Innsbruck im Bombenkrieg

Das Haus Kärntner Straße 56 und 58 kurz vor dem endgültigen Abbruch im März 2021 mit Innenaufnahmen des damaligen Luftschutzkellers, der sich bis zuletzt unverändert präsentierte:

Die Hausnummer 56 ist die zweite Haustüre von links aus gesehen.
Die Eingangstüre in den Luftschutzkeller besteht nach wie vor.
Der ehemalige Luftschutzkeller mit dem kleinen Fenster zur Straße hinaus. Die Decken waren massiv, was gemeinsam mit der Raumhöhe und der Kleinheit des Raumes mit Sicherheit zu einer beengten Atmosphäre während eines Fliegeralarms geführt hat.
Bei diesem abgegrenzten Teil dürfte es sich vermutlich um eine Art Toilette handeln. Jedenfalls wurde diese Mauerwand nicht nachträglich eingebaut.
Der Hinweis „Durchbruch zum Nachbarhaus“ fehlt genauso wenig wie in den anderen Kellern im Pradler Saggen (siehe weiter unten).

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Ein schönes, weil typisches Beispiel für einen Wiederaufbau: Der total zerstörte Mittelteil in der Sonnenburgstraße 20-22  bekam ein ganz anderes Aussehen. Dieser Neubau gehörte zum östlichen Flügel des ehemaligen Bundesbahnwohngebäudes am Südring, welches im Herbst 2020 abgerissenen wurde.

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Ich habe noch folgende interessante Aufnahmen in meiner Sammlung gefunden, aufgenommen im Keller des Hauses Oswald-Redlich-Straße 1, welches ebenso zum Pradler Saggen gehört:

Oswald-Redlich-Straße
Oswald-Redlich-Straße

Kärntner Straße 52 – durch den beginnenden Abbruch kommt so manches Verborgenes ans Tageslicht, wie hier im Keller die Maueraufschrift „Durchbruch zum Nachbarhaus“. Ein ehemaliger Wegweiser für jene Personen, die in diesem LS-Keller verschüttet worden und nicht mehr über den üblichen Kellerausgang ins Freie gelangt wären, was im Nachbarhaus hoffentlich möglich gewesen wäre.

An derselben Hausnummer lässt sich weitere folgende interessante Beobachtung feststellen: Während das linke Kellerfenster ein „normales“ Aussehen hat, ist das rechte zugemauert und besitzt nur ein Ableitungsrohr mit einer Schlitzvorrichtung. Ich vermute, dass es sich dabei um ein Belüftungsrohr für den LS-Keller handelt.

Dasselbe Rohr aus der Nähe betrachtet – die Details sind sehr deutlich zu erkennen.

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Ich habe folgende Bodenauffälligkeit oberhalb des Poltenhofes am Lanser Kopf entdeckt, von der ich vermute, dass es sich – schon alleine der Form wegen – um einen Bombenkrater handelt vom 2. Angriff am 19. Dezember 1943:

Deutlich ist der V-Einschnitt – wie bei Bombenkratern üblich – zu erkennen.

Aus der Nähe betrachtet fällt auf, dass diese Bodenvertiefung zum restlichen Gelände eher sehr ungewöhnlich ausfällt. Bemerkenswert ist weiters, dass gegenüber dieser Senke eine weitere, etwas kleinere (vielleicht auch durch Erosionen sich veränderter) befindet.

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Filmaufnahmen nach einem Bombenangriff auf Innsbruck (Link zu Vimeo, eingestellt von „Altneuland“)

In diesem Kurzvideo (2:07 Minuten) sieht man zuerst private Urlaubsaufnahmen eines Wehrmachtsoldaten in der Innsbrucker Innenstadt und anschließend einige zerstörte Gebäude. Zum besseren Verständnis werden nachstehend die Objekte angeführt:

0:01 Salurner Straße / 0:03 Maria-Theresien-Straße mit Annasäule / 0:12 Meraner Straße in Richtung Bozner Platz / 0:16 Museumstraße / 0:20 Marktgraben mit Ladenvorbauten und Ursulinenkloster / 0:24 Eingang in die Altstadt / 0:28 Claudiastraße / 0:45 zerstörte Arkaden am Westfriedhof / 0:49 Ruine Bozner Platz 7 (Apotheke) / 0:55 Meraner Straße mit (links) Cafe Weiß und Hotel Kreid sowie (rechts) der zerstörten Landeshypothekenanstalt (Hypobank) / 1:00 Maria-Theresien-Straße 51-57 (zerstörte Riccabona-Häuser) mit Triumphpforte / 1:06 zerstörter Hauptbahnhof / 1:13 unbekannte Ruine / 1:16 Wilhelm-Greil-Straße mit (rechts) der Rückseite Bozner Platz 7 und dahinter dem zerstörten Cafe Weiß und anschließendem Kameraschwenk zum Gauhaus (heute: Landhaus) mit einer NS-Totenfeier / 1:35 Verabschiedung der Bombenopfer am Höttinger Friedhof / 1:49 unbekannte Ruine (vermutlich in Hötting)

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Aufstellung der beteiligten Bombergruppen je Angriff

Aus dieser Aufstellung ist ersichtlich, welches Bombergeschwader wie oft und bei welchem Angriff eingesetzt worden ist. Das 464. Bombergeschwader hatte sich am 25.11.1944 dem 304. Bomb Wing nur für diesen Angriff angeschlossen, gehörte aber weiterhin dem 55. Bomb Wing an.

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Ich habe kürzlich die Lebenserinnerungen eines weiteren Innsbrucker Zeitzeugen erhalten, die ich an dieser Stelle veröffentlichen darf. Herr E. B., geboren 1933, aufgewachsen in der Innenstadt, Universitätsstraße, berichtet:

„Immer wenn es Fliegeralarm gab, waren wir angewiesen, einen Stollen über dem Inn bei St. Nikolaus aufzusuchen und dort bis zur Entwarnung auszuharren. Das passierte aber meiner Erinnerung nach nicht allzu oft. Am Mittwoch, dem 15.12.1943 freilich war es plötzlich anders. Es war ein wolkenloser Tag mit klarem, blauem Himmel. Wir saßen gerade beim Mittagessen in unserer Wohnküche, meine Mutter, wir drei Buben und Papas Schwester Tante Burgi, die für einige Tage auf Besuch gekommen war.  Ob wir die Sirenen nicht gehört oder missachtet haben, weiß ich nicht. Auf einmal jedenfalls vernahmen wir und sahen vom Küchenfenster aus silbrig-glänzende Flugzeuge über uns und gleichzeitig krachte es: Der erste Luftangriff auf Innsbruck. In Panik stürzten wir aus dem Haus. Der uns zugeteilte Luftschutzkeller war im gegenüberliegenden Gebäude der Alten Universität gewesen, Universitätsstraße 4a. Aber bevor wir dieses Haus erreichten, stürzte ein Teil davon in sich zusammen. Im Wissen, dass die Jesuitenkirche eine sehr stabile Krypta hat, wies unsere Mutter uns dorthin. Also rannten wir durch den Durchgang rechts neben dieser Kirche und ihrer Außenwand entlang in Richtung Seiteneingang vorne. Wir drei Buben waren bereits im Kirchenvorraum, von dem die Stiege hinunter in die Krypta führt, meine Mutter und die Tante Burgi direkt an der Tür, da fehlt mir plötzlich die Erinnerung. In diesem Augenblick haben nämlich eine oder mehrere Bomben in die Kirche eingeschlagen, ein Großteil des Kirchenschiffes stürzte ein und auch vom Vorraum teilweise die Decke. Zu mir gekommen bin ich wieder, auf einer hölzernen Wandbank liegend, in der Eingangshalle des nahen Grauer-Bär-Hotels, der Kirche direkt und unserer Wohnung schräg gegenüber.

