidlachstraße 8 – mit dem wunderschönen dreigeschossigen Erker, den im untersten Teil die Aufschrift „Josef Stastny Bürsten- und Pinselerzeugung“ ziert. Die Firma gibt es übrigens immer noch, der Eingang mit dem Firmenschild befindet sich rechts.

049

Sonnenuhr auf einem der Häuser in der Egerdachstraße.

Auf der Ostseite des Häuserblockes Egger-Lienz-Straße 102-108 ist dieses Bild eines spielenden Kindes (vermutlich aus den 1950er Jahren) zu sehen.

Gleich daneben machen sich drei Arbeiter, vielleicht von der Bahn oder Post, auf ihren Weg.

Links vom Fenster befindet sich diese Abbildung – die Rollenverteilung zum Zeitpunkt der Erstellung dieser drei Werke war noch sehr eindeutig und einseitig geregelt…

Im Innenhof des Hauses Leopoldstraße 4.

Wandbild des berühmten Künstlers H. Millonig am Haus Höttinger Gasse 39.


HAUSNUMMERNSCHILDER:

Sind Ihnen schon die unterschiedlichen Hausnummernschilder aufgefallen, nicht nur in der Form, sondern auch in der Farbgestaltung?

Pradler Straße

Dieses Schild existiert seit dem Frühjahr nicht mehr – es prangte am Stöcklgebäude der eheamligen Swarovski-Niederlassung an de Ecke Pradler Straße / Amraser Straße.


ALLGEMEINES:

In der Stafflerstraße direkt neben dem „Sonnenburg-Platzl“ befindet sich dieser Eingang in ein wohl längst vergangenes Lebensmittelgeschäft.

Hätten Sie es gewusst? – Weil die Höttinger Gasse am Beginn derart schmal ist, hat man dafür fast gar keine Zeit zum Hinschauen.

Auf der Südseite des „Neuen Landhauses“ in der Wilhelm-Greil-Straße ist neben dem Tiroler Adler auch das Landeswappen von Vorarlberg angebracht: ein Hinweis darauf, dass beide Bundesländer während der NS-Herrschaft von 1938-1945 als gemeinsamer Gau „Tirol-Vorarlberg“ geführt worden sind. Das weiße Feld in der mittleren Fensterachse war nicht immer frei: während dieser Zeit prangte dort ein Hakenkreuz, auch als ein Symbol dafür, dass das Gebäude Sitz der Gauleitung gewesen war.


ARCHITEKTONISCHE BESONDERHEITEN:

Balkonverzierungen am Haus Heiliggeiststraße 14.

Am „Knollerblock“ bleibt die Zeit nicht stehen: die Mauerverzierungen an den Fenstern bröckeln langsam ab.

Noch einmal der „Knollerblock“: die breiten Lisenen, die den Bombenkrieg unbeschadet überstanden haben, hören unvermittelt auf. Zeichen dafür, dass der rechts weiterlaufende Hausteil durch Bombentreffer zerstört und nach 1945 wiederaufgebaut wurde.

