Wer erinnert sich noch an …?

Ich lade Sie zu einem Bilderrätsel ein: eine Gaststätte, ein Café oder auch ein Gebäude, welches irgendwann einmal existierte und manchmal schon längst in Vergessenheit geraten ist, erlebt hier nochmals dessen bildliche „Auferstehung“. Sie dürfen raten, wo es einst gestanden hatte… oder mir auch gerne eine besondere Erinnerung daran mitteilen.

„Freie Sicht auf die aufgehende Sonne im Osten“ – dies ist den Bewohnern der Häuser an dieser Stelle der Leopoldstraße seit 2017 nicht mehr möglich. An Stelle der freien Fläche steht heute ein wuchtiger langgestreckter Neubau; Aufnahme: Mai 2014.

Reichenauerstraße 38 – der Abriss hat soeben begonnen; Aufnahme: Jänner 2015.

Der Bundesbahnblock an der Egger-Lienz-Straße kurz vor dem endgültigen Abriss. Das mächtige Gebäude in U-Form wurde 1912 erbaut und erhielt im westlichen Flügeltrakt (Ecke Andreas-Hofer-Straße) gleich beim ersten Bombenangriff auf die Stadt einen schweren Treffer.  Dies war nach dem Krieg deutlich daran zu erkennen, dass der Dachgiebel nicht mehr wiederaufgebaut wurde; Aufnahme: September 2019.

Obwohl es dieses Mal um keine Gebäude geht, möchte ich gerne zwei Aufnahmen aus der autoarmen Corona-Zeit präsentieren. Einmal die Kreuzung Amraser Straße / Rhomberg-Passage …

… sowie die Salurner Straße an einem ganz normalen Wochentag um 17.15 Uhr, also eigentlich „beste“ Büroschlussuhrzeit. Jetzt, im Juni schon wieder nicht mehr vorstellbar; beide Aufnahmen: März 2020.

Das ehemalige Hotel-Restaurant „Bistro“ an der Pradler Brücke einige Wochen vor dem Abriß. In diesem Gebäude befand sich seit 1904 ununterbrochen ein Gasthaus, welches sich zuerst „Brückenwirt“ und später „Brücke“ nannte.

Das ehemalige Hotel-Gasthaus „Altpradl“ an der Pradler Straße zwei Wochen vor Beginn der großen Umbauarbeiten; Aufnahme: September 2019.

Die Rückseite des „Altpradl“, an welcher mit den Arbeiten begonnen wurde – der unpassende erkerähnliche Anbau wurde dabei geschliffen; Aufnahme: September 2019.

Soeben beginnen die Bauarbeiten am Wohnquartier „Wohnen am Park“ an der Andechsstraße; Aufnahme: November 2018.

Der Innenhof des Rathauses – noch geht der Blick  ungehindert in den blauen Himmel… Links an der Hausecke befand sich eine Tabaktrafik, rechts vorne parkten die Dienstautos der obersten städtischen Führungsebene. Die Bauarbeiten für die Rathaus-Galerien Büros des Stadtmagistrates sind bereits im Gange; Aufnahme: September 2000.

Blick in die Erlerstraße: auf der linken unteren Straßenseite befand sich viele Jahre lang das sehr bekannte Schallplattengeschäft „Margit“, rechts vorne unterhalb des P(arkgarage)-Schildes der Durchgang zum Sparkassenplatz; Aufnahme: Oktober 2001.

Das kurze Mauerstück am Beginn der Tschamlerstraße, welches im Jänner 2020 endgültig abgetragen wurde zugunsten einer Straßenverbreiterung; Aufnahme: November 1998.

Die Einfahrt in die ehemalige Sparkassen-Tiefgarage und der Blick auf den Sparkassenplatz vor dem großen Umbau; Aufnahme: Oktober 2001.

Die Villa an der Ecke Koflerstraße/Mittererstraße ein paar Wochen vor dem Beginn der Abbrucharbeiten; Aufnahme: Oktober 2016.

Der ehemalige Gasthof „Prugger“ an der Kreuzung Höttinger Au/Bachlechnerstraße – die Abbrucharbeiten haben soeben begonnen; Aufnahme: März 2019.

Der „Pradler Saggen“ vor Beginn der großen Abbrucharbeiten: Blick von der Kreuzung Andechsstraße/Reichenauer Straße aus auf den westlichen Zugang (die ersten drei Fotos) sowie auf den zum Teil bereits abgerissenen Gebäudetrakt Pradler Saggen 1-7 und 9-15; Aufnahmen: Dezember 2015 und Oktober 2016.

Die Abbrucharbeiten hinter der Pfarrkirche Wilten-West beginnen; Aufnahme: August 2016.

Die Tennisanlagen an der Radetzkystraße: Gerade wird das ehemalige Vereinshaus mit dem Cafè abgerissen; Aufnahme: April 2018.

Vom selben Standpunkt aus geht ein letzter Blick in Richtung Osten zum Beachvolleyballplatz. Im Hintergrund wird der Zubau (mit darin untergebrachter „Burger King“-Filiale) bei der Fiegl & Spielberger-Zentrale errichtet; Aufnahme: April 2018.