Was war geschehen? Herabstürzende Mauerteile hatten mich getroffen und umgeworfen, ich war bewusstlos, wie lange weiß ich nicht. Angeblich sind Soldaten der Deutschen Wehrmacht gleich einmal gekommen und haben mich und meine Brüder hinüber ins Hotel getragen. Meine Mutter und die Tante Burgi waren unverletzt geblieben, mein Bruder Walter hatte eine sehr schmerzhafte Oberarmverletzung, die man später als einen Bruch des Oberarmknochens diagnostizierte, und mein Bruder Josef hat nur einen tiefen Kratzer über seine Wange abbekommen. In der von uns nicht mehr erreichten Krypta der Jesuitenkirche waren einige Menschen unverletzt, die Messnerin aber konnte knapp zwei Meter neben unserer Unglücksstelle direkt unter der Sakristeitür nur mehr tot geborgen werden.

Außer ihr hat es offensichtlich mich besonders stark erwischt. Mein schlechter Zustand und ein massiv blutiger Harnabgang wiesen auf schwere innere Verletzungen hin. Mir wurde vom Sanitäter eine Infusion angehängt, der spätere Domprobst Heinz Huber kam und verabreichte mir die Krankenölung und sobald es ging, wurde ich mit einem Militärauto an die Kinderklinik gebracht. Wir fuhren durch die Universitätsstraße, den sog. Franziskanerbogen und den Burggraben und ich erinnere mich genau, dass ich dabei sehen konnte, wie das „Unterbergerhaus“, das Eckhaus Burggraben – Museumstraße, in sich zusammenfiel. Ob es zuvor schon so beschädigt war oder ob zu diesem Zeitpunkt immer noch Bomben fielen, weiß ich nicht. An der Klinik wurde eine schwere Nierenquetschung bei mir festgestellt, klinisch auf der linken Seite. Ob diese Diagnose mittels einer Röntgenuntersuchung bestätigt oder nur aufgrund der anhaltenden starken Hämaturie gestellt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich wurde in einen Kellerraum gebracht und bekam dort eine Blutkonserve nach der anderen. Während alle anderen kranken Kinder nur vorübergehend bei Fliegeralarm im Keller waren, blieb ich dauernd dort, offensichtlich war mein Zustand für den wiederholten Auf- und Abtransport zu schlecht. Besuch von meiner Mutter bekam ich nie, wahrscheinlich durfte sie nicht kommen. Ich erfuhr aber, dass mein Bruder Walter wegen seiner Oberarmfraktur an der „Alten Chirurgie“ aufgenommen war. Nach drei Tagen sagte man mir dann, dass wegen der anhaltenden Blutung für den kommenden Montag die Entfernung meiner linken Niere auf das Operationsprogramm gesetzt worden sei.

Doch dazu kam es nicht. Am Sonntag, den 19.12.1943 erfolgte der zweite Luftangriff (vier Tage nach dem ersten) auf Innsbruck. Es krachte ungeheuerlich. Diesmal wurden auch mehrere Klinikgebäude getroffen. Ich lag im Keller der Kinderklinik und wusste weder was mit Walter war noch mit der Mama und dem Pepi. Man beschloss, die Klinik unverzüglich, also bereits am nächsten Tag, z.T. nach Natters und z.T. nach Seefeld zu verlegen. Meine Operation musste deshalb aufgeschoben werden. Da nahm mich, weil ich inzwischen kreislaufstabil geworden war, unsere Mutter aus der Klinik (mein Bruder war bereits entlassen), organisierte einen Fiaker, den Stiefvater von Rosi L., der uns nach Hall kutschierte (weil vom teilzerstörten Innsbrucker Bahnhof keine Züge abgefahren sind) und von dort ging es mit der Eisenbahn nach Salzburg und irgendwie dann weiter bis Michaelbeuern zu den Großeltern. Einige Zeit noch an das Bett gefesselt, ging die Hämaturie immer mehr zurück und hörte schließlich von selbst auf. Der zweite Bombenangriff auf Innsbruck war also ein Glück für mich; sonst hätte ich nur noch eine Niere.“

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Als Ergänzung zu meinem Buch habe ich noch folgenden LS-Pfeil an der Ostseite des Canisianums (Karl Schönherr-Straße) entdeckt.

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Am 12. Dezember 2018 erscheint mein Buch über die Luftangriffe auf Innsbruck im 2. Weltkrieg. Darin werden alle 22 Angriffe chronologisch angeführt, mit zahlreichen Details, auch zu den  Schwerpunkten der Zerstörung sowie Zeitzeugenberichten zu jedem Angriff. Eine Besonderheit stellt die Darstellung der zivilen Schutzmaßnahmen für Innsbruck dar, die es derart gebündelt in dieser Form noch in keiner Veröffentlichung zu finden gab. Abgerundet wird diese Dokumentation mit einem besonderen Bildteil: Rund 40 Aufnahmen von Bombenruinen werden präsentiert, dazu eine jeweilige Vorkriegs- und Gegenwartsaufnahme. Ebenso werden noch einige Spuren des Luftkrieges im heutigen Stadtbild gezeigt.

Rückblick August

Der Monat August im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

15.-16.8.1931: In Innsbruck wird der 5. Reichsjugendtag des Bundes der Kaufmannsjugend im Deutschen Handlungsgehilfenverband (DHV) abgehalten. Rund 8.000 deutsche sowie 1.000 österreichische Jugendliche nehmen daran teil. Das deutschnationale Gedankengut war zu dieser Zeit bereits sehr stark verankert, was in der sprachlichen Berichterstattung (z. B. beim Rückblick in den „Innsbrucker Nachrichen“ vom 19.8., Seite 7: „… zu arbeiten gegen die Qual der deutschen Zerrissenheit.“ oder: „… kamen nach Innsbruck, alle diszipliniert, Lieder singend, im Marschschritt durch die Gassen Innsbruck einrückend. Eigens kamen sie nach Innsbruck, warum? – Weil es die südlichste deutsche Grenzstadt ist.“ http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19310819&query=%225.+Reichsjugendtag%22&ref=anno-search&seite=7) oder auch in der Organisation deutlich wurde: Vaterländische Kundgebung beim Begrüßungsabend, abends gemeinsamer Fackelzug mit mehreren Musikkapellen in Richtung Bergisel (http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19310817&seite=3&zoom=33)

Es lohnt sich jedenfalls ein Blick auf das Programm: Nach der Ankunft am Samstag Vormittag fand bereits am Nachmittag eine Scheinfirmenmesse in der Aussstellungshalle (heute: Messehalle) statt, bei welcher jede Ortsgruppe des DHV eine Scheinfirma führte (während eines ganzen Jahres) und ihre angebotenen Waren auch tatsächlich präsentieren mussten. Am Sonntag nach dem gemeinsamen Festgottesdienst startete um 11 Uhr der „Andreas-Hofer-Staffellauf“ vom Bergisel nach der Hofburg, nachmittags gab es ein großes Volksfest auf der Ferrariwiese, bei dem die Teilnehmer eigens arrangierte künstlerische Darbietungen zum besten gaben. Am Montag marschierten dann alle Gruppen in ihre zugewiesenen Berglager ab, um schlussendlich am Mittwoch wieder in ihre Heimatstädte zurückzufahren.