Pradl

Es ist gefühlt noch keine Ewigkeit her, und dennoch tut man sich schwer, das Bild hinter seinem geistigen Auge hervorzuholen: Der ehemalige Eingang in die Turn- und Sporthalle der Leitgeb-Schule; Aufnahme: Frühjahr 2005.
Die Ruhe vor dem Sturm: Noch steht das Flachbau-Ensemble an der Kreuzung Amraser Straße / Pradler Straße, welches die Firmen „Matratzen Concord“ und (dahinter) Swarovski (wahrscheinlich eine ehemalige kleine Produktionsstätte, die aber schon etliche Jahre an diesem Standort stillgelegt worden war) beherbergte; alle Aufnahmen: Juli 2020.
Kaum zu glauben, aber dennoch Realität in Innsbruck seit Beginn der 2000er Jahre: Ganze Häuserblöcke verschwinden einfach! Was zuvor noch schier undenkbar schien, ist jetzt ganz und gar möglich. Als fotografierender Stadtchronist muss ich da schon manchmal sehr schnell sein! – Hier steht das markante Eckhaus am südlichen Ende der Pradler Straße noch, im Februar 2021 war es bereits gänzlich abgerissen.
„Markant“ war dieser Block aus meiner Sicht deshalb, weil die Straßenbahn Linie 3 – von Amras kommend – an dieser Stelle rechts abbog in Richtung Pradl und in weiterer Folge zum Bahnhof. Für mich, der Mitte der 1990er Jahre in Amras wohnte, begann gefühlt ab dieser Stelle der Fahrt Pradl und quasi die City, was sich an der Anzahl der zusteigenden Fahrgäste deutlich bemerkbar machte.
Ein letzter Blick …
Wieder einmal eine etwas ältere Aufnahme – hätten Sie es noch erkannt? Gerade beginnen die Abbrucharbeiten am „Obst Huber“ am Beginn der Amraser Straße. Heutzutage wirkt diese Ecke ein wenig drückend – schließlich befindet sich dort der wuchtige PEMA2-Turm mit der Stadtbibliothek; Aufnahme: Mitte der 1990er Jahre.
Das ehemalige Caritas-Integrationshaus am Ende der südlichen Gumppstraße. Obwohl das Gebäude kurz darauf abgerissen wurde, liegt das gesamte Gelände bis heute (Jänner 2021) brach; Aufnahme: April 2016.
Wer zu Fuß zur Olympiahalle unterwegs war und die „Schleichwege“ durch Pradl kannte, kam zwangsläufig an der Kreuzung Roseggerstraße/Pacherstraße vorbei. Der abgebildete Block Roseggerstraße 25-27 wurde 2015 abgerissen; Aufnahme: September 2014.
Der Wegweiser müsste eigentlich noch jedem vertraut sein…
Der nördliche der beiden Premstraßen-Blöcke (der mit den geraden Hausnummern) zu Beginn der Abbrucharbeiten. Diese Häuser wurden 1939 erbaut und knapp 75 Jahre später wieder abgerissen; Aufnahmen: Jänner 2013.
Der nördliche Block hatte im Gegensatz zu seinem südlichen Zwillingsbruder den Nachteil, dass die beiden Schlafzimmer straßenseitig gelegen waren. In den Innenhof blickte man aus der Küche bzw. dem Balkon, der in den meisten Fällen verbaut wurde und als Badezimmer Verwendung fand (allen diesen Wohnungen verfügten nämlich über kein eigenes Badezimmer – eine rasche Körperwäsche war nur in der Küche möglich, das „Bad“ konnte man sich ein Mal in der Woche in der Waschküche im Keller leisten). Auf dieser Aufnahme fehlt bereits der kurze Block um die Ecke… (siehe nächstes Foto).
Blick von der Burgenlandstraße auf das Haus Schullernstraße 9. Ein ursprünglich markantes Zeichen aller dieser Blöcke in der Premstraße waren die grünen Fensterläden. Interessantes Detail für jene, die genau hinschauen: 65 Jahre nach Kriegsende waren immer noch die Luftschutzpfeile an den Hauswänden aufgemalt; Aufnahme: April 2011.