Der Kreuzungsbereich Langer Weg/Reichenauerstraße/Rossaugasse ist einer der größten in Innsbruck. Auf dieser Aufnahme ist die ehemalige Filiale des Autohauses Linser zu sehen, von den hier bald beginnenden Arbeiten für die neue Straßenbahnlinie ins Olympische Dorf ist noch nichts zu bemerken; Aufnahme: Mai 2016.

Der Beginn des Fuß- und Radweges neben der Grenobler Brücke in Richtung Olympisches Dorf. Der Großteil davon musste für die neue Straßenbahnbrücke weichen; Aufnahme: Oktober 2016.

Blick auf die Straßenbiegung und in weiterer Folge zur Einfahrt in die Schützenstraße. Die ersten Baumaßnahmen für die neue Straßenbahn haben bereits stattgefunden; Aufnahme: Oktober 2016.

Ein anderer Blick auf die oben genannte Straßenbiegung. In der Bildmitte befindet sich heute der neue Kindergarten an der Schützenstraße; Aufnahme: Oktober 2016.

Blick in die Sillgasse mit dem dortigen Gymnasium, welches mit dem Beginn des Schuljahres 1910/11 seine Geburtsstunde erlebte. Im ehemaligen Pfeiffersberg-Palais (Bildmitte) war jedoch bereits seit 1896 eine Schule untergebracht und zwar eine reine Mädchen-Volksschule. Der notwendig gewordene Erweiterungsbau wurde in den Jahren 1974-77 durchgeführt; Aufnahme: November 2018.

Die erstmalige Ankündigung des Städtischen Mädchen-Realgymnasiums in der Sillgasse in den „Innsbrucker Nachrichten“ vom 2. 9. 1910 (Seite 11).

Blick auf den südlichen Erweiterungsbau mit dem Haupteingang; Aufnahme: November 2018.

Das ursprüngliche Schulgebäude (Pfeiffersberg-Palais) mit dem westlichen Neubautrakt; Aufnahme: November 2018.

Die ehemalige Lodenfabrik in der General-Eccher-Straße mit Gaswerk und Sillzwickel im Hintergrund; Aufnahme: August 2001.

Blick auf die Überreste der Tennis-Anlage in der Radetzkystraße – im Hintergrund sind bereits die Bagger aufgefahren. Ab 2020 sollen hier in einer ersten Baustufe 300 Wohnungen entstehen; Aufnahme: März 2018.

Eingangsportal der ehemaligen Stadtsäle. Das erste, ursprüngliche Stadtsaalgebäude wurde 1944 von Bombeneinschlägen schwer getroffen und erhielt mit dem Wiederaufbau diese Ummantelung. Beginn der Abbrucharbeiten ab September 2015; Aufnahme: November 2010.

Blick auf das „Stadtcafè“ auf der NW-Seite der Stadtsäle; Aufnahme: November 2010.

Der Haupteingang in die BTV (mit Stiegenaufgang) und die bescheidene Einfahrt in den Innenhof – darüber ist ein Teil des Sgraffitos zu sehen; Aufnahme: Mai 2002.

Der Nebeneingang in der Gilmstraße wurde für BTV-Mitarbeiter*innen ebenso wie für das Norwegische Konsulat benutzt und besaß lange Zeit eine Portierloge, die sich vor dem Stiegenaufgang befand; Aufnahme: Mai 2002.

Kreuzungsbereich Reichenauerstraße-Radetzkystraße mit Blick in die General-Eccher-Straße und auf das Gelände der Eugen-Kaserne, das bis an den Kreuzungsbereich reicht. Ein „O 3“ kann man sich noch gar nicht vorstellen; Aufnahme: März 2000.

Die ehemalige Wasenmeisterei – General-Eccher-Straße 1. Diese Ansicht zeigt noch den ursprünglich ländlichen und etwas verlassen wirkenden Charakter der Reichenau auf, wie sie sich bis in die 1950er Jahren präsentierte; Aufnahme: März 2000.

Das Bürgerbräu am Beginn der Ing.-Etzel-Straße – wurde frisches Bier gebraut, dann konnte man den Geruch in der nächsten Umgebung besonders gut riechen. Heute dominiert an dieser Stelle der „Bürgergarten“; Aufnahme: August 2004.

Der untere Straßenteil des Komplexes mit der großen Einfahrt (links) kurz vor Beginn der Abbrucharbeiten; Aufnahme: Juli 2005.

Der Blick nach Westen – von der Einfahrt aus gesehen; Aufnahme: Juli 2005.

Die „Erste Tiroler Arbeiterbäckerei“ (ETAB) mit dem langen Gebäudetrakt an der Haller Straße (bestehend aus der Produktionshalle und dem Bürotrakt) sowie den dahinter befindlichen Betriebswohnungen. Zu diesem Zeitpunkt stand das Gebäude schon über 5 Jahre leer. Deutlich erkennbar die Größe des ursprünglichen Grundstückes; Aufnahme: August 2004.

Die ehemaligen Offiziershäuser an der Kreuzung Rennweg/Karl-Schönherr-Straße ein paar Tage vor Beginn der Abbruchsarbeiten; Aufnahme: Oktober 2004.

Pradlerstraße 11 – vor Jahrzehnten befand sich in diesem Gebäude das Sportgeschäft „Kiefer“; Aufnahme: Juni 2019.

Kranewitterstraße 16 – kurz vor dem Abbruch; Aufnahme: August 2019.