Anlass zur Sorge gab eine Zeitungsmeldung in den „Innsbrucker Nachrichten“ vom 20.8. auf Seite 6, wonach sich einige Jugendgruppen nach der Bergtour im Valsertal nicht in ihren Unterkünften zurückgekehrt sind. Da der Abstieg erst gegen 19 Uhr angetreten worden war, ging man davon aus, dass sie in einer Alm übernachtet oder im Freien biwakiert hatten.

Wo wurden diese Tausende von Jugendlichen in Innsbruck untergebracht und wie wurden sie verköstigt? Der nachfolgend abgebildete Plan gibt darüber Auskunft:

Als Unterkünfte waren die meisten Schulen vorgesehen, an Verpflegungsstätten kamen in Frage: Bürgerbräu (Nr. 4 b), IWA-Küche (Nr. 12 a), Gasthaus Hellenstainer und Hotel Goldener Greif (Nr. 6 a, 6 b und 9 a), Volksküche (Nr. 3), Gasthaus Wilder Mann (Nr. 9 b), Gasthof Sprenger (Nr. 4 a), Hotel Grauer Bär (Nr. 2), Gasthaus Bierwastl (Nr. 1 und 12 b), Bahnhofsgastwirtschaft (Nr. 11), Gasthaus Hofmann (Nr. 13), Hotel Maria Theresia (Nr. 10), Gasthaus Breinössl (Nr. 5 und 8), Ferrari-Hof (Nr. 7). – – – Interessantes Detail am Rande: Bis auf den Grauen Bär existiert heute keine einzige dieser Einrichtungen mehr!

Die „Südtiroler Siedlungen“ im Saggen

Ich lade Sie auf eine Fotoreise zu den ehemaligen Schauplätzen ein: Wo wurden diese Häuser erbaut? Was ist heute davon noch erhalten geblieben? Welche interessanten architektonischen Details fallen auf? Ab wann wurde damit begonnen, diese zu schleifen bzw. umzubauen (Aufstockungen bzw. Wärmeisolierungen)? Wie schauen die heutigen Neubauten aus?

TEIL II: Die einzelnen SIEDLUNGSGEBIETE

[Quellenverzeichnis: Klaus Lugger, Wohnbau sozial, Innsbruck 1993 / Helmut Alexander, Heimatlos – Die Umsiedlung der Südtiroler, Wien 1993 / Stadtplan-Ausschnitte aus einem Stadtplan von 1986]

Im folgenden werden die einzelnen Bauabschnitte dargestellt, zwecks der besseren Übersichtlichkeit gereiht nach Baulosen. Im Anschluss daran werden die einzelnen Baulose näher betrachtet: Stadtplan-Ausschnitte kennzeichnen die Lage der Wohnbauten, Fotos dokumentieren den Bestand und in einer beigefügten Aufstellung werden relevante Daten erfasst (z. B. Bezugsjahr, Bauträger, Bombentreffer, Umbauten an den Gebäuden wie Aufstockung oder Wärmeisolierung, Abriss, Neubau).

  1. Baulos 11: Bereich Sebastian-Scheel-Straße – Erzherzog-Eugen-Straße

S T A D T T E I L   S A G G E N

 

Baulos 11: Bereich Sebastian-Scheel-Straße – Erzherzog-Eugen-Straße

Per Mausklick geht es zu der Aufstellung der einzelnen Hausnummern mit Anmerkungen:

Baulos 11

 


Höttinger Au

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist tengler_3.jpg.
Der (nicht mehr existente) Gasthof Tengler mit der ehemals beliebten Kegelbahn und dem Blick auf das Stöcklgebäude mit Gstgarten, welches um 2016/2017 einem Neubau weichen musste; Aufnahme: August 2015.
Die Villa Fischnalerstraße 8 an der Kreuzung mit der Santifallerstraße ein Jahr vor ihrem Abriß – an dieser Stelle stand sie seit den 1930er Jahren, damals noch umrahmt von Wiesen und Feldern; Aufnahme: September 2014.

Innere Stadt

Der Spatenstich für den Neubau des Hauptbahnhofes erfolgte 2001, seine Eröffnung drei Jahre später, also gefühlt noch nicht allzu lange her. Und trotzdem kann man sich an den alten Hauptbahnhof, der sozusagen aus dem Bombenschutt wiederauferstanden ist, kaum mehr erinnern. Was aber mit Sicherheit in Erinnerung bleibt, ist die große Bahnhofsuhr an der Glasfront und die Laubengänge links und rechts des Haupteinganges.

Das Uhrturmgebäude hat fast unbeschadet den Bombenkrieg überlebt und – wie zum Trotz – auch den Abriss des alten Hauptbahnhofes. Können Sie sich noch erinnern? Unmittelbar vor dem Bahnhofsgebäude auf dessen gesamter Länge konnte man auf Parkplatzsuche gehen. Und hatte man dann vielleicht einen solchen gefunden, donnerten hinter einem die Autobusse vorbei und vor einem der Individualverkehr in Richtung stadtauswärts.

Noch so ein schönes „Ach, ja“-Erlebnis: Der Lohner-Triebwagen auf der Straßenbahnlinie 3 mit dem blauen „Schaffnerlos“-Klebestreifen, links ein IVB-Dieselbus, der meiner Erinnerung nach nur auf den Überlandlinien D, E und S eingesetzt wurde und im Hintergrund der berühmte „Radl-Turm“ sowie rechts der Autobusbahnhof mit der Wartehalle im Erdgeschoß. Genau im Eck der beiden Gebäude (durch den Radturm verdeckt) befand sich die Gepäcksaufbewahrung; alle Aufnahmen: Frühjahr 1995.

Für die 2000er-Generation ein ungewohnter Ausblick aus der Angerzellgasse heraus…

Die ehemaligen Stadtsäle: Treffpunkt zahlreicher Veranstaltungen – kultig waren jedenfalls die Faschingsdienstag-Bälle; beide Aufnahmen: November 2010.

Obwohl es dieses Mal um keine Gebäude geht, möchte ich gerne zwei Aufnahmen aus der autoarmen Corona-Zeit präsentieren. Einmal die Kreuzung Amraser Straße / Rhomberg-Passage …

… sowie die Salurner Straße an einem ganz normalen Wochentag um 17.15 Uhr, also eigentlich „beste“ Büroschlussuhrzeit. Jetzt, im Juni schon wieder nicht mehr vorstellbar; beide Aufnahmen: März 2020.

