Rückblick Jänner

Der Monat Jänner im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

Allgemeines:

1876: Straßenumbenennungen in Wilten: Leopold-, Heiliggeist-, Templ- und Bahnstraße (heute: Bruneckerstraße).

1886: Beschlüsse des Wiltener Gemeindeausschusses: Ankauf eines Grundstückes zur Erbauung eines Schul- und Gemeindehauses, Einführung der Gasbeleuchtung und Bau einer Wasserleitung in Wilten.

1894: Umbenennung der Saggener Hauptstraße in Falkstraße.

1980: Eröffnung der neuen Ursulinen-Schule am Fürstenweg und des Zubaues des beim Hotel-Café „Central“ an der Ecke Erlerstraße/Gilmstraße.

1981: Halbzeit beim Bau des neuen IVB-Betriebsbahnhofes (Neubau einer Tiefgarage sowie daraufgesetzt eine neue Straßenbahnremise).

1981: Laufende Übersiedlungsarbeiten der Stadtgärtnerei vom ehemaligen Standort am Sillzwickel in die Trientlgasse (südlich des städtischen Zentralhofes).

2021: Das Hotel „Europa“ sperrt endgültig zu. Das alt-ehrwürdige und traditionsreiche Hotel am Bahnhofplatz schließt vermutlich für immer seine Pforten – nach knapp 150 Jahren des Bestehens! Bereits seit Beginn der Corona-Pandemie im Februar 2020 war das Hotel geschlossen und seitdem nicht mehr aufgesperrt worden. Doch der langsame Abstieg begann bereits ein Jahr vorher, als Innsbruck´s einziges 5-Sterne-Hotel seine Top-Bewertung verlor. Mitte Jänner 2021 wurde dann bekannt, dass der 1888 errichtete Barocksaal zerstört worden ist. Am 9. Februar 2021 erfolgte schließlich eine Versteigerung diverser Gegenstände aus dem Hotel-Inventar.

Ein kurzer Rückblick zur Geschichte des Hotels: Am 7. August 1869 wurde die Eröffnung des Hotels für den darauffolgenden Tag angekündigt:

IN 07.08.1869

Den Innsbrucker Nachrichten vom 10. August 1869 war dies damals allerdings nur eine Randnotiz wert:

IN 09.08.1869

Am 22. Mai 1881 kam es zu einem Großbrand im Hotel, wie die Innsbrucker Nachrichten zu berichten wussten:

IN 23.05.1881

Rund 50 Jahre später wurde das Hotel ein weiteres Mal zerstört: Beim einzigen Nachtangriff auf Innsbruck trafen die Bomben das Gebäude und zertrümmerten fast die gesamte vordere Hausfront. Nach dem Wiederaufbau wurde das Hotel 1951 wiedereröffnet.

Die Besitzer bis zum Ende des 2. Weltkrieges waren:

  • Barbara Reinhart und deren Sohn Johann, die den Betrieb bis zum Tod von Johann im August 1896 führten.
IN 05.08.1896
  • Anton Hanreich ab 1896 bis zu seinem Tod im November 1912.
IN 26.09.1896
  • Emil Karl Kupper wird im Februar 1914 neuer Hoteldirektor. Gleichzeitig wird das Hotel neu renoviert und erhält eine Modernisierung.
IN 12.02.1914
TA 06.05.1914
  • Theodor Störzel übernimmt für 10 Jahre die Geschäftsführung in den 1920er Jahren. Der Bericht über den Hausball lässt die damalige Stimmung greifbar werden (Innsbrucker Nachrichten vom 1. Februar 1926)
TA 01.02.1926
  • Jakob Kemmler wird schließlich Ende der 1920er Jahre neuer Besitzer und bleibt es bis zu seinem Tod im März 1942.
TA 31.12.1928
  • Dirk Weinsheimer, ein Nachfahre von Jakob Kemmler, schreibt mir: „Es ist interessant zu erfahren, dass mein Urgroßvater neben Kellner und Hotelbesitzer auch noch Friseur war. Tatsächlich findet sich in seinem US-amerikanischen Pass ein Hinweis darauf, den ich bisher übersehen hatte. Dort steht als Beruf nämlich Hairdresser. Aus seinem Pass geht noch hervor, dass er einen Zweitwohnsitz in Winterthur in der Schweiz hatte. Das Passfoto ist das einzige Foto was wir von ihm haben. Es gibt oder gab noch eine Bronzebüste von Jacob Kemmler, die von dem berühmten östereichischen Künstler Gustinus Ambrosi gefertigt wurde und seinerzeit im Hotel Europa stand. Leider ist über den Verbleib nichts bekannt. Aus den Unterlagen geht auch hervor, dass das Hotel Tyrol wieder aufgebaut werden sollte, was ja nicht mehr geschah. Zu Rosa Holzknecht-Kemmler hatte mein Großvater wohl ein gutes Verhältnis, zu Antonia Marberger hatte beide wohl kein gutes Verhältnis aufgrund von Erbstreitereien. Diese endeten wohl in einer bösen Schlammschlacht vor Gericht. Die Unterlagen sagen aus, dass Antonia und ihr Ehemann anschließend in der Gegend äußerst unbeliebt waren und nach Kitzbühel umgezogen sind. Mein Großvater war laut den Unterlagen Hauptgesellschafter der Hotelgesellschaft bis zum endgültigen Verkauf seiner Anteile 1950. Interessant ist auch, dass nach dem Tode von Jakob Kemmler der Reichskommissar für die Behandlung feindlichen Vermögens das Erbe an sich ziehen wollte. Die beiden Damen Marberger und Holzknecht-Kemmler waren lediglich die Nichten der zweiten Ehefrau, Frau Aloisia Schöpf, von Jakob Kemmler. Laut Unterlagen lebten sie als Angestellte im Haushalt und wurden behandelt wie eigene Kinder. Nach dem Tode Aloisias 1938 wurden sie letztendlich von Jakob adoptiert. Die Ehe mit Luise Schmale, die er am 14.03.1902 in London ehelichte und aus der mein Großvater entstammt, wurde 1928 in Berlin geschieden. Diese Ehe muss ihm entfallen sein, als er Aloisia 1912 in New York geheiratet hat. Nach der Scheidung 1928 hat er Aloisia dann rechtskräftig 1929 geheiratet. Laut den Unterlagen war er von 1924 bis 1936 US-Staatsbürger und dann bis zu seinem Tode staatenlos. Dies muss wohl den Wirren des Krieges zu verdanken sein. Wie dem auch sei, wenn ich wieder mal in der Gegend bin, werde ich mich mal auf die Suche in Umhausen machen. Vielleicht existiert noch das Haus oder ein Grabstein. Die Geschichte mit dem Friseursalon ist interessant. Leider konnte ich dazu keine von den angesprochenen Zeitungsartikeln finden. Um sich mal ein Bild von Jakob Kemmler zu machen, schicke ich Ihnen mal das Bild aus seinem US-Pass im Anhang.

Ich habe aufgrund dieser Informationen dann noch die folgende Traueranzeige für Luise Kemmler gefunden (Innsbrucker Nachrichten vom 16. August 1938):

Wie bereits erwähnt, stirbt Jakob Kemmler selbst 4 Jahre später und wird in Ötztal beigesetzt:

Dadurch ändert sich auch die Geschäftsführung in der Hotelgesellschaft m.b.H. (Innsbrucker Nachrichten vom 23. Juli 1943):

  • Bekanntester Besitzer nach dem 2. Weltkrieg war Otto Plattner, der das Hotel von August 1989 bis 2007 sehr erfolgreich führte.

Mit dem abschließenden Bilder-Streifzug möchte ich das Hotel Europa noch einmal hochleben lassen:

Europa vor 1920_c

Das Hotel in festlicher Beleuchtung – vermutlich vor 1918.