Die Sillschlucht vor dem Beginn der massiven Umbauten – das überschiessende Grün neben der Autobahn existiert nicht mehr; beide Aufnahmen: Juli 2016.
Blick zur Unterführung der Brennerbahn- im Vordergrund das Straßenbahngleis der „Igler“.
Amthorstraße 8 vor dem Umbau mit Aufstockung; Aufnahme: September 2013.
Die Villa Koflerstraße 8 an der Ecke Mittererstraße im östlichen Pradl, einige Monate vor dem Abriß; Aufnahme: Oktober 2016.
Das ehemalige Hotel-Restaurant „Bistro“ an der Pradler Brücke einige Wochen vor dem Abriß. In diesem Gebäude befand sich seit 1904 ununterbrochen ein Gasthaus, welches sich zuerst „Brückenwirt“ und später „Brücke“ nannte.
Das ehemalige Hotel-Gasthaus „Altpradl“ an der Pradler Straße zwei Wochen vor Beginn der großen Umbauarbeiten; Aufnahme: September 2019.
Die Rückseite des „Altpradl“, an welcher mit den Arbeiten begonnen wurde – der unpassende erkerähnliche Anbau wurde dabei geschliffen; Aufnahme: September 2019.
Pradlerstraße 11 – vor Jahrzehnten befand sich in diesem Gebäude das Sportgeschäft „Kiefer“; Aufnahme: Juni 2019.
Kranewitterstraße 16 – kurz vor dem Abbruch; Aufnahme: August 2019.
Das kleine Häuschen Amraser Straße 59 kurz vor dem Abbruch – links befindet sich (noch immer) das Cafè Peintner; Aufnahme:  März 1995.
Eine der beiden Baracken am östlichen Ende der Amthorstraße kurz vor dem Abriss; Aufnahme: Februar 1988.
Der ehemalige Gasthof „Tivoli“ am Sillufer; Aufnahme: Mai 1992.
Das ehemalige Gasthaus „Stadion“ an der Kreuzung Burgenlandstraße/Anton Eder-Straße, vor allem in den 1970er Jahren beliebter Treffpunkt nach Spielen des FC Wacker im alten Tivoli-Stadion. Das Foto zeigt das damals schon länger leerstehende Gebäude kurz vor dem Abriss; Aufnahme: November 2006.
Blick auf die Kreuzung mit dem damals neuen Kreisverkehr: Das Gasthaus „Stadion“ in der Bildmitte fügte sich harmonisch in das restliche Bild ein.
Auf besonderen Wunsch meines Cousins Rene: Blick in die Premstraße Richtung Westen – das Domizil meiner Großeltern für fast 60 Jahre. Laut den Erzählungen meines Vaters hatte sich an diesem Blick seit dem Erstbezug 1940 so gut wie nichts verändert. Erst Mitte der 1960er Jahre wurde die Straße asphaltiert, mit dem aufkommenden Wohlstand konnten es sich die Mieter leisten, die Balkone zu verglasen. Viele haben sich dann später dort das Bad einbauen lassen – die Wohnungen besaßen in der Grundausstattung nämlich kein eigenes Badezimmer; Aufnahme April 2010.
Die Hofseite beherbergte eine langgestreckte Wiese mit den obligatorischen Wäschestangen und eine Handvoll Schrebergartenhäuschen…
Das Aussenlager der Kohlenhandlung Geiger befand sich am Ende des Furterzaunweges – links ist der östliche Zugang zum Rapoldipark zu sehen mit einem Schotterbelag als Radweg; Aufnahme August 1993.
Zwischen Sill und dem kleinen Sportplatz neben dem Haus Pradler Platz 7a befand sich das Aussenlager der Kohlenhandlung Geiger und eine kleine Boccia-Anlage.
Johann Strauß-Straße (westlich des Pradler Friedhofes) – kurz vor dem Abriß im Oktober 2018.
Ecke Hunoldstraße – Hörmannstraße: Blick auf den großen „Knollerstraßen-Block“ von Westen aus. Die Hausfront rechts von der Bildmitte scheint „abgeschnitten“ zu sein und ist aus zweierlei Hinsicht interessant: erstens gibt es solche Frontseiten ohne Fenster kaum in Innsbruck und zweitens zeigt die aufgemalte Werbung ein Logo der „Adambräu“-Brauerei, die es schon seit vielen Jahren nicht mehr gibt; Aufnahme: Frühjahr 2018.
Burgenlandstraße 5 (an der Kreuzung mit der Amraser Straße) – im Jahre 2000.