Sillinsel beim Sillpark – bis vor ein paar Jahren stand an der Stelle des heutigen Wohnkomplexes dieses ebenerdige Gebäude – der Radweg blieb unverändert …; Aufnahme: September 2011.

Müllerstraße 11 kurz vor dem Abbruch – im Hintergrund sieht man noch das ehemalige Hotel „Mozart“ vor dessen Umbau und Aufstockung; Aufnahme: September 2011.

Heiliggeiststraße 7 – heute befindet sich dort der wuchtige Neubau „Landhaus 2“; Aufnahme: Oktober 2002.

Innrain 143 – die ehemalige Postgarage. Heute befindet sich an dieser Stelle das Medicent Innsbruck; Aufnahme: November 1998.

Die Tierhandlung Zips in der Liebeneggstraße 2a; Aufnahme: November 1998.

Der Ostflügel der ehemaligen Klosterkaserne mit der Durchfahrt in Richtung Kaiserjägerstraße; Aufnahme: Winter 1992.

Blick auf Kapuzinerkloster und Bundespolizeidirektion nach Abbruch des Ostflügels; Aufnahme: Mai 1995.

Die Erlerstraße mit dem rückwärtigen Eingang ins „alte“ Kaufhaus Tyrol sowie der ehemaligen Caritaszentrale. Das Reklameschild oberhalb des „P“ weist auf das ebenfalls nicht mehr existierende Hotel „Maria Theresia“ hin. Dort gab es auch einen Durchgang durch den optisch wenig reizvollen Innenhof, den ich selbst gerne als Abkürzung zum Sparkassenplatz verwendet habe; Aufnahme: März 1998.

Die Häuserlücke am Innrain mit dem Cafè „Nie wo“ und dem großen Parkplatz kurz vor der Universitätsbrücke – heute befindet sich an dieser Stelle das wuchtige Gebäude mit einer Spar-Filiale im Erdgeschoß; Aufnahme: Oktober 1995.

Die Buchhandlung und Druckerei Albert Ditterich in der Universitätsstraße – heute befindet sich an dieser Stelle der Zugang zur SOWI neben dem MCI-Gebäude; Aufnahme: Mai 1997.

Triumphpforte mit dem ehemaligen Café Greif (das ebenerdige Gebäude links daneben); Aufnahme: um 1970.

An der Ecke zur Andreas Hofer-Straße stand bis zur Jahrtausendwende das Eckhaus Maximilianstraße 23; Aufnahme: Nov. 1998.

In diesem Gebäude in der Bienerstraße befand sich eine Großhandelsfirma für Feuerwerkskörper; Aufnahme: Mai 1997.

Die „ETAB“ (Erste Tiroler Arbeiterbäckerei) an der Haller Straße im Winter 1985/86. Zu dieser Zeit erlebte sie nochmals einen letzten großen Aufschwung – 11 Jahre später wurde die Produktion stillgelegt. In den nächsten 7 Jahren stand das Gebäude leer und verfiel durch unzählige Vandalenakte zusehends.

Das östliche Ende der Gumppstraße vor der Verlängerung. Eine Gärtnerei und einige Holzschuppen prägten jahrelang das Bild. Der Baukran steht an der Baustelle für den Neubau Andechsstraße (Rundbau Andechsstraße 65); Aufnahme: Mai 1992.

Das kleine Häuschen Amraser Straße 59 kurz vor dem Abbruch – links befindet sich (noch immer) das Cafè Peintner; Aufnahme:  März 1995.

Eine der beiden Baracken am östlichen Ende der Amthorstraße kurz vor dem Abriss; Aufnahme: Februar 1988.

Der ehemalige „Textilhof“ an der Kreuzung Andechsstraße/Gumppstraße; Aufnahme: Februar 1993.

Blick auf das Areal der Eugen-Kaserne an der Ecke Reichenauerstraße/General Eccher-Straße. Anstelle des großen Areals wurden die einzelnen Würfelbauten des Ende 2011 fertiggestellten dritten olympischen Dorfes „O3“ errichtet; Aufnahme: August 2001.

Der Milchhof Innsbruck prägte mit seinem halbrunden Gebäude lange Zeit die Ecke Kapuzinergasse/Ing. Etzel-Straße. Dahinter steht noch der Gasthof „Hatzl“; Aufnahme: Frühjahr 1998.

Der ehemalige Gasthof „Tivoli“ am Sillufer; Aufnahme: Mai 1992.

Blick auf das nach dem 2. Weltkrieg wiederaufgebaute Bahnpostamt mit den in späteren Jahren hinzugekommenen Anbauten (wie z. B. das Bahnzollamt im Hintergrund.); Aufnahme: Jänner 2009.

Das Gebäude Erlerstraße 4 musste Ende 2010 einem Neubau weichen. Im Erdgeschoß befand sich über viele Jahre das „S18 Nuovo“, eine Herrenmode-Filiale der Fa. Schirmer. Übrigens: Das dem Hotel „Delevo“ angeschlossene Café gleich links nebenan mit seinem besonderen Charme und den speziellen Haustoasts gibt es auch schon längst nicht mehr… Aufnahme: November 2010.

Die ehemalige Klosterkaserne an der Ecke Kaiserjägerstraße/Universitätsstraße zwei Monate vor Beginn der Abbrucharbeiten. Den wuchtigen Bau kann man sich heute wohl gar nicht mehr vorstellen an dieser Stelle; Aufnahme: Mai 1992.