Europa vor 1940_c

Das stattliche Gebäude wohl in den späten 1920er Jahren. Die spätere durchgängige Balkonreihe gab es noch nicht, markant war auf alle Fälle die große Reklametafel an der Hausecke, welche so montiert schon von weitem aus beiden Richtungen erkennbar war.

Europa in Farbe_c

Diese Farbaufnahme darf einfach nicht fehlen. Meiner Meinung nach macht es die Atmosphäre damit erst richtig lebendig.

Folgende Bilder aus einem Hotelprospekt der 1940er Jahre zeigen die Mondänität und das besondere Flair dieses Hotels:

Hotel_Europa_Flyer0008
Europa WA_c

Die Aufnahme dürfte wohl kurz nach dem Wiederaufbau entstanden sein. „Dicke“ Autos beherrschen die Parkplätze der Hotelgäste und – die Zimmer im 2. Stock haben alle einen Balkon erhalten. Ebenso fällt der jetzt zusätzliche 5. Stock auf.

Noch einmal Dirk Weinsheimer, der mir freundlicherweise die folgenden Abbildungen aus einem Hotelprospekt der 1950er Jahre überlassen hat:

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2023: Museumstraße 1: Am Montag, 15. Jänner beginnt der Teilabbruch des Gebäudes, älteren Innsbrucker Bevölkerung noch als „Unterberger-Haus“ bekannt. Hauptsächlich aus heizungstechnischen Gründen, einer fehlenden Barrierefreiheit und eines zu kleinen Liftschachtes.

Die Geschichte dieses Hauses bzw. deren Vorgängerbauten ist nicht uninteressant: Bis fast zur Mitte des 19. Jahrhunderts stand an dieser Stelle ein quergestelltes Gebäude, das sog. Tschurtschenthalerhaus (am Franziskanergraben, Hausnummer 250). Da dieses Haus der gerade neu angelegten Museumstraße im Weg stand (Einengung der dortigen Straßenbreite, keine direkte Verbindung aus der Altstadt in die Museumstraße, stattdessen musste ein Umweg in Kauf genommen werden), wurde es kurzerhand im Mai 1846 abgerissen. Am 2.11.1847 wurde die Kunsthandlung Ernst Unterberger im neu erbauten Haus Museumstraße 1 eröffnet.

Museum 1_1920er

Werbe-Ansichtskarte der Kunsthandlung Unterberger (Sammlung Michael Svehla)

Museum 1_1943 copyri

Beim ersten Bombenangriff am 15.12.1943 erhielt das Gebäude einen Totaltreffer…

Museum 1_1961 Slg A. Moser copyri … und wurde als eines der letzten Bombenruinen erst um 1960 neu aufgebaut. Auf dieser Aufnahme aus dem Jahr 1960 ist links im Hintergrund deutlich die notdürftig instandgesetzte Ruine zu sehen.

Museum 1_2016 copyri Ein Blick auf das Unterberger-Haus im Jahr 2016.

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1.

1882: Eröffnung der Wasch- und Badeanstalt in der Salurner Straße.

1904: Zusammenschluß von Innsbruck mit den beiden Dörfern Wilten und Pradl. Aus diesem Grund wird zwei Jahre später der Vereinigungsbrunnen am Bahnhofsplatz errichtet (ungefähr an der heutigen Verlängerung der Salurner Straße zum Südtiroler Platz hin).

3.

1893: Beschluss des Gemeinderates: Aufstellung des Leopoldbrunnens vor den Stadtsälen.

12.

2023: Eröffnung des Lokales „Mariatheresia“ in der Maria Theresien-Straße 51-53. Dieser Standort trägt – wie so viele andere auch – ein klein wenig zur Innsbrucker Stadtgeschichte bei: Die ersten Häuser werden nachweislich bereits um 1610 erwähnt (siehe Fischnaler-Chronik, Band IV, S. 72). 200 Jahre später sind sie im Besitz der Familie Riccabona, weswegen sie auch bei so manchen älteren InnsbruckerInnen als „Riccabona-Häuser“ bekannt sind.