Reichenau / Rossau

Nicht leicht zu erraten, weil sich die dortige Umgebung gänzlich geändert hat und eine kleine Brücke für Fußgänger und Radfahrer hinzugekommen ist: Wir befinden uns am nördlichen Ende der General-Eccher-Straße und blicken in Richtung Sillzwickel. Dort stehen noch die letzten Reste einiger Holzhütten, welche meinem subjektiven Empfinden nach immer schon an dieser Stelle gestanden haben mussten. Jedenfalls ist das markante Gebäude, in dem sich seinerzeit die Wasenmeisterei befand, schon eine ganze Weile durch einen Neubau ersetzt worden (siehe weiter unten in diesem Beitrag); beide Aufnahmen: Mai 2010.
Die Holzhütten samt charakteristischem Bretterzaun reichten ein ganzes Stück weit zurück.
So idyllisch hat es noch bis vor rund zehn Jahren an der Kreuzung Grabenweg/Griesauweg ausgesehen. Auf der Info-Tafel links wird bereits das Neubauprojekt angekündigt, welches letztendlich dann doch ein anderes Aussehen erhielt. Das SOHO II, welches dann auch gleich mitgebaut wurde, reicht heute ungefähr bis dorthin, wo der helle Grünstreifen beginnt; Aufnahme: August 2009.
Gerade noch hatte ich es geschafft – am nächsten Tag war das Haus schon fast verschwunden… Wissen Sie, welche Firma es beherbergte? In meiner Erinnerung ist sie dort jahrzehntelange gestanden, die Autowerkstätte des Oskar Unger. Im Hintergrund links wächst gerade der Bauteil 1 der neuen „Fiegl & Spielberger“-Zentrale in den Himmel…; Aufnahme: August 2013.
Das ehemalige Areal der Paulus-Kirche mit dem rückwärtig gelegenen Kindergarten; beide Aufnahmen: Oktober 2012.
… der Kindergartenbau mit dem Eingangsbereich (Bildmitte), dahinter befindet sich jener Teil dieses Gebäudeensembles mit dem Café „Paulus“ und der darüberliegenden Pfarrbibliothek.

Als auf dem Campagne-Areal am Langen Weg noch der Zirkus gastierte …; Aufnahme: September 2014.

Blick vom Radweg aus auf das Hauptzelt.

Reichenauerstraße 38 – der Abriss hat soeben begonnen; Aufnahme: Jänner 2015.

Soeben beginnen die Bauarbeiten am Wohnquartier „Wohnen am Park“ an der Andechsstraße; Aufnahme: November 2018.

Der „Pradler Saggen“ vor Beginn der großen Abbrucharbeiten: Blick von der Kreuzung Andechsstraße/Reichenauer Straße aus auf den westlichen Zugang (die ersten drei Fotos) sowie auf den zum Teil bereits abgerissenen Gebäudetrakt Pradler Saggen 1-7 und 9-15; Aufnahmen: Dezember 2015 und Oktober 2016.
Die Tennisanlagen an der Radetzkystraße: Gerade wird das ehemalige Vereinshaus mit dem Cafè abgerissen; Aufnahme: April 2018.
Vom selben Standpunkt aus geht ein letzter Blick in Richtung Osten zum Beachvolleyballplatz. Im Hintergrund wird der Zubau (mit darin untergebrachter „Burger King“-Filiale) bei der Fiegl & Spielberger-Zentrale errichtet; Aufnahme: April 2018.
Der Kreuzungsbereich Langer Weg/Reichenauerstraße/Rossaugasse ist einer der größten in Innsbruck. Auf dieser Aufnahme ist die ehemalige Filiale des Autohauses Linser zu sehen, von den hier bald beginnenden Arbeiten für die neue Straßenbahnlinie ins Olympische Dorf ist noch nichts zu bemerken; Aufnahme: Mai 2016.
Der Beginn des Fuß- und Radweges neben der Grenobler Brücke in Richtung Olympisches Dorf. Der Großteil davon musste für die neue Straßenbahnbrücke weichen; Aufnahme: Oktober 2016.
Blick auf die Straßenbiegung und in weiterer Folge zur Einfahrt in die Schützenstraße. Die ersten Baumaßnahmen für die neue Straßenbahn haben bereits stattgefunden; Aufnahme: Oktober 2016.
Ein anderer Blick auf die oben genannte Straßenbiegung. In der Bildmitte befindet sich heute der neue Kindergarten an der Schützenstraße; Aufnahme: Oktober 2016.
Die ehemalige Lodenfabrik in der General-Eccher-Straße mit Gaswerk und Sillzwickel im Hintergrund; Aufnahme: August 2001.
Blick auf die Überreste der Tennis-Anlage in der Radetzkystraße – im Hintergrund sind bereits die Bagger aufgefahren. Ab 2020 sollen hier in einer ersten Baustufe 300 Wohnungen entstehen; Aufnahme: März 2018.
Kreuzungsbereich Reichenauerstraße-Radetzkystraße mit Blick in die General-Eccher-Straße und auf das Gelände der Eugen-Kaserne, das bis an den Kreuzungsbereich reicht. Ein „O 3“ kann man sich noch gar nicht vorstellen; Aufnahme: März 2000.
Die ehemalige Wasenmeisterei – General-Eccher-Straße 1. Diese Ansicht zeigt noch den ursprünglich ländlichen und etwas verlassen wirkenden Charakter der Reichenau auf, wie sie sich bis in die 1950er Jahren präsentierte; Aufnahme: März 2000.
In diesem Gebäude in der Bienerstraße befand sich eine Großhandelsfirma für Feuerwerkskörper; Aufnahme: Mai 1997.