Das ehemalige Gasthaus „Stadion“ an der Kreuzung Burgenlandstraße/Anton Eder-Straße, vor allem in den 1970er Jahren beliebter Treffpunkt nach Spielen des FC Wacker im alten Tivoli-Stadion. Das Foto zeigt das damals schon länger leerstehende Gebäude kurz vor dem Abriss; Aufnahme: November 2006.

Blick auf die Kreuzung mit dem damals neuen Kreisverkehr: Das Gasthaus „Stadion“ in der Bildmitte fügte sich harmonisch in das restliche Bild ein.

Auf besonderen Wunsch meines Cousins Rene: Blick in die Premstraße Richtung Westen – das Domizil meiner Großeltern für fast 60 Jahre. Laut den Erzählungen meines Vaters hatte sich an diesem Blick seit dem Erstbezug 1940 so gut wie nichts verändert. Erst Mitte der 1960er Jahre wurde die Straße asphaltiert, mit dem aufkommenden Wohlstand konnten es sich die Mieter leisten, die Balkone zu verglasen. Viele haben sich dann später dort das Bad einbauen lassen – die Wohnungen besaßen in der Grundausstattung nämlich kein eigenes Badezimmer; Aufnahme April 2010.

Die Hofseite beherbergte eine langgestreckte Wiese mit den obligatorischen Wäschestangen und eine Handvoll Schrebergartenhäuschen…

Das Aussenlager der Kohlenhandlung Geiger befand sich am Ende des Furterzaunweges – links ist der östliche Zugang zum Rapoldipark zu sehen mit einem Schotterbelag als Radweg; Aufnahme August 1993.

Zwischen Sill und dem kleinen Sportplatz neben dem Haus Pradler Platz 7a befand sich das Aussenlager der Kohlenhandlung Geiger und eine kleine Boccia-Anlage.

Blick auf die Kreuzung Andechsstraße – Langer Weg im November 1992: Die Vorstellung, dass fast 30 Jahre später an dieser Stelle Wohnbauten stehen werden, ist zu dieser Zeit noch schier unmöglich. Links im Hintergrund der nördliche Wohntrakt des Wohnheims Pradl – ebenfalls schon Geschichte….

Wer kann sich noch an den „Schandfleck“ an der Graßmayr-Kreuzung erinnern? Diese Villa „überlebte“ den Bombenhagel an einem der stärksten getroffenen Punkte in der Stadt, musste aber Mitte der 1990er Jahre dem Stadtbild weichen. Links hinter dem Haus erkennt man noch einen Teil des ehemaligen Kaufhauses „Forum“; Aufnahme März 1994.

Blick auf die Kreuzung Museumstraße – Bruneckerstraße. Bis in die 1990er Jahre fühlte es sich dort noch nicht so „eng“ an wie heute. Bis zum Bau des „Europa-Hauses“ dauert es wohl nicht mehr lange, die Werbetafel kündigt es bereits an; Aufnahme: August 1993.

Johann Strauß-Straße (westlich des Pradler Friedhofes) – kurz vor dem Abriß im Oktober 2018.

Ecke Hunoldstraße – Hörmannstraße: Blick auf den großen „Knollerstraßen-Block“ von Westen aus. Die Hausfront rechts von der Bildmitte scheint „abgeschnitten“ zu sein und ist aus zweierlei Hinsicht interessant: erstens gibt es solche Frontseiten ohne Fenster kaum in Innsbruck und zweitens zeigt die aufgemalte Werbung ein Logo der „Adambräu“-Brauerei, die es schon seit vielen Jahren nicht mehr gibt; Aufnahme: Frühjahr 2018.

Das ÖBB-Hochhaus am Beginn der Südbahnstraße – ein über Jahrzehnte vertrauter Anblick in der Bahnhofsgegend; Aufnahme: Sommer 2018.

Burgenlandstraße 5 (an der Kreuzung mit der Amraser Straße) – im Jahre 2000.

Rückblick Jänner

Der Monat Jänner im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

Allgemeines:

1876: Straßenumbenennungen in Wilten: Leopold-, Heiliggeist-, Templ- und Bahnstraße (heute: Bruneckerstraße).

1886: Beschlüsse des Wiltener Gemeindeausschusses: Ankauf eines Grundstückes zur Erbauung eines Schul- und Gemeindehauses, Einführung der Gasbeleuchtung und Bau einer Wasserleitung in Wilten.

1894: Umbenennung der Saggener Hauptstraße in Falkstraße.

1980: Eröffnung der neuen Ursulinen-Schule am Fürstenweg und des Zubaues des beim Hotel-Café „Central“ an der Ecke Erlerstraße/Gilmstraße.

1981: Halbzeit beim Bau des neuen IVB-Betriebsbahnhofes (Neubau einer Tiefgarage sowie daraufgesetzt eine neue Straßenbahnremise).

1981: Laufende Übersiedlungsarbeiten der Stadtgärtnerei vom ehemaligen Standort am Sillzwickel in die Trientlgasse (südlich des städtischen Zentralhofes).