Zeitung_Hinweis auf Riccabonahaus

Immer wieder wird in alten Inseraten Bezug genommen auf das „Riccabona-Haus“ (hier: Maria Theresien-Straße 51); Innsbrucker Nachrichten vom 3.8.1876.

Gleich beim ersten Bombenangriff am 15.12.1943 wurden die Häuser Nr. 51 und Nr. 53 schwer getroffen und am 19.12.1943 Nr. 53 total  zerstört. Mit dem Wiederaufbau, der um 1957 abgeschlossen war, verschmolzen beide Gebäude zu einem einzigen. Um ein weiteres Stockwerk aufgestockt, erinnern heute nur mehr die sieben Balkone an den ursprünglichen Bau, der seinerzeit einen einzelnen Balkon im 2. Stock aufwies.

Seit dieser Zeit war im Erdgeschoß auch das bekannte „Nonstop-Kino“ untergebracht. Als dieses in den frühen 1990er Jahren die Pforten schloss, wurde stattdessen das beliebte Wirtshaus und Szenelokal „Theresienbräu“ eröffnet. Leider war auch diese Geschichte nicht von allzu langer Dauer.

Im Februar 2020 mussten die damaligen Betreiber Insolvenz anmelden. Gründe waren u.a. 2018 der Tod des damaligen Alleingesellschafters und die Einführung des Rauchverbotes in der Gastronomie im Herbst 2019.

Dass es im Laufe der Geschichte immer wieder einmal zu Besitzerwechseln der Räumlichkeiten kommen kann, zeigt die Anekdote rund um ein im Haus Nr. 51 untergebrachtes Sanitätsgeschäft:

Zeitung_Mattes

Der Geschäftsinhaber Ernst Mayer veröffentlichte in der Ausgabe der Innsbrucker Nachrichten vom 6.11.1900 die Geschäftsübergabe an seinen langjährigen Mitarbeiter Josef Mattes.

Dieser wiederum verkaufte ein Vierteljahrhundert später das Geschäft an Theodor Senn:

Zeitung_senn

Innsbrucker Nachrichten vom 18.6.1925, S.12

Nach den Bombenangriffen vom Dezember 1943 musste das Geschäft notgedrungen übersiedeln und fand im Jänner 1944 vis-a-vis in der Maria Theresien-Straße 42 eine Unterkunft.  Sehr viel später ist das Unternehmen in die Andreas Hofer-Straße 39b übersiedelt. Im Jahr 2023 existiert auch dieses nicht mehr…

M T Str_2016 copyri Das Kultlokal im Jahr 2016…

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… und Bierdeckel mit den unverkennbaren Wort-/Bildmarken (Sammlung Michael Svehla).

M T Str_1904copyri

Die untere Maria Theresien-Straße in den späten 1920er Jahren. Von der hier abgebildeten linken Häuserzeile existiert heute kein einziges Gebäude mehr im Originalzustand! Die betreffenden Hausnummern 51+53 befinden sich in der Mitte (mit den hellen Fensterläden).

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Gleich beim ersten Bombenangriff am 15.12.1943 erhielt das Haus Nr. 53 einen Volltreffer! Unmittelbar links vom Bombeneinschlag ist der noch intakte Balkon im 2. Stock von HNr. 51 zu erkennen.

1952 11 08 Nonstop-Kino

Eröffnung des Nonstop-Kinos am 8.11.1952 im wiederaufgebauten Haus Nr. 53.

M T Str_1996 copyri

Finden Sie die 3 „Fehler“?

(1. Links erkennt man noch den Schriftzug „Nonstop-Kino“ 2. Den O-Bus gibt es in Innsbruck schon lange nicht mehr 3. Die parkenden Autos in der Maria Theresien-Straße sind ebenso verschwunden. Aufnahme: Oktober 1996)

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22.

