„Zwei Mal hingschaut…“

Manche Dinge werden einem erst ersichtlich, wenn man zwei Mal hinschaut. Erst dadurch tauchen einige Besonderheiten auf, die man in der Hektik des Alltages gar nicht wahrnimmt. Mein zweiter Blick bringt nachstehende Überraschungen ans Licht:

 

In der Stafflerstraße direkt neben dem „Sonnenburg-Platzl“ befindet sich dieser Eingang in ein wohl längst vergangenes Lebensmittelgeschäft.

 

Sonnenuhr auf einem der Häuser in der Egerdachstraße.

 

Im Innenhof des Hauses Leopoldstraße 4.

 

Wandbild des berühmten Künstlers H. Millonig am Haus Höttinger Gasse 39.

 

Hätten Sie es gewusst? – Weil die Höttinger Gasse am Beginn derart schmal ist, hat man dafür fast gar keine Zeit zum Hinschauen.

 

Balkonverzierungen am Haus Heiliggeiststraße 14.

 

Auf der Südseite des „Neuen Landhauses“ in der Wilhelm-Greil-Straße ist neben dem Tiroler Adler auch das Landeswappen von Vorarlberg angebracht: ein Hinweis darauf, dass beide Bundesländer während der NS-Herrschaft von 1938-1945 als gemeinsamer Gau „Tirol-Vorarlberg“ geführt worden sind. Das weiße Feld in der mittleren Fensterachse war nicht immer frei: während dieser Zeit prangte dort ein Hakenkreuz, auch als ein Symbol dafür, dass das Gebäude Sitz der Gauleitung gewesen war.

 

Auf der Ostseite des Häuserblockes Egger-Lienz-Straße 102-108 ist dieses Bild eines spielenden Kindes (vermutlich aus den 1950er Jahren) zu sehen.

 

Gleich daneben machen sich drei Arbeiter, vielleicht von der Bahn oder Post, auf ihren Weg.

 

Links vom Fenster befindet sich diese Abbildung – die Rollenverteilung zum Zeitpunkt der Erstellung dieser drei Werke war noch sehr eindeutig und einseitig geregelt…

 

Am „Knollerblock“ bleibt die Zeit nicht stehen: die Mauerverzierungen an den Fenstern bröckeln langsam ab.

 

Noch einmal der „Knollerblock“: die breiten Lisenen, die den Bombenkrieg unbeschadet überstanden haben, hören unvermittelt auf. Zeichen dafür, dass der rechts weiterlaufende Hausteil durch Bombentreffer zerstört und nach 1945 wiederaufgebaut wurde.

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