2021: Das Hotel „Europa“ sperrt endgültig zu. Das alt-ehrwürdige und traditionsreiche Hotel am Bahnhofplatz schließt vermutlich für immer seine Pforten – nach knapp 150 Jahren des Bestehens! Bereits seit Beginn der Corona-Pandemie im Februar 2020 war das Hotel geschlossen und seitdem nicht mehr aufgesperrt worden. Doch der langsame Abstieg begann bereits ein Jahr vorher, als Innsbruck´s einziges 5-Sterne-Hotel seine Top-Bewertung verlor. Mitte Jänner 2021 wurde dann bekannt, dass der 1888 errichtete Barocksaal zerstört worden ist. Am 9. Februar 2021 erfolgte schließlich eine Versteigerung diverser Gegenstände aus dem Hotel-Inventar.

Ein kurzer Rückblick zur Geschichte des Hotels: Am 7. August 1869 wurde die Eröffnung des Hotels für den darauffolgenden Tag angekündigt:

IN 07.08.1869

Den Innsbrucker Nachrichten vom 10. August 1869 war dies damals allerdings nur eine Randnotiz wert:

IN 09.08.1869

Am 22. Mai 1881 kam es zu einem Großbrand im Hotel, wie die Innsbrucker Nachrichten zu berichten wussten:

IN 23.05.1881

Rund 50 Jahre später wurde das Hotel ein weiteres Mal zerstört: Beim einzigen Nachtangriff auf Innsbruck trafen die Bomben das Gebäude und zertrümmerten fast die gesamte vordere Hausfront. Nach dem Wiederaufbau wurde das Hotel 1951 wiedereröffnet.

Die Besitzer bis zum Ende des 2. Weltkrieges waren:

  • Barbara Reinhart und deren Sohn Johann, die den Betrieb bis zum Tod von Johann im August 1896 führten.
IN 05.08.1896
  • Anton Hanreich ab 1896 bis zu seinem Tod im November 1912.
IN 26.09.1896
  • Emil Karl Kupper wird im Februar 1914 neuer Hoteldirektor. Gleichzeitig wird das Hotel neu renoviert und erhält eine Modernisierung.
IN 12.02.1914
TA 06.05.1914
  • Theodor Störzel übernimmt für 10 Jahre die Geschäftsführung in den 1920er Jahren. Der Bericht über den Hausball lässt die damalige Stimmung greifbar werden (Innsbrucker Nachrichten vom 1. Februar 1926)
TA 01.02.1926
  • Jakob Kemmler wird schließlich Ende der 1920er Jahre neuer Besitzer und bleibt es bis zu seinem Tod im März 1942.
TA 31.12.1928
  • Dirk Weinsheimer, ein Nachfahre von Jakob Kemmler, schreibt mir: „Es ist interessant zu erfahren, dass mein Urgroßvater neben Kellner und Hotelbesitzer auch noch Friseur war. Tatsächlich findet sich in seinem US-amerikanischen Pass ein Hinweis darauf, den ich bisher übersehen hatte. Dort steht als Beruf nämlich Hairdresser. Aus seinem Pass geht noch hervor, dass er einen Zweitwohnsitz in Winterthur in der Schweiz hatte. Das Passfoto ist das einzige Foto was wir von ihm haben. Es gibt oder gab noch eine Bronzebüste von Jacob Kemmler, die von dem berühmten östereichischen Künstler Gustinus Ambrosi gefertigt wurde und seinerzeit im Hotel Europa stand. Leider ist über den Verbleib nichts bekannt. Aus den Unterlagen geht auch hervor, dass das Hotel Tyrol wieder aufgebaut werden sollte, was ja nicht mehr geschah. Zu Rosa Holzknecht-Kemmler hatte mein Großvater wohl ein gutes Verhältnis, zu Antonia Marberger hatte beide wohl kein gutes Verhältnis aufgrund von Erbstreitereien. Diese endeten wohl in einer bösen Schlammschlacht vor Gericht. Die Unterlagen sagen aus, dass Antonia und ihr Ehemann anschließend in der Gegend äußerst unbeliebt waren und nach Kitzbühel umgezogen sind. Mein Großvater war laut den Unterlagen Hauptgesellschafter der Hotelgesellschaft bis zum endgültigen Verkauf seiner Anteile 1950. Interessant ist auch, dass nach dem Tode von Jakob Kemmler der Reichskommissar für die Behandlung feindlichen Vermögens das Erbe an sich ziehen wollte. Die beiden Damen Marberger und Holzknecht-Kemmler waren lediglich die Nichten der zweiten Ehefrau, Frau Aloisia Schöpf, von Jakob Kemmler. Laut Unterlagen lebten sie als Angestellte im Haushalt und wurden behandelt wie eigene Kinder. Nach dem Tode Aloisias 1938 wurden sie letztendlich von Jakob adoptiert. Die Ehe mit Luise Schmale, die er am 14.03.1902 in London ehelichte und aus der mein Großvater entstammt, wurde 1928 in Berlin geschieden. Diese Ehe muss ihm entfallen sein, als er Aloisia 1912 in New York geheiratet hat. Nach der Scheidung 1928 hat er Aloisia dann rechtskräftig 1929 geheiratet. Laut den Unterlagen war er von 1924 bis 1936 US-Staatsbürger und dann bis zu seinem Tode staatenlos. Dies muss wohl den Wirren des Krieges zu verdanken sein. Wie dem auch sei, wenn ich wieder mal in der Gegend bin, werde ich mich mal auf die Suche in Umhausen machen. Vielleicht existiert noch das Haus oder ein Grabstein. Die Geschichte mit dem Friseursalon ist interessant. Leider konnte ich dazu keine von den angesprochenen Zeitungsartikeln finden. Um sich mal ein Bild von Jakob Kemmler zu machen, schicke ich Ihnen mal das Bild aus seinem US-Pass im Anhang.