1889: Übersiedlung der Wagner´schen Buchdruckerei vom Stammhaus in der Pfarrgasse in das neue Gebäude in der Erlerstraße (nach dem 2. Weltkrieg übersiedelte die Druckerei ein weiteres Mal, nämlich an die Sill hinter dem ehemaligen Schlachthof).

Rückblick Februar

Der Monat Februar im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

Allgemeines:

1868: Beginn des Baues des neuen Schulgebäudes in der Gilmstraße (heute befinden sich dort Teile der BTV, z. B. das Restaurant „Sitzwohl“).

1875: Ankunft der beiden riesigen Marmorstücke, aus denen die großen Schalen des Rudolfsbrunnens am Bozner Platz bestehen. – Ebenso beginnen in diesem Monat die Arbeiten zur Herstellung der späteren Bürgerstraße.

1888: Errichtung der großen Fischhalle (später: Fleischbankgebäude) am Marktgraben. Heute befindet sich dort der „Marktplatz“.

1944: Evakuierung der Innsbrucker Schülerinnen und Schüler zwischen den 4. Klassen der Volksschulen und 7. Klassen der Mittelschulen in Tiroler Gemeinden vom Arlberg bis nach Kufstein aufgrund der beiden Bombenangriffe auf Innsbruck im Dezember 1943.

4.

1976: Eröffnung der XII. Olympischen Winterspiele, die damit zum zweiten Male in Innsbruck stattfinden. Die Bewerbe dauerten bis zum 15.2. an.

7.

1872: Gegen Mitternacht trifft Kaiser Franz Josef I. in Innsbruck ein und besichtigt am nächsten Tag zur Mittagszeit u. a. das Landhaus. Abends Besuch des Landestheaters.

9.

1888: Mitteilung des Bürgermeisters Heinrich Falk, dass in Kürze mit dem Bau der Stadtsäle begonnen wird. Rund 125 Jahre später wird dieser Bau, der auch während der Luftangriffe auf Innsbruck 1944 von Bomben getroffen wurde, abgerissen.

21.

1872: Ein privater Gönner bietet dem Bürgerausschuss der Stadt Innsbruck an, einen eisernen Steg über den Inn in St. Nikolaus zu errichten. Das Angebot wird mit Dank angenommen. Die Bauarbeiten beginnen im Jänner des darauffolgenden Jahres.

22.

1888: Beschluss des Gemeinderates zur Benennung folgender Straßen: Kaiser Josef-Straße, Schmerlingstraße und Saggenstraße (heute: Kaiserjägerstraße).

Rückblick März

Der Monat März im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

Allgemeines:

1931: Beginn der Errichtung des Sillschluchtweges durch den Innsbrucker Verschönerungsverein.

1.

1964: Das am 29.2. im Glungezergebiet abgestürzte Flugzeug der britischen Airline Britannia mit 83 Toten wird aufgefunden. Am 4.3. findet im Innsbrucker Dom ein feierliches Requiem und am 8.3. eine Trauerfeier auf dem Flugplatz statt, an der die gesamte Tiroler Landesregierung teilnimmt.

17.

1961: Spatenstich für den Bau des Eisstadions in Anwesenheit des Handelsministers Dr. Bock.

19.

1960: Einweihung der neuen Pfarrkirche Neu-Pradl („Schutzengelkirche“) durch Bischof Paulus Rusch.

21.

1963: Gemeinderats-Beschluss über eine Partnerschaft mit den beiden Städten Freiburg und Grenoble. Weiters wird die Bezeichnung folgender Straßen beschlossen: „Hirschberggasse“ in der Reichenau und „Stadlweg“ in der Roßau. Die Fischerstraße wird in „Franz Fischer-Straße“ umbenannt.

25.

1966: Eröffnung des neuen Kaufhaus „Tyrol“ in der Maria-Theresien-Straße.