Der Innenhof des Rathauses – noch geht der Blick  ungehindert in den blauen Himmel… Links an der Hausecke befand sich eine Tabaktrafik, rechts vorne parkten die Dienstautos der obersten städtischen Führungsebene. Die Bauarbeiten für die Rathaus-Galerien Büros des Stadtmagistrates sind bereits im Gange; Aufnahme: September 2000.
Blick in die Erlerstraße: auf der linken unteren Straßenseite befand sich viele Jahre lang das sehr bekannte Schallplattengeschäft „Margit“, rechts vorne unterhalb des P(arkgarage)-Schildes der Durchgang zum Sparkassenplatz; Aufnahme: Oktober 2001.
Die Einfahrt in die ehemalige Sparkassen-Tiefgarage und der Blick auf den Sparkassenplatz vor dem großen Umbau; Aufnahme: Oktober 2001.
Blick in die Sillgasse mit dem dortigen Gymnasium, welches mit dem Beginn des Schuljahres 1910/11 seine Geburtsstunde erlebte. Im ehemaligen Pfeiffersberg-Palais (Bildmitte) war jedoch bereits seit 1896 eine Schule untergebracht und zwar eine reine Mädchen-Volksschule. Der notwendig gewordene Erweiterungsbau wurde in den Jahren 1974-77 durchgeführt; Aufnahme: November 2018.
Die erstmalige Ankündigung des Städtischen Mädchen-Realgymnasiums in der Sillgasse in den „Innsbrucker Nachrichten“ vom 2. 9. 1910 (Seite 11).
Blick auf den südlichen Erweiterungsbau mit dem Haupteingang; Aufnahme: November 2018.
Das ursprüngliche Schulgebäude (Pfeiffersberg-Palais) mit dem westlichen Neubautrakt; Aufnahme: November 2018.
Eingangsportal der ehemaligen Stadtsäle. Das erste, ursprüngliche Stadtsaalgebäude wurde 1944 von Bombeneinschlägen schwer getroffen und erhielt mit dem Wiederaufbau diese Ummantelung. Beginn der Abbrucharbeiten ab September 2015; Aufnahme: November 2010.
Blick auf das „Stadtcafè“ auf der NW-Seite der Stadtsäle; Aufnahme: November 2010.
Der Haupteingang in die BTV (mit Stiegenaufgang) und die bescheidene Einfahrt in den Innenhof – darüber ist ein Teil des Sgraffitos zu sehen; Aufnahme: Mai 2002.
Der Nebeneingang in der Gilmstraße wurde für BTV-Mitarbeiter*innen ebenso wie für das Norwegische Konsulat benutzt und besaß lange Zeit eine Portierloge, die sich vor dem Stiegenaufgang befand; Aufnahme: Mai 2002.
Das Bürgerbräu am Beginn der Ing.-Etzel-Straße – wurde frisches Bier gebraut, dann konnte man den Geruch in der nächsten Umgebung besonders gut riechen. Heute dominiert an dieser Stelle der „Bürgergarten“; Aufnahme: August 2004.
Der untere Straßenteil des Komplexes mit der großen Einfahrt (links) kurz vor Beginn der Abbrucharbeiten; Aufnahme: Juli 2005.
Der Blick nach Westen – von der Einfahrt aus gesehen; Aufnahme: Juli 2005.
Sillinsel beim Sillpark – bis vor ein paar Jahren stand an der Stelle des heutigen Wohnkomplexes dieses ebenerdige Gebäude – der Radweg blieb unverändert …; Aufnahme: September 2011.
Der Ostflügel der ehemaligen Klosterkaserne mit der Durchfahrt in Richtung Kaiserjägerstraße; Aufnahme: Winter 1992.
Blick auf Kapuzinerkloster und Bundespolizeidirektion nach Abbruch des Ostflügels; Aufnahme: Mai 1995.
Die Erlerstraße mit dem rückwärtigen Eingang ins „alte“ Kaufhaus Tyrol sowie der ehemaligen Caritaszentrale. Das Reklameschild oberhalb des „P“ weist auf das ebenfalls nicht mehr existierende Hotel „Maria Theresia“ hin. Dort gab es auch einen Durchgang durch den optisch wenig reizvollen Innenhof, den ich selbst gerne als Abkürzung zum Sparkassenplatz verwendet habe; Aufnahme: März 1998.
Die Häuserlücke am Innrain mit dem Cafè „Nie wo“ und dem großen Parkplatz kurz vor der Universitätsbrücke – heute befindet sich an dieser Stelle das wuchtige Gebäude mit einer Spar-Filiale im Erdgeschoß; Aufnahme: Oktober 1995.
Die Buchhandlung und Druckerei Albert Ditterich in der Universitätsstraße – heute befindet sich an dieser Stelle der Zugang zur SOWI neben dem MCI-Gebäude; Aufnahme: Mai 1997.
Triumphpforte mit dem ehemaligen Café Greif (das ebenerdige Gebäude links daneben); Aufnahme: um 1970.
An der Ecke zur Andreas Hofer-Straße stand bis zur Jahrtausendwende das Eckhaus Maximilianstraße 23; Aufnahme: Nov. 1998.
Blick auf das nach dem 2. Weltkrieg wiederaufgebaute Bahnpostamt mit den in späteren Jahren hinzugekommenen Anbauten (wie z. B. das Bahnzollamt im Hintergrund.); Aufnahme: Jänner 2009.
Das Gebäude Erlerstraße 4 musste Ende 2010 einem Neubau weichen. Im Erdgeschoß befand sich über viele Jahre das „S18 Nuovo“, eine Herrenmode-Filiale der Fa. Schirmer. Übrigens: Das dem Hotel „Delevo“ angeschlossene Café gleich links nebenan mit seinem besonderen Charme und den speziellen Haustoasts gibt es auch schon längst nicht mehr… Aufnahme: November 2010.

Die ehemalige Klosterkaserne an der Ecke Kaiserjägerstraße/Universitätsstraße zwei Monate vor Beginn der Abbrucharbeiten. Den wuchtigen Bau kann man sich heute wohl gar nicht mehr vorstellen an dieser Stelle; Aufnahme: Mai 1992.
 
Blick auf die Kreuzung Museumstraße – Bruneckerstraße. Bis in die 1990er Jahre fühlte es sich dort noch nicht so „eng“ an wie heute. Bis zum Bau des „Europa-Hauses“ dauert es wohl nicht mehr lange, die Werbetafel kündigt es bereits an; Aufnahme: August 1993.
Das ÖBB-Hochhaus am Beginn der Südbahnstraße – ein über Jahrzehnte vertrauter Anblick in der Bahnhofsgegend; Aufnahme: Sommer 2018.

Die „Südtiroler Siedlungen“ in Innsbruck

Ich lade Sie auf eine Fotoreise zu den ehemaligen Schauplätzen ein: Wo wurden diese Häuser erbaut? Was ist heute davon noch erhalten geblieben? Welche interessanten architektonischen Details fallen auf? Ab wann wurde damit begonnen, diese zu schleifen bzw. umzubauen (Aufstockungen bzw. Wärmeisolierungen)? Wie schauen die heutigen Neubauten aus?