Das östliche Ende der Gumppstraße vor der Verlängerung. Eine Gärtnerei und einige Holzschuppen prägten jahrelang das Bild. Der Baukran steht an der Baustelle für den Neubau Andechsstraße (Rundbau Andechsstraße 65); Aufnahme: Mai 1992.
Der ehemalige „Textilhof“ an der Kreuzung Andechsstraße/Gumppstraße; Aufnahme: Februar 1993.
Blick auf das Areal der Eugen-Kaserne an der Ecke Reichenauerstraße/General Eccher-Straße. Anstelle des großen Areals wurden die einzelnen Würfelbauten des Ende 2011 fertiggestellten dritten olympischen Dorfes „O3“ errichtet; Aufnahme: August 2001.
Blick auf die Kreuzung Andechsstraße – Langer Weg im November 1992: Die Vorstellung, dass fast 30 Jahre später an dieser Stelle Wohnbauten stehen werden, ist zu dieser Zeit noch schier unmöglich. Links im Hintergrund der nördliche Wohntrakt des Wohnheims Pradl – ebenfalls schon Geschichte….

Höttinger Au

Blick vom Speckweg auf die Höttinger Au – welch ein interessanter Anblick! Das ehemalige Auto Linser-Areal wurde regelrecht geschluckt vom wuchtigen Neubau des 5. Gymnasiums „In der Au“. Rechts ist noch ein Gebäuderest (mit Giebeldach) der ehemaligen Obst- und Früchte-Importgesellschaft zu sehen. Die Straßenbahnlinie 3 fährt noch nicht bis in die Höttinger Au (dies macht sie erst drei Jahre später), somit befindet sich auch der dortige Straßenzug noch in seinem damaligen Originalzustand; Aufnahme: Dezember 2009.
Da war ich leider ein paar Tage zu spät dran – den Originalzustand konnte ich nicht mehr mit meiner Kamera einfangen. Der ehemalige Gasthof Prugger mit dem Nebengebäude fiel im März 2019 der Spitzhacke zum Opfer. Ziemlich genau zwei Jahre später wird der Neubau fast fertig sein…
Man kann die Größe des Grundstückes und den damit verbundenen neu geschaffenen Wohnraum schon erahnen…; Aufnahme: März 2019.
Noch einmal ein Blick auf das Ensemble mit dem ehemaligen Gasthof Tengler in der Bildmitte. Wie lange wird wohl dieser Häuserzeile noch bestehen? Aufnahme: Jänner 2015.
Höttinger Au 14 kurz vor Beginn der Abbrucharbeiten; Aufnahme: August 2011.
Der Blick von etwas weiter links – heute steht dort ein fünfstöckiges Hochhaus, welches sich „wunderbar“ in die Reihe der links weiterführenden Neubauten einfügt.
Der Straßenzug Höttinger Au mit Blick auf die Hausnummer 44 – die Straßenbahnlinie 3 fährt schon seit fast zwei Jahren hier vorbei; Aufnahme: September 2014.
Hätten Sie es noch gewusst? Wir stehen vor dem Haus Fürstenweg 51., links ist die Einfahrt zur Tankstelle im Innenhof zu sehen. Unglaublich, aber dennoch wahr: auf alten Aufnahmen aus den 1930er Jahren stand das Haus noch ganz allein mitten im Grünen. Heute ist der komplette Fürstenweg zugebaut; Aufnahme: Jänner 2015.
Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist tengler_3.jpg.
Der (nicht mehr existente) Gasthof Tengler mit der ehemals beliebten Kegelbahn und dem Blick auf das Stöcklgebäude mit Gstgarten, welches um 2016/2017 einem Neubau weichen musste; Aufnahme: August 2015.
Die Villa Fischnalerstraße 8 an der Kreuzung mit der Santifallerstraße ein Jahr vor ihrem Abriß – an dieser Stelle stand sie seit den 1930er Jahren, damals noch umrahmt von Wiesen und Feldern; Aufnahme: September 2014.