Rückblick April

Der Monat April im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

Allgemeines:

1962: Auch zum damaligen Zeitpunkt herrschte eine rege Bautätigkeit vor, wie der Leitartikel „Beschaulicher Osterspaziergang“ in der April-Ausgabe des Amtsblattes der Landeshauptstadt Innsbruck verdeutlicht: „(…) Die größte Umgestaltung in dieser Hinsicht erfuhr wohl die Reichenau. Innsbrucker, die noch vor wenigen Jahrzehnten dem bescheidenen Flugbetrieb am Reichenauer Flugplatz zusahen, würden sich heute schon wegen der neu angelegten Straßen, Häuserblocks und Geschäfte kaum mehr zurechtfinden. Auch mehrere Bauvorhaben von allgemeinem Interesse schreiten bemerkenswert vorwärts, wie das Betagtenheim („Dürer-Heim“, heute: Wohnheim Pradl), das 2. Bundes-Realgymnasium („Reithmann“-Gymnasium) und das Studentenheim bei der Neuen Universität (Innrain). Auch der höchst dringliche Neubau der chirurgischen Klinik wurde bereits in Angriff genommen. Nicht unerwähnt soll schließlich noch die Errichtung des Alpenzoos bleiben (…).“

1.

1905: Baubeschluss für die Artilleriekaserne in der Reichenau (heute: Eugen-Kaserne)

1974: Übergabe von 60 Wohnungen im Objekt Reichenauerstraße 91.

9.

1970: Die Freiwillige Rettungsgesellschaft Innsbruck kündigt in einer Pressekonferenz die Eröffnung ihres am Sillufer errichteten neuen Rettungsheimes an.

14.

1885: Die letzte große Veranstaltung (ein Offiziersball) findet im ehemaligen Redoutengebäude statt, da im Herbst desselben Jahres die Abbrucharbeiten für den Neubau der Stadtsäle beginnen.

1972: Firstfeier am Erweiterungsbau der Volksschule Neu-Arzl. Der neue Schultrakt umfasst 14 Klassen und 4 Sonderklassen samt Nebenräumen und eine Schuldirektion.

Rückblick Mai

Der Monat Mai im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

Allgemeines:

1868: Anlegung der Müllerstraße in Wilten, anfangs noch „Anichgasse“ genannt.

1868: Bau des Hotels „Europa“ am Bahnhofplatz (heute: Südtiroler Platz).

1877: Vollendung des Baues des Sparkassengebäudes und Übersiedlung der Anstalt in dasselbe.

1876: Eingehen des „Österreichischen Hofes“ als Hotel (Andreas Hofer-Straße).

1876: Friedhoferweiterung in Wilten südlich der heutigen Pastorstraße.

1.

1890: Zum ersten Mal findet eine 1. Mai-Feier der die Arbeiterschicht statt, die beim Adambräu (in der heutigen Adamgasse) abgehalten wird.

1890: Feierliche Einweihung der neuen Gebärklinik in Wilten (Michael Gaismair-Straße).

1945: Am 1. Mai überschreitet die 103. US-Inf.Div.  bei Scharnitz die Tiroler Grenze und ist somit nur mehr 30 km von Innsbruck entfernt. Am 2. Mai plant die 103. US-Inf.Div. einen Angriff auf Innsbruck. Dieser wird im letzten Moment abgeblasen und so marschieren die ersten amerikanischen Soldaten am 3. Mai abends über die Höttinger Au kommend in Innsbruck ein.

4.

1881: Probebeleuchtung mit elektrischem Licht auf dem Rennplatz (heute: Rennweg vor der Hofburg) vom Burggraben-Bogen aus (Franziskanerbogen).

6.

1877: Enthüllung der Walther-Statue im Stadtpark (heute: Walter-Park).

1891: Offizielle Befahrung der Trambahn zwischen Hall und dem Bergisel.

9.

9.5.1894: Beginn der Aufstellung des Leopoldbrunnens vor den Stadtsälen.

11.

11.5.1889: Einweihung des neuen Spitals am Innrain.