Ich habe aufgrund dieser Informationen dann noch die folgende Traueranzeige für Luise Kemmler gefunden (Innsbrucker Nachrichten vom 16. August 1938):

Wie bereits erwähnt, stirbt Jakob Kemmler selbst 4 Jahre später und wird in Ötztal beigesetzt:

Dadurch ändert sich auch die Geschäftsführung in der Hotelgesellschaft m.b.H. (Innsbrucker Nachrichten vom 23. Juli 1943):

  • Bekanntester Besitzer nach dem 2. Weltkrieg war Otto Plattner, der das Hotel von August 1989 bis 2007 sehr erfolgreich führte.

Mit dem abschließenden Bilder-Streifzug möchte ich das Hotel Europa noch einmal hochleben lassen:

Europa vor 1920_c

Das Hotel in festlicher Beleuchtung – vermutlich vor 1918.

Europa vor 1940_c

Das stattliche Gebäude wohl in den späten 1920er Jahren. Die spätere durchgängige Balkonreihe gab es noch nicht, markant war auf alle Fälle die große Reklametafel an der Hausecke, welche so montiert schon von weitem aus beiden Richtungen erkennbar war.

Europa in Farbe_c

Diese Farbaufnahme darf einfach nicht fehlen. Meiner Meinung nach macht es die Atmosphäre damit erst richtig lebendig.

Folgende Bilder aus einem Hotelprospekt der 1940er Jahre zeigen die Mondänität und das besondere Flair dieses Hotels:

Hotel_Europa_Flyer0008
Europa WA_c

Die Aufnahme dürfte wohl kurz nach dem Wiederaufbau entstanden sein. „Dicke“ Autos beherrschen die Parkplätze der Hotelgäste und – die Zimmer im 2. Stock haben alle einen Balkon erhalten. Ebenso fällt der jetzt zusätzliche 5. Stock auf.

Noch einmal Dirk Weinsheimer, der mir freundlicherweise die folgenden Abbildungen aus einem Hotelprospekt der 1950er Jahre überlassen hat:

-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

2023: Museumstraße 1: Am Montag, 15. Jänner beginnt der Teilabbruch des Gebäudes, älteren Innsbrucker Bevölkerung noch als „Unterberger-Haus“ bekannt. Hauptsächlich aus heizungstechnischen Gründen, einer fehlenden Barrierefreiheit und eines zu kleinen Liftschachtes.

Die Geschichte dieses Hauses bzw. deren Vorgängerbauten ist nicht uninteressant: Bis fast zur Mitte des 19. Jahrhunderts stand an dieser Stelle ein quergestelltes Gebäude, das sog. Tschurtschenthalerhaus (am Franziskanergraben, Hausnummer 250). Da dieses Haus der gerade neu angelegten Museumstraße im Weg stand (Einengung der dortigen Straßenbreite, keine direkte Verbindung aus der Altstadt in die Museumstraße, stattdessen musste ein Umweg in Kauf genommen werden), wurde es kurzerhand im Mai 1846 abgerissen. Am 2.11.1847 wurde die Kunsthandlung Ernst Unterberger im neu erbauten Haus Museumstraße 1 eröffnet.

Museum 1_1920er

Werbe-Ansichtskarte der Kunsthandlung Unterberger (Sammlung Michael Svehla)

Museum 1_1943 copyri

Beim ersten Bombenangriff am 15.12.1943 erhielt das Gebäude einen Totaltreffer…

Museum 1_1961 Slg A. Moser copyri … und wurde als eines der letzten Bombenruinen erst um 1960 neu aufgebaut. Auf dieser Aufnahme aus dem Jahr 1960 ist links im Hintergrund deutlich die notdürftig instandgesetzte Ruine zu sehen.

Museum 1_2016 copyri Ein Blick auf das Unterberger-Haus im Jahr 2016.

-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

1.

1882: Eröffnung der Wasch- und Badeanstalt in der Salurner Straße.

1904: Zusammenschluß von Innsbruck mit den beiden Dörfern Wilten und Pradl. Aus diesem Grund wird zwei Jahre später der Vereinigungsbrunnen am Bahnhofsplatz errichtet (ungefähr an der heutigen Verlängerung der Salurner Straße zum Südtiroler Platz hin).

3.

1893: Beschluss des Gemeinderates: Aufstellung des Leopoldbrunnens vor den Stadtsälen.

12.

2023: Eröffnung des Lokales „Mariatheresia“ in der Maria Theresien-Straße 51-53. Dieser Standort trägt – wie so viele andere auch – ein klein wenig zur Innsbrucker Stadtgeschichte bei: Die ersten Häuser werden nachweislich bereits um 1610 erwähnt (siehe Fischnaler-Chronik, Band IV, S. 72). 200 Jahre später sind sie im Besitz der Familie Riccabona, weswegen sie auch bei so manchen älteren InnsbruckerInnen als „Riccabona-Häuser“ bekannt sind.