TEIL I: ENTSTEHUNGSGESCHICHTE und NEUE SIEDLUNGSGEBIETE in der Stadt

Mit dem Hitler-Mussolini-Abkommen vom 23.6.1939 hatten die Südtirolerinnen und Südtiroler die Wahl („Option“), entweder für die Auswanderung in das Deutsche Reich zu stimmen oder in Italien zu verbleiben. Die Stadt Innsbruck (aber auch das Land Tirol) musste sich somit auf einen großen Ansturm von Südtiroler Optanten einstellen (man rechnete mit rund 40.-50.000 Südtirolerinnen und Südtirolern) und dementsprechende Vorbereitungsmaßnahmen treffen (nicht vollständig aufgezählt):

a.) Errichtung der Dienststelle Umsiedlung Südtirol (DUS) als zentrale Einbürgerungsbehörde mit der Empfangsstelle im Hotel „Viktoria“ am Bahnhofsplatz und dem Hauptsitz im aufgelassenen Servitenkloster in der Maria-Theresien-Straße.

b.) Errichtung der Gesellschaft „Neue Heimat“, die unverzüglich mit dem Bau der großen Wohnanlagen begann, die zum Teil auch noch heute, im Jahr 2020 bestehen. Der erste dieser Wohnblöcke wurde ab November 1939  am Sillufer zwischen Prinz-Eugen-Brücke und Pembaurbrücke errichtet. Die Innsbrucker Nachrichten berichteten am 12.2.1940 vom Richtfest:

Wegen des enormen Wohnbedarfes und der daraus resultierenden notwendigen weitreichenden Verbauung war es deshalb nur möglich, diese an den damaligen Randgebieten der Stadt durchzuführen, und zwar in Wilten südlich der Franz-Fischer-Straße sowie am östlichen Rand von Pradl und in der heutigen Reichenau. Insgesamt entstanden auf dieser Grundlage 5 große Bebauungszonen, auf welchen lt. Josef Riedmann, Geschichte des Landes Tirol 4/II, 189 Häuser errichtet worden sind:

1.) Wilten-West: im Bereich zwischen Franz-Fischer-/Speckbacher-/Staffler- und Egger-Lienz-Straße.

2.) Pradl: im Bereich um die Lang-, Gumpp-, Amthor-, Kranewitter- und Türingstraße.

3.) Reichenau: rund um den Straßenzug An der Furt.

4.) Pradler Saggen: zwischen Reichenauer- und Kärntner Straße.

5.) Saggen-Ost: Viktor-Dankl-Straße. [Anmerkung: Dieser betreffende Block Nr. 2-10 wurde kriegsbedingt erst 1946 fertiggestellt und von mir in die Aufstellung nicht mitaufgenommen.]


TEIL II: Die einzelnen SIEDLUNGSGEBIETE

[Quellenverzeichnis: Klaus Lugger, Wohnbau sozial, Innsbruck 1993 / Helmut Alexander, Heimatlos – Die Umsiedlung der Südtiroler, Wien 1993 / Stadtplan-Ausschnitte aus einem Stadtplan von 1986]

Im folgenden werden die einzelnen Bauabschnitte dargestellt, zwecks der besseren Übersichtlichkeit gereiht nach Baulosen. Im Anschluss daran werden die einzelnen Baulose näher betrachtet: Stadtplan-Ausschnitte kennzeichnen die Lage der Wohnbauten, Fotos dokumentieren den Bestand und in einer beigefügten Aufstellung werden relevante Daten erfasst (z. B. Bezugsjahr, Bauträger, Bombentreffer, Umbauten an den Gebäuden wie Aufstockung oder Wärmeisolierung, Abriss, Neubau).

  1. Baulos 1: Bereich Gumppstraße – Koflerstraße – Kranewitterstraße – Langstraße – Panzing
  2. Baulos 2: Bereich Ahornhof – Amthorstraße – Am Rain – Am Roßsprung – Gumppstraße – Langstraße – Lindenhof – Türingstraße
  3. Baulos 3: Bereich Am Rain – Am Roßsprung – Türingstraße
  4. Baulos 4: Gaswerkstraße
  5. Baulos 5: Gumppstraße
  6. Baulos 6: Gabelsbergerstraße
  7. Baulos 7: Bereich Egerdachstraße – Pestalozzistraße
  8. Baulos 8: Gumppstraße
  9. Baulos 9: Bereich Körnerstraße – Pradler Platz – Pradler Straße
  10. Baulos 10: Bereich Defreggerstraße – Gumppstraße – Langstraße
  11. Baulos 11: Bereich Sebastian-Scheel-Straße – Erzherzog-Eugen-Straße
  12. Baulos 12: Bereich Kärntner Straße – Oswald-Redlich-Straße – Pradler Saggen – Prinz-Eugen-Straße
  13. Baulos 13: Bereich Egger-Lienz-Straße – Franz-Fischer-Straße – Speckbacherstraße – Stafflerstraße
  14. Baulos 14: Bereich Freisingstraße – Fritz-Pregl-Straße

Rückblick Juli

Der Monat Juli im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

3.7.2019: Das Hofgarten-Cafè brennt! – Rückblick: Im Jahr 1920 erbaut Clemens Holzmeister die neue Hofgarten-Restauration, welche im Laufe der Zeit durch einige Um- und Zubauten das Aussehen verändert.

5. – 10.7.1945: Die französische Besatzung übernimmt von den Amerikanern die Besatzung von Nordtirol und Vorarlberg, hauptsächlich mit Einheiten der 4. marokkanischen Gebirgsdivision.

Die folgenden vier Aufnahmen zeigen Szenen aus den Feierlichkeiten in Innsbruck  zum französischen Nationalfeiertag am 14. Juli 1953, zwei Jahre vor Abzug der französischen Besatzungssoldaten (Fotograf unbekannt).

Französische Kampfpanzer defilieren am Rennweg vor der Ehrentribüne, die mit hochrangigen französischen Militärs besetzt ist. Links im Hintergrund erkennt man die im Bombenkrieg zerstörte Dogana.

Am Landhausplatz fanden kulturelle Aufführungen sowohl der französischen Besatzung als auch der einheimischen Bevölkerung statt:

Unter dem Oberkommandierenden in der französischen Besatzungszone, General Marie-Emile Béthouart und dem Chef der Militärregierung, Generaladministrator Pierre Voizard wird französisches Militär erst 1955 das Land wieder verlassen. Mit Hilfe einer großzügigen französischen Spende wird gegen die grassierende Wohnungsnot der „Voizard“-Hof in der Roseggerstraße erbaut.

Diese Tafel hängt noch heute am Eingang zu diesem Häuserblock.

Wer erinnert sich noch an …?

Ich lade Sie zu einem Bilderrätsel ein: eine Gaststätte, ein Café oder auch ein Gebäude, welches irgendwann einmal existierte und manchmal schon längst in Vergessenheit geraten ist, erlebt hier nochmals dessen bildliche „Auferstehung“. Sie dürfen raten, wo es einst gestanden hatte… oder mir auch gerne eine besondere Erinnerung daran mitteilen.

„Freie Sicht auf die aufgehende Sonne im Osten“ – dies ist den Bewohnern der Häuser an dieser Stelle der Leopoldstraße seit 2017 nicht mehr möglich. An Stelle der freien Fläche steht heute ein wuchtiger langgestreckter Neubau; Aufnahme: Mai 2014.