13.

13.5.1872: Feierliche Einweihung der neuen Hirschanger-Klosterkirche (heute: Kloster zur Ewigen Anbetung) durch den Fürstbischof von Brixen.

14.

14.5.1880: Die Bepflanzung der Anlagen auf dem Margarethenplatz (heute: Bozner Platz) wird begonnen.

15.

15.5.1881: Das Gebäude der Baumwollfabrik am Ende der Museumstraße (Rhomberg-Fabrik) brennt vollständig aus.

17.

17.5.1896: Feierliche Grundsteinlegung der Herz-Jesu-Kirche in der Grenzstraße (heute: Maximilianstraße).

20.

20.5.1891: Beginn der Arbeiten am neuen Schul- und Gemeindehaus in Wilten (Michael Gaismair-Straße).

21.

21.5.1890: Trassenrevision und politische Begehung der Dampftramway-strecke zwischen Hall und dem Bergisel.

22.

22.5.1881: Brand im Hotel „Europa“, der Dachstuhl wird dabei vollständig zerstört.

25.

25.5.1884: Eröffnungsfeier der Ambras-Aldranser-Straße.

im Mai 1884: Beginn des (Landes)Lagerhausbaues (in der Sterzinger Straße – anstelle des 1944 zerstörten Gebäudes steht dort heute das Hotel „Ibis“).

28.

28.5.1896: Der Platz auf dem Boden des ehemaligen städtischen Friedhofes wird zum Andenken an den verstorbenen ehemaligen Statthalter von Tirol, Erzherzog Karl Ludwig als „Karl Ludwigs-Platz“ bezeichnet (schon 1930 erfolgte die Umbenennung in Adolf Pichler-Platz).

Rückblick September

Der Monat September im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

Allgemeines:

1962: Eröffnung des Alpenzoos. Erster Direktor wird der Gründer Hans Psenner.

1995: Wiedererscheinen des Amtsblattes der Landeshauptstadt Innsbruck unter dem Namen „Innsbruck informiert“ (nach 1 Jahr Pause aus Kostengründen).

1998: Eröffnung der neuen Doppel-Turnhalle Wilten (Michael Gaismair-Straße).

5.

1970: Oberbaurat Dipl.Ing. Karl Innerebner, Ehrenbürger und Ehren-ringträger der Stadt Innsbruck, verstirbt im 101. Lebensjahr. 1917 übernahm er nach dem Tode von Ing. Riehl dessen Bauunternehmung (gemeinsam mit Ing. August Mayer) und war für verschiedene Neubauten verantwortlich: Hungerburgbahn; die ersten Linien der elektrischen Straßenbahn im Stadtbereich; die Straßenbahnen nach Igls und ins Stubaital; Seilbahn auf das Hafelekar; zahlreiche Wiederaufbauten nach dem 2. Weltkrieg.

2000: Die Triumphpforte wird erstmals in ihrer Geschichte von Scheinwerfern angestrahlt.

7.

1991: Man feiert Straßenbahn in Innsbruck und 50 Jahre IVB mit einer Parade aller Straßenbahnwagen durch die Innenstadt.

8.

2000: Eröffnung des neuen Tivoli-Fussballstadions mit dem Spiel FC Tirol gegen Rapid Wien.

11.

1992: Firstfeier des Technologiezentrums in der Roßau.

13.

2002: Eröffnung der Rathaus-Galerien und des neuen Rathaus-Zubaues unter dem Slogan: „Innsbruck wird Weltstadt. 22 neue Shops. 6 neue Cafés, Bars, Restaurants.“

15.

1973: Eröffnung des Wohnheims Hötting.

21.

1984: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Reichenau.

Rückblick Oktober

Der Monat Oktober im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

Allgemeines:

1984: Die Herzog-Friedrich-Straße zwischen Ottoburg und Goldenem Dachl wird neu gepflastert.

1986: Schlüsselübergabe für die Wohnungen in der ehemaligen Trainkaserne (Erzherzog-Eugen-Straße 46).