Zeitung_Hinweis auf Riccabonahaus

Immer wieder wird in alten Inseraten Bezug genommen auf das „Riccabona-Haus“ (hier: Maria Theresien-Straße 51); Innsbrucker Nachrichten vom 3.8.1876.

Gleich beim ersten Bombenangriff am 15.12.1943 wurden die Häuser Nr. 51 und Nr. 53 schwer getroffen und am 19.12.1943 Nr. 53 total  zerstört. Mit dem Wiederaufbau, der um 1957 abgeschlossen war, verschmolzen beide Gebäude zu einem einzigen. Um ein weiteres Stockwerk aufgestockt, erinnern heute nur mehr die sieben Balkone an den ursprünglichen Bau, der seinerzeit einen einzelnen Balkon im 2. Stock aufwies.

Seit dieser Zeit war im Erdgeschoß auch das bekannte „Nonstop-Kino“ untergebracht. Als dieses in den frühen 1990er Jahren die Pforten schloss, wurde stattdessen das beliebte Wirtshaus und Szenelokal „Theresienbräu“ eröffnet. Leider war auch diese Geschichte nicht von allzu langer Dauer.

Im Februar 2020 mussten die damaligen Betreiber Insolvenz anmelden. Gründe waren u.a. 2018 der Tod des damaligen Alleingesellschafters und die Einführung des Rauchverbotes in der Gastronomie im Herbst 2019.

Dass es im Laufe der Geschichte immer wieder einmal zu Besitzerwechseln der Räumlichkeiten kommen kann, zeigt die Anekdote rund um ein im Haus Nr. 51 untergebrachtes Sanitätsgeschäft:

Zeitung_Mattes

Der Geschäftsinhaber Ernst Mayer veröffentlichte in der Ausgabe der Innsbrucker Nachrichten vom 6.11.1900 die Geschäftsübergabe an seinen langjährigen Mitarbeiter Josef Mattes.

Dieser wiederum verkaufte ein Vierteljahrhundert später das Geschäft an Theodor Senn:

Zeitung_senn

Innsbrucker Nachrichten vom 18.6.1925, S.12

Nach den Bombenangriffen vom Dezember 1943 musste das Geschäft notgedrungen übersiedeln und fand im Jänner 1944 vis-a-vis in der Maria Theresien-Straße 42 eine Unterkunft.  Sehr viel später ist das Unternehmen in die Andreas Hofer-Straße 39b übersiedelt. Im Jahr 2023 existiert auch dieses nicht mehr…

M T Str_2016 copyri Das Kultlokal im Jahr 2016…

M T Str_Bierdeckel

… und Bierdeckel mit den unverkennbaren Wort-/Bildmarken (Sammlung Michael Svehla).

M T Str_1904copyri

Die untere Maria Theresien-Straße in den späten 1920er Jahren. Von der hier abgebildeten linken Häuserzeile existiert heute kein einziges Gebäude mehr im Originalzustand! Die betreffenden Hausnummern 51+53 befinden sich in der Mitte (mit den hellen Fensterläden).

M T Str_1943 copyri

Gleich beim ersten Bombenangriff am 15.12.1943 erhielt das Haus Nr. 53 einen Volltreffer! Unmittelbar links vom Bombeneinschlag ist der noch intakte Balkon im 2. Stock von HNr. 51 zu erkennen.

1952 11 08 Nonstop-Kino

Eröffnung des Nonstop-Kinos am 8.11.1952 im wiederaufgebauten Haus Nr. 53.

M T Str_1996 copyri

Finden Sie die 3 „Fehler“?

(1. Links erkennt man noch den Schriftzug „Nonstop-Kino“ 2. Den O-Bus gibt es in Innsbruck schon lange nicht mehr 3. Die parkenden Autos in der Maria Theresien-Straße sind ebenso verschwunden. Aufnahme: Oktober 1996)

-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

22.

1889: Übersiedlung der Wagner´schen Buchdruckerei vom Stammhaus in der Pfarrgasse in das neue Gebäude in der Erlerstraße (nach dem 2. Weltkrieg übersiedelte die Druckerei ein weiteres Mal, nämlich an die Sill hinter dem ehemaligen Schlachthof).

Rückblick Februar

Der Monat Februar im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

Allgemeines:

1868: Beginn des Baues des neuen Schulgebäudes in der Gilmstraße (heute befinden sich dort Teile der BTV, z. B. das Restaurant „Sitzwohl“).

1875: Ankunft der beiden riesigen Marmorstücke, aus denen die großen Schalen des Rudolfsbrunnens am Bozner Platz bestehen. – Ebenso beginnen in diesem Monat die Arbeiten zur Herstellung der späteren Bürgerstraße.

1888: Errichtung der großen Fischhalle (später: Fleischbankgebäude) am Marktgraben. Heute befindet sich dort der „Marktplatz“.

1944: Evakuierung der Innsbrucker Schülerinnen und Schüler zwischen den 4. Klassen der Volksschulen und 7. Klassen der Mittelschulen in Tiroler Gemeinden vom Arlberg bis nach Kufstein aufgrund der beiden Bombenangriffe auf Innsbruck im Dezember 1943.

4.

1976: Eröffnung der XII. Olympischen Winterspiele, die damit zum zweiten Male in Innsbruck stattfinden. Die Bewerbe dauerten bis zum 15.2. an.

7.