Reichenauerstraße 38 – der Abriss hat soeben begonnen; Aufnahme: Jänner 2015.

Der Bundesbahnblock an der Egger-Lienz-Straße kurz vor dem endgültigen Abriss. Das mächtige Gebäude in U-Form wurde 1912 erbaut und erhielt im westlichen Flügeltrakt (Ecke Andreas-Hofer-Straße) gleich beim ersten Bombenangriff auf die Stadt einen schweren Treffer.  Dies war nach dem Krieg deutlich daran zu erkennen, dass der Dachgiebel nicht mehr wiederaufgebaut wurde; Aufnahme: September 2019.

Obwohl es dieses Mal um keine Gebäude geht, möchte ich gerne zwei Aufnahmen aus der autoarmen Corona-Zeit präsentieren. Einmal die Kreuzung Amraser Straße / Rhomberg-Passage …

… sowie die Salurner Straße an einem ganz normalen Wochentag um 17.15 Uhr, also eigentlich „beste“ Büroschlussuhrzeit. Jetzt, im Juni schon wieder nicht mehr vorstellbar; beide Aufnahmen: März 2020.

Das ehemalige Hotel-Restaurant „Bistro“ an der Pradler Brücke einige Wochen vor dem Abriß. In diesem Gebäude befand sich seit 1904 ununterbrochen ein Gasthaus, welches sich zuerst „Brückenwirt“ und später „Brücke“ nannte.

Das ehemalige Hotel-Gasthaus „Altpradl“ an der Pradler Straße zwei Wochen vor Beginn der großen Umbauarbeiten; Aufnahme: September 2019.

Die Rückseite des „Altpradl“, an welcher mit den Arbeiten begonnen wurde – der unpassende erkerähnliche Anbau wurde dabei geschliffen; Aufnahme: September 2019.

Soeben beginnen die Bauarbeiten am Wohnquartier „Wohnen am Park“ an der Andechsstraße; Aufnahme: November 2018.

Der Innenhof des Rathauses – noch geht der Blick  ungehindert in den blauen Himmel… Links an der Hausecke befand sich eine Tabaktrafik, rechts vorne parkten die Dienstautos der obersten städtischen Führungsebene. Die Bauarbeiten für die Rathaus-Galerien Büros des Stadtmagistrates sind bereits im Gange; Aufnahme: September 2000.

Blick in die Erlerstraße: auf der linken unteren Straßenseite befand sich viele Jahre lang das sehr bekannte Schallplattengeschäft „Margit“, rechts vorne unterhalb des P(arkgarage)-Schildes der Durchgang zum Sparkassenplatz; Aufnahme: Oktober 2001.

Das kurze Mauerstück am Beginn der Tschamlerstraße, welches im Jänner 2020 endgültig abgetragen wurde zugunsten einer Straßenverbreiterung; Aufnahme: November 1998.

Die Einfahrt in die ehemalige Sparkassen-Tiefgarage und der Blick auf den Sparkassenplatz vor dem großen Umbau; Aufnahme: Oktober 2001.

Die Villa an der Ecke Koflerstraße/Mittererstraße ein paar Wochen vor dem Beginn der Abbrucharbeiten; Aufnahme: Oktober 2016.

Der ehemalige Gasthof „Prugger“ an der Kreuzung Höttinger Au/Bachlechnerstraße – die Abbrucharbeiten haben soeben begonnen; Aufnahme: März 2019.

Der „Pradler Saggen“ vor Beginn der großen Abbrucharbeiten: Blick von der Kreuzung Andechsstraße/Reichenauer Straße aus auf den westlichen Zugang (die ersten drei Fotos) sowie auf den zum Teil bereits abgerissenen Gebäudetrakt Pradler Saggen 1-7 und 9-15; Aufnahmen: Dezember 2015 und Oktober 2016.

Die Abbrucharbeiten hinter der Pfarrkirche Wilten-West beginnen; Aufnahme: August 2016.

Die Tennisanlagen an der Radetzkystraße: Gerade wird das ehemalige Vereinshaus mit dem Cafè abgerissen; Aufnahme: April 2018.

Vom selben Standpunkt aus geht ein letzter Blick in Richtung Osten zum Beachvolleyballplatz. Im Hintergrund wird der Zubau (mit darin untergebrachter „Burger King“-Filiale) bei der Fiegl & Spielberger-Zentrale errichtet; Aufnahme: April 2018.

Der Kreuzungsbereich Langer Weg/Reichenauerstraße/Rossaugasse ist einer der größten in Innsbruck. Auf dieser Aufnahme ist die ehemalige Filiale des Autohauses Linser zu sehen, von den hier bald beginnenden Arbeiten für die neue Straßenbahnlinie ins Olympische Dorf ist noch nichts zu bemerken; Aufnahme: Mai 2016.

Der Beginn des Fuß- und Radweges neben der Grenobler Brücke in Richtung Olympisches Dorf. Der Großteil davon musste für die neue Straßenbahnbrücke weichen; Aufnahme: Oktober 2016.

Blick auf die Straßenbiegung und in weiterer Folge zur Einfahrt in die Schützenstraße. Die ersten Baumaßnahmen für die neue Straßenbahn haben bereits stattgefunden; Aufnahme: Oktober 2016.

Ein anderer Blick auf die oben genannte Straßenbiegung. In der Bildmitte befindet sich heute der neue Kindergarten an der Schützenstraße; Aufnahme: Oktober 2016.

Blick in die Sillgasse mit dem dortigen Gymnasium, welches mit dem Beginn des Schuljahres 1910/11 seine Geburtsstunde erlebte. Im ehemaligen Pfeiffersberg-Palais (Bildmitte) war jedoch bereits seit 1896 eine Schule untergebracht und zwar eine reine Mädchen-Volksschule. Der notwendig gewordene Erweiterungsbau wurde in den Jahren 1974-77 durchgeführt; Aufnahme: November 2018.

Die erstmalige Ankündigung des Städtischen Mädchen-Realgymnasiums in der Sillgasse in den „Innsbrucker Nachrichten“ vom 2. 9. 1910 (Seite 11).

Blick auf den südlichen Erweiterungsbau mit dem Haupteingang; Aufnahme: November 2018.

Das ursprüngliche Schulgebäude (Pfeiffersberg-Palais) mit dem westlichen Neubautrakt; Aufnahme: November 2018.

Die ehemalige Lodenfabrik in der General-Eccher-Straße mit Gaswerk und Sillzwickel im Hintergrund; Aufnahme: August 2001.

Blick auf die Überreste der Tennis-Anlage in der Radetzkystraße – im Hintergrund sind bereits die Bagger aufgefahren. Ab 2020 sollen hier in einer ersten Baustufe 300 Wohnungen entstehen; Aufnahme: März 2018.

Eingangsportal der ehemaligen Stadtsäle. Das erste, ursprüngliche Stadtsaalgebäude wurde 1944 von Bombeneinschlägen schwer getroffen und erhielt mit dem Wiederaufbau diese Ummantelung. Beginn der Abbrucharbeiten ab September 2015; Aufnahme: November 2010.

Blick auf das „Stadtcafè“ auf der NW-Seite der Stadtsäle; Aufnahme: November 2010.