1987: Schlüsselübergabe in der Defreggerstraße 29 (auf dem Gelände einer ehemaligen Kohlenhandlung).

1987: Abbruch der alten Pradler Brücke (aufgrund des Hochwassers von 1985 wurde die Brücke stark in Mitleidenschaft gezogen).

1989: Beginn der Umbauarbeiten der Kreuzung Amraser Straße/Gumppstraße. Sie verliert den unübersichtlichen Platzcharakter und wird zu einer vierarmigen Kreuzung ausgebaut (aufgrund der häufigen Verkehrsunfälle).

2.

1988: Feierliche Eröffnung des neuen Kolpinghauses in Hötting-West.

5.

1987: Eröffnung des Bürgerservice-Büros im östlichen Teil des Rathaus-Innenhofes (heute befindet sich dort die Rathaus-Galerie).

10.

1981: Verkehrsfreigabe der neuen Autobahnabfahrt Innsbruck-West.

2019: Die Reiterstatue des Erzherzogs Leopold V. kehrt nach vierjähriger Abwesenheit wieder zurück auf den Brunnen vor dem Neubau des Hauses der Musik.

12.

1983: Dr. Alois Lugger tritt auf der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Gemeinderates nach 27 Jahren als Bürgermeister der Stadt Innsbruck zurück. Sein Nachfolger wird Romuald Niescher.

1984: Die Volkshochschule übersiedelt in ihre neuen Räumlichkeiten im Ursulinentrakt am Marktgraben.

16.

1981: Feierliche Eröffnung der Doppel-Hauptschule Hötting-West.

20.

1989: Schlüsselübergabe für 16 Wohnungen südlich des Viadukts in der Ing.-Etzel-Straße.

22.

1882: Eröffnung der Staatsgewerbeschule in der Anichstraße (heute: HTL).

24.

1986: Schlüsselübergabe für das Wohnhaus Klappholzstraße 8-12 (Ecke Andechsstraße).

25.

1984: Schlüsselübergabe für 33 Wohnungen in der Reichenauerstraße 6-14.

1986: Der neue Treibhaus-Turm wird drei Tage lang bis zum 28.10. gefeiert.

Rückblick Dezember

Der Monat Dezember im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

5.

1987: Firstfeier für das neue Vereinsheim in Arzl.

6.

1985: Firstfeier für die Wohnanlage Amraser-See-Straße 40.

13.

1983: Eröffnung des neuen Haymonsteges nördlich der Basilika in Wilten.

17.

1988: Eröffnung der neuen Pradler Sillbrücke. Gleichzeitig erfolgt für die neu angeschafften O-Busse die Jungfernfahrt (diese werden auf den zum Teil geänderten Linien „O“ und „R“ eingesetzt).

18.

1989: Spatenstich für den Baubeginn der neuen Wohnanlage im Geviert Sebastian-Scheel-Straße/Bienerstraße.

21.

1981: Dr. Alois Lugger, Bürgermeister von Innsbruck seit 1956, wird zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Dazu findet ein großer Festakt auf der Weiherburg statt.

1985: Festakt zur Übergabe des Erweiterungsbaues der Volksschule Amras sowie der Renovierung des Widums.

Was war los im Monat …?

Hier finden Sie historische Begebenheiten und Anekdoten, die sich im jeweils aktuellen Monat in Innsbruck ereignet und auf die Stadt manchmal eine größere und manchmal auch nur eine kleinere Auswirkung hatten. Die Einträge werden laufend ergänzt. Als Quellenmaterial werden dafür verwendet:

  • die einzelnen Ausgaben der „Amtsblätter der Landeshauptstadt Innsbruck“ (heute: „Innsbruck informiert“).
  • Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Sammelband), 1929-1934.
  • Carl Unterkircher, Chronik von Innsbruck, 1897.
  • Meldungen aus den aktuellen lokalen Tages- und Wochenzeitungen.