Pradl

Die Ruhe vor dem Sturm: Noch steht das Flachbau-Ensemble an der Kreuzung Amraser Straße / Pradler Straße, welches die Firmen „Matratzen Concord“ und (dahinter) Swarovski (wahrscheinlich eine ehemalige kleine Produktionsstätte, die aber schon etliche Jahre an diesem Standort stillgelegt worden war) beherbergte; alle Aufnahmen: Juli 2020.
Kaum zu glauben, aber dennoch Realität in Innsbruck seit Beginn der 2000er Jahre: Ganze Häuserblöcke verschwinden einfach! Was zuvor noch schier undenkbar schien, ist jetzt ganz und gar möglich. Als fotografierender Stadtchronist muss ich da schon manchmal sehr schnell sein! – Hier steht das markante Eckhaus am südlichen Ende der Pradler Straße noch, im Februar 2021 war es bereits gänzlich abgerissen.
„Markant“ war dieser Block aus meiner Sicht deshalb, weil die Straßenbahn Linie 3 – von Amras kommend – an dieser Stelle rechts abbog in Richtung Pradl und in weiterer Folge zum Bahnhof. Für mich, der Mitte der 1990er Jahre in Amras wohnte, begann gefühlt ab dieser Stelle der Fahrt Pradl und quasi die City, was sich an der Anzahl der zusteigenden Fahrgäste deutlich bemerkbar machte.
Ein letzter Blick …
Wieder einmal eine etwas ältere Aufnahme – hätten Sie es noch erkannt? Gerade beginnen die Abbrucharbeiten am „Obst Huber“ am Beginn der Amraser Straße. Heutzutage wirkt diese Ecke ein wenig drückend – schließlich befindet sich dort der wuchtige PEMA2-Turm mit der Stadtbibliothek; Aufnahme: Mitte der 1990er Jahre.
Das ehemalige Caritas-Integrationshaus am Ende der südlichen Gumppstraße. Obwohl das Gebäude kurz darauf abgerissen wurde, liegt das gesamte Gelände bis heute (Jänner 2021) brach; Aufnahme: April 2016.
Wer zu Fuß zur Olympiahalle unterwegs war und die „Schleichwege“ durch Pradl kannte, kam zwangsläufig an der Kreuzung Roseggerstraße/Pacherstraße vorbei. Der abgebildete Block Roseggerstraße 25-27 wurde 2015 abgerissen; Aufnahme: September 2014.
Der Wegweiser müsste eigentlich noch jedem vertraut sein…
Der nördliche der beiden Premstraßen-Blöcke (der mit den geraden Hausnummern) zu Beginn der Abbrucharbeiten. Diese Häuser wurden 1939 erbaut und knapp 75 Jahre später wieder abgerissen; Aufnahmen: Jänner 2013.
Der nördliche Block hatte im Gegensatz zu seinem südlichen Zwillingsbruder den Nachteil, dass die beiden Schlafzimmer straßenseitig gelegen waren. In den Innenhof blickte man aus der Küche bzw. dem Balkon, der in den meisten Fällen verbaut wurde und als Badezimmer Verwendung fand (allen diesen Wohnungen verfügten nämlich über kein eigenes Badezimmer – eine rasche Körperwäsche war nur in der Küche möglich, das „Bad“ konnte man sich ein Mal in der Woche in der Waschküche im Keller leisten). Auf dieser Aufnahme fehlt bereits der kurze Block um die Ecke… (siehe nächstes Foto).
Blick von der Burgenlandstraße auf das Haus Schullernstraße 9. Ein ursprünglich markantes Zeichen aller dieser Blöcke in der Premstraße waren die grünen Fensterläden. Interessantes Detail für jene, die genau hinschauen: 65 Jahre nach Kriegsende waren immer noch die Luftschutzpfeile an den Hauswänden aufgemalt; Aufnahme: April 2011.