Der Haupteingang in die BTV (mit Stiegenaufgang) und die bescheidene Einfahrt in den Innenhof – darüber ist ein Teil des Sgraffitos zu sehen; Aufnahme: Mai 2002.

Der Nebeneingang in der Gilmstraße wurde für BTV-Mitarbeiter*innen ebenso wie für das Norwegische Konsulat benutzt und besaß lange Zeit eine Portierloge, die sich vor dem Stiegenaufgang befand; Aufnahme: Mai 2002.

Kreuzungsbereich Reichenauerstraße-Radetzkystraße mit Blick in die General-Eccher-Straße und auf das Gelände der Eugen-Kaserne, das bis an den Kreuzungsbereich reicht. Ein „O 3“ kann man sich noch gar nicht vorstellen; Aufnahme: März 2000.

Die ehemalige Wasenmeisterei – General-Eccher-Straße 1. Diese Ansicht zeigt noch den ursprünglich ländlichen und etwas verlassen wirkenden Charakter der Reichenau auf, wie sie sich bis in die 1950er Jahren präsentierte; Aufnahme: März 2000.

Das Bürgerbräu am Beginn der Ing.-Etzel-Straße – wurde frisches Bier gebraut, dann konnte man den Geruch in der nächsten Umgebung besonders gut riechen. Heute dominiert an dieser Stelle der „Bürgergarten“; Aufnahme: August 2004.

Der untere Straßenteil des Komplexes mit der großen Einfahrt (links) kurz vor Beginn der Abbrucharbeiten; Aufnahme: Juli 2005.

Der Blick nach Westen – von der Einfahrt aus gesehen; Aufnahme: Juli 2005.

Die „Erste Tiroler Arbeiterbäckerei“ (ETAB) mit dem langen Gebäudetrakt an der Haller Straße (bestehend aus der Produktionshalle und dem Bürotrakt) sowie den dahinter befindlichen Betriebswohnungen. Zu diesem Zeitpunkt stand das Gebäude schon über 5 Jahre leer. Deutlich erkennbar die Größe des ursprünglichen Grundstückes; Aufnahme: August 2004.

Die ehemaligen Offiziershäuser an der Kreuzung Rennweg/Karl-Schönherr-Straße ein paar Tage vor Beginn der Abbruchsarbeiten; Aufnahme: Oktober 2004.

Pradlerstraße 11 – vor Jahrzehnten befand sich in diesem Gebäude das Sportgeschäft „Kiefer“; Aufnahme: Juni 2019.

Kranewitterstraße 16 – kurz vor dem Abbruch; Aufnahme: August 2019.

Sillinsel beim Sillpark – bis vor ein paar Jahren stand an der Stelle des heutigen Wohnkomplexes dieses ebenerdige Gebäude – der Radweg blieb unverändert …; Aufnahme: September 2011.

Müllerstraße 11 kurz vor dem Abbruch – im Hintergrund sieht man noch das ehemalige Hotel „Mozart“ vor dessen Umbau und Aufstockung; Aufnahme: September 2011.

Heiliggeiststraße 7 – heute befindet sich dort der wuchtige Neubau „Landhaus 2“; Aufnahme: Oktober 2002.

Innrain 143 – die ehemalige Postgarage. Heute befindet sich an dieser Stelle das Medicent Innsbruck; Aufnahme: November 1998.

Die Tierhandlung Zips in der Liebeneggstraße 2a; Aufnahme: November 1998.

Der Ostflügel der ehemaligen Klosterkaserne mit der Durchfahrt in Richtung Kaiserjägerstraße; Aufnahme: Winter 1992.

Blick auf Kapuzinerkloster und Bundespolizeidirektion nach Abbruch des Ostflügels; Aufnahme: Mai 1995.

Die Erlerstraße mit dem rückwärtigen Eingang ins „alte“ Kaufhaus Tyrol sowie der ehemaligen Caritaszentrale. Das Reklameschild oberhalb des „P“ weist auf das ebenfalls nicht mehr existierende Hotel „Maria Theresia“ hin. Dort gab es auch einen Durchgang durch den optisch wenig reizvollen Innenhof, den ich selbst gerne als Abkürzung zum Sparkassenplatz verwendet habe; Aufnahme: März 1998.

Die Häuserlücke am Innrain mit dem Cafè „Nie wo“ und dem großen Parkplatz kurz vor der Universitätsbrücke – heute befindet sich an dieser Stelle das wuchtige Gebäude mit einer Spar-Filiale im Erdgeschoß; Aufnahme: Oktober 1995.

Die Buchhandlung und Druckerei Albert Ditterich in der Universitätsstraße – heute befindet sich an dieser Stelle der Zugang zur SOWI neben dem MCI-Gebäude; Aufnahme: Mai 1997.

Triumphpforte mit dem ehemaligen Café Greif (das ebenerdige Gebäude links daneben); Aufnahme: um 1970.

An der Ecke zur Andreas Hofer-Straße stand bis zur Jahrtausendwende das Eckhaus Maximilianstraße 23; Aufnahme: Nov. 1998.

In diesem Gebäude in der Bienerstraße befand sich eine Großhandelsfirma für Feuerwerkskörper; Aufnahme: Mai 1997.

Die „ETAB“ (Erste Tiroler Arbeiterbäckerei) an der Haller Straße im Winter 1985/86. Zu dieser Zeit erlebte sie nochmals einen letzten großen Aufschwung – 11 Jahre später wurde die Produktion stillgelegt. In den nächsten 7 Jahren stand das Gebäude leer und verfiel durch unzählige Vandalenakte zusehends.

Das östliche Ende der Gumppstraße vor der Verlängerung. Eine Gärtnerei und einige Holzschuppen prägten jahrelang das Bild. Der Baukran steht an der Baustelle für den Neubau Andechsstraße (Rundbau Andechsstraße 65); Aufnahme: Mai 1992.

Das kleine Häuschen Amraser Straße 59 kurz vor dem Abbruch – links befindet sich (noch immer) das Cafè Peintner; Aufnahme:  März 1995.

Eine der beiden Baracken am östlichen Ende der Amthorstraße kurz vor dem Abriss; Aufnahme: Februar 1988.

Der ehemalige „Textilhof“ an der Kreuzung Andechsstraße/Gumppstraße; Aufnahme: Februar 1993.

Blick auf das Areal der Eugen-Kaserne an der Ecke Reichenauerstraße/General Eccher-Straße. Anstelle des großen Areals wurden die einzelnen Würfelbauten des Ende 2011 fertiggestellten dritten olympischen Dorfes „O3“ errichtet; Aufnahme: August 2001.

Der Milchhof Innsbruck prägte mit seinem halbrunden Gebäude lange Zeit die Ecke Kapuzinergasse/Ing. Etzel-Straße. Dahinter steht noch der Gasthof „Hatzl“; Aufnahme: Frühjahr 1998.

Der ehemalige Gasthof „Tivoli“ am Sillufer; Aufnahme: Mai 1992.

Blick auf das nach dem 2. Weltkrieg wiederaufgebaute Bahnpostamt mit den in späteren Jahren hinzugekommenen Anbauten (wie z. B. das Bahnzollamt im Hintergrund.); Aufnahme: Jänner 2009.