Die Sillschlucht vor dem Beginn der massiven Umbauten – das überschiessende Grün neben der Autobahn existiert nicht mehr; beide Aufnahmen: Juli 2016.
Blick zur Unterführung der Brennerbahn- im Vordergrund das Straßenbahngleis der „Igler“.
Amthorstraße 8 vor dem Umbau mit Aufstockung; Aufnahme: September 2013.
Die Villa Koflerstraße 8 an der Ecke Mittererstraße im östlichen Pradl, einige Monate vor dem Abriß; Aufnahme: Oktober 2016.
Das ehemalige Hotel-Restaurant „Bistro“ an der Pradler Brücke einige Wochen vor dem Abriß. In diesem Gebäude befand sich seit 1904 ununterbrochen ein Gasthaus, welches sich zuerst „Brückenwirt“ und später „Brücke“ nannte.
Das ehemalige Hotel-Gasthaus „Altpradl“ an der Pradler Straße zwei Wochen vor Beginn der großen Umbauarbeiten; Aufnahme: September 2019.
Die Rückseite des „Altpradl“, an welcher mit den Arbeiten begonnen wurde – der unpassende erkerähnliche Anbau wurde dabei geschliffen; Aufnahme: September 2019.
Pradlerstraße 11 – vor Jahrzehnten befand sich in diesem Gebäude das Sportgeschäft „Kiefer“; Aufnahme: Juni 2019.
Kranewitterstraße 16 – kurz vor dem Abbruch; Aufnahme: August 2019.
Das kleine Häuschen Amraser Straße 59 kurz vor dem Abbruch – links befindet sich (noch immer) das Cafè Peintner; Aufnahme:  März 1995.
Eine der beiden Baracken am östlichen Ende der Amthorstraße kurz vor dem Abriss; Aufnahme: Februar 1988.
Der ehemalige Gasthof „Tivoli“ am Sillufer; Aufnahme: Mai 1992.
Das ehemalige Gasthaus „Stadion“ an der Kreuzung Burgenlandstraße/Anton Eder-Straße, vor allem in den 1970er Jahren beliebter Treffpunkt nach Spielen des FC Wacker im alten Tivoli-Stadion. Das Foto zeigt das damals schon länger leerstehende Gebäude kurz vor dem Abriss; Aufnahme: November 2006.
Blick auf die Kreuzung mit dem damals neuen Kreisverkehr: Das Gasthaus „Stadion“ in der Bildmitte fügte sich harmonisch in das restliche Bild ein.
Auf besonderen Wunsch meines Cousins Rene: Blick in die Premstraße Richtung Westen – das Domizil meiner Großeltern für fast 60 Jahre. Laut den Erzählungen meines Vaters hatte sich an diesem Blick seit dem Erstbezug 1940 so gut wie nichts verändert. Erst Mitte der 1960er Jahre wurde die Straße asphaltiert, mit dem aufkommenden Wohlstand konnten es sich die Mieter leisten, die Balkone zu verglasen. Viele haben sich dann später dort das Bad einbauen lassen – die Wohnungen besaßen in der Grundausstattung nämlich kein eigenes Badezimmer; Aufnahme April 2010.
Die Hofseite beherbergte eine langgestreckte Wiese mit den obligatorischen Wäschestangen und eine Handvoll Schrebergartenhäuschen…
Das Aussenlager der Kohlenhandlung Geiger befand sich am Ende des Furterzaunweges – links ist der östliche Zugang zum Rapoldipark zu sehen mit einem Schotterbelag als Radweg; Aufnahme August 1993.
Zwischen Sill und dem kleinen Sportplatz neben dem Haus Pradler Platz 7a befand sich das Aussenlager der Kohlenhandlung Geiger und eine kleine Boccia-Anlage.
Johann Strauß-Straße (westlich des Pradler Friedhofes) – kurz vor dem Abriß im Oktober 2018.
Ecke Hunoldstraße – Hörmannstraße: Blick auf den großen „Knollerstraßen-Block“ von Westen aus. Die Hausfront rechts von der Bildmitte scheint „abgeschnitten“ zu sein und ist aus zweierlei Hinsicht interessant: erstens gibt es solche Frontseiten ohne Fenster kaum in Innsbruck und zweitens zeigt die aufgemalte Werbung ein Logo der „Adambräu“-Brauerei, die es schon seit vielen Jahren nicht mehr gibt; Aufnahme: Frühjahr 2018.
Burgenlandstraße 5 (an der Kreuzung mit der Amraser Straße) – im Jahre 2000.