Das Gebäude Erlerstraße 4 musste Ende 2010 einem Neubau weichen. Im Erdgeschoß befand sich über viele Jahre das „S18 Nuovo“, eine Herrenmode-Filiale der Fa. Schirmer. Übrigens: Das dem Hotel „Delevo“ angeschlossene Café gleich links nebenan mit seinem besonderen Charme und den speziellen Haustoasts gibt es auch schon längst nicht mehr… Aufnahme: November 2010.

Die ehemalige Klosterkaserne an der Ecke Kaiserjägerstraße/Universitätsstraße zwei Monate vor Beginn der Abbrucharbeiten. Den wuchtigen Bau kann man sich heute wohl gar nicht mehr vorstellen an dieser Stelle; Aufnahme: Mai 1992.

Das ehemalige Gasthaus „Stadion“ an der Kreuzung Burgenlandstraße/Anton Eder-Straße, vor allem in den 1970er Jahren beliebter Treffpunkt nach Spielen des FC Wacker im alten Tivoli-Stadion. Das Foto zeigt das damals schon länger leerstehende Gebäude kurz vor dem Abriss; Aufnahme: November 2006.

Blick auf die Kreuzung mit dem damals neuen Kreisverkehr: Das Gasthaus „Stadion“ in der Bildmitte fügte sich harmonisch in das restliche Bild ein.

Auf besonderen Wunsch meines Cousins Rene: Blick in die Premstraße Richtung Westen – das Domizil meiner Großeltern für fast 60 Jahre. Laut den Erzählungen meines Vaters hatte sich an diesem Blick seit dem Erstbezug 1940 so gut wie nichts verändert. Erst Mitte der 1960er Jahre wurde die Straße asphaltiert, mit dem aufkommenden Wohlstand konnten es sich die Mieter leisten, die Balkone zu verglasen. Viele haben sich dann später dort das Bad einbauen lassen – die Wohnungen besaßen in der Grundausstattung nämlich kein eigenes Badezimmer; Aufnahme April 2010.

Die Hofseite beherbergte eine langgestreckte Wiese mit den obligatorischen Wäschestangen und eine Handvoll Schrebergartenhäuschen…

Das Aussenlager der Kohlenhandlung Geiger befand sich am Ende des Furterzaunweges – links ist der östliche Zugang zum Rapoldipark zu sehen mit einem Schotterbelag als Radweg; Aufnahme August 1993.

Zwischen Sill und dem kleinen Sportplatz neben dem Haus Pradler Platz 7a befand sich das Aussenlager der Kohlenhandlung Geiger und eine kleine Boccia-Anlage.

Blick auf die Kreuzung Andechsstraße – Langer Weg im November 1992: Die Vorstellung, dass fast 30 Jahre später an dieser Stelle Wohnbauten stehen werden, ist zu dieser Zeit noch schier unmöglich. Links im Hintergrund der nördliche Wohntrakt des Wohnheims Pradl – ebenfalls schon Geschichte….

Wer kann sich noch an den „Schandfleck“ an der Graßmayr-Kreuzung erinnern? Diese Villa „überlebte“ den Bombenhagel an einem der stärksten getroffenen Punkte in der Stadt, musste aber Mitte der 1990er Jahre dem Stadtbild weichen. Links hinter dem Haus erkennt man noch einen Teil des ehemaligen Kaufhauses „Forum“; Aufnahme März 1994.

Blick auf die Kreuzung Museumstraße – Bruneckerstraße. Bis in die 1990er Jahre fühlte es sich dort noch nicht so „eng“ an wie heute. Bis zum Bau des „Europa-Hauses“ dauert es wohl nicht mehr lange, die Werbetafel kündigt es bereits an; Aufnahme: August 1993.

Johann Strauß-Straße (westlich des Pradler Friedhofes) – kurz vor dem Abriß im Oktober 2018.

Ecke Hunoldstraße – Hörmannstraße: Blick auf den großen „Knollerstraßen-Block“ von Westen aus. Die Hausfront rechts von der Bildmitte scheint „abgeschnitten“ zu sein und ist aus zweierlei Hinsicht interessant: erstens gibt es solche Frontseiten ohne Fenster kaum in Innsbruck und zweitens zeigt die aufgemalte Werbung ein Logo der „Adambräu“-Brauerei, die es schon seit vielen Jahren nicht mehr gibt; Aufnahme: Frühjahr 2018.

Das ÖBB-Hochhaus am Beginn der Südbahnstraße – ein über Jahrzehnte vertrauter Anblick in der Bahnhofsgegend; Aufnahme: Sommer 2018.

Burgenlandstraße 5 (an der Kreuzung mit der Amraser Straße) – im Jahre 2000.

„Zwei Mal hingschaut…“

Manche Dinge werden einem erst ersichtlich, wenn man zwei Mal hinschaut. Erst dadurch tauchen einige Besonderheiten auf, die man in der Hektik des Alltages gar nicht wahrnimmt. Mein zweiter Blick bringt nachstehende Überraschungen ans Licht:

 

In der Stafflerstraße direkt neben dem „Sonnenburg-Platzl“ befindet sich dieser Eingang in ein wohl längst vergangenes Lebensmittelgeschäft.

 

Sonnenuhr auf einem der Häuser in der Egerdachstraße.

 

Im Innenhof des Hauses Leopoldstraße 4.

 

Wandbild des berühmten Künstlers H. Millonig am Haus Höttinger Gasse 39.

 

Hätten Sie es gewusst? – Weil die Höttinger Gasse am Beginn derart schmal ist, hat man dafür fast gar keine Zeit zum Hinschauen.

 

Balkonverzierungen am Haus Heiliggeiststraße 14.

 

Auf der Südseite des „Neuen Landhauses“ in der Wilhelm-Greil-Straße ist neben dem Tiroler Adler auch das Landeswappen von Vorarlberg angebracht: ein Hinweis darauf, dass beide Bundesländer während der NS-Herrschaft von 1938-1945 als gemeinsamer Gau „Tirol-Vorarlberg“ geführt worden sind. Das weiße Feld in der mittleren Fensterachse war nicht immer frei: während dieser Zeit prangte dort ein Hakenkreuz, auch als ein Symbol dafür, dass das Gebäude Sitz der Gauleitung gewesen war.

 

Auf der Ostseite des Häuserblockes Egger-Lienz-Straße 102-108 ist dieses Bild eines spielenden Kindes (vermutlich aus den 1950er Jahren) zu sehen.

 

Gleich daneben machen sich drei Arbeiter, vielleicht von der Bahn oder Post, auf ihren Weg.

 

Links vom Fenster befindet sich diese Abbildung – die Rollenverteilung zum Zeitpunkt der Erstellung dieser drei Werke war noch sehr eindeutig und einseitig geregelt…

 

Am „Knollerblock“ bleibt die Zeit nicht stehen: die Mauerverzierungen an den Fenstern bröckeln langsam ab.

 

Noch einmal der „Knollerblock“: die breiten Lisenen, die den Bombenkrieg unbeschadet überstanden haben, hören unvermittelt auf. Zeichen dafür, dass der rechts weiterlaufende Hausteil durch Bombentreffer zerstört und nach 1945 wiederaufgebaut wurde.