1872: Gegen Mitternacht trifft Kaiser Franz Josef I. in Innsbruck ein und besichtigt am nächsten Tag zur Mittagszeit u. a. das Landhaus. Abends Besuch des Landestheaters.

9.

1888: Mitteilung des Bürgermeisters Heinrich Falk, dass in Kürze mit dem Bau der Stadtsäle begonnen wird. Rund 125 Jahre später wird dieser Bau, der auch während der Luftangriffe auf Innsbruck 1944 von Bomben getroffen wurde, abgerissen.

21.

1872: Ein privater Gönner bietet dem Bürgerausschuss der Stadt Innsbruck an, einen eisernen Steg über den Inn in St. Nikolaus zu errichten. Das Angebot wird mit Dank angenommen. Die Bauarbeiten beginnen im Jänner des darauffolgenden Jahres.

22.

1888: Beschluss des Gemeinderates zur Benennung folgender Straßen: Kaiser Josef-Straße, Schmerlingstraße und Saggenstraße (heute: Kaiserjägerstraße).

Rückblick März

Der Monat März im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

Allgemeines:

1931: Beginn der Errichtung des Sillschluchtweges durch den Innsbrucker Verschönerungsverein.

1.

1964: Das am 29.2. im Glungezergebiet abgestürzte Flugzeug der britischen Airline Britannia mit 83 Toten wird aufgefunden. Am 4.3. findet im Innsbrucker Dom ein feierliches Requiem und am 8.3. eine Trauerfeier auf dem Flugplatz statt, an der die gesamte Tiroler Landesregierung teilnimmt.

17.

1961: Spatenstich für den Bau des Eisstadions in Anwesenheit des Handelsministers Dr. Bock.

19.

1960: Einweihung der neuen Pfarrkirche Neu-Pradl („Schutzengelkirche“) durch Bischof Paulus Rusch.

21.

1963: Gemeinderats-Beschluss über eine Partnerschaft mit den beiden Städten Freiburg und Grenoble. Weiters wird die Bezeichnung folgender Straßen beschlossen: „Hirschberggasse“ in der Reichenau und „Stadlweg“ in der Roßau. Die Fischerstraße wird in „Franz Fischer-Straße“ umbenannt.

25.

1966: Eröffnung des neuen Kaufhaus „Tyrol“ in der Maria-Theresien-Straße.

Rückblick April

Der Monat April im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

Allgemeines:

1962: Auch zum damaligen Zeitpunkt herrschte eine rege Bautätigkeit vor, wie der Leitartikel „Beschaulicher Osterspaziergang“ in der April-Ausgabe des Amtsblattes der Landeshauptstadt Innsbruck verdeutlicht: „(…) Die größte Umgestaltung in dieser Hinsicht erfuhr wohl die Reichenau. Innsbrucker, die noch vor wenigen Jahrzehnten dem bescheidenen Flugbetrieb am Reichenauer Flugplatz zusahen, würden sich heute schon wegen der neu angelegten Straßen, Häuserblocks und Geschäfte kaum mehr zurechtfinden. Auch mehrere Bauvorhaben von allgemeinem Interesse schreiten bemerkenswert vorwärts, wie das Betagtenheim („Dürer-Heim“, heute: Wohnheim Pradl), das 2. Bundes-Realgymnasium („Reithmann“-Gymnasium) und das Studentenheim bei der Neuen Universität (Innrain). Auch der höchst dringliche Neubau der chirurgischen Klinik wurde bereits in Angriff genommen. Nicht unerwähnt soll schließlich noch die Errichtung des Alpenzoos bleiben (…).“

1.

1905: Baubeschluss für die Artilleriekaserne in der Reichenau (heute: Eugen-Kaserne)

1974: Übergabe von 60 Wohnungen im Objekt Reichenauerstraße 91.

9.

1970: Die Freiwillige Rettungsgesellschaft Innsbruck kündigt in einer Pressekonferenz die Eröffnung ihres am Sillufer errichteten neuen Rettungsheimes an.

14.

1885: Die letzte große Veranstaltung (ein Offiziersball) findet im ehemaligen Redoutengebäude statt, da im Herbst desselben Jahres die Abbrucharbeiten für den Neubau der Stadtsäle beginnen.

1972: Firstfeier am Erweiterungsbau der Volksschule Neu-Arzl. Der neue Schultrakt umfasst 14 Klassen und 4 Sonderklassen samt Nebenräumen und eine Schuldirektion.

Rückblick Mai

Der Monat Mai im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

Allgemeines:

1868: Anlegung der Müllerstraße in Wilten, anfangs noch „Anichgasse“ genannt.

1868: Bau des Hotels „Europa“ am Bahnhofplatz (heute: Südtiroler Platz).

1877: Vollendung des Baues des Sparkassengebäudes und Übersiedlung der Anstalt in dasselbe.

1876: Eingehen des „Österreichischen Hofes“ als Hotel (Andreas Hofer-Straße).

1876: Friedhoferweiterung in Wilten südlich der heutigen Pastorstraße.

1.

1890: Zum ersten Mal findet eine 1. Mai-Feier der die Arbeiterschicht statt, die beim Adambräu (in der heutigen Adamgasse) abgehalten wird.

1890: Feierliche Einweihung der neuen Gebärklinik in Wilten (Michael Gaismair-Straße).

1945: Am 1. Mai überschreitet die 103. US-Inf.Div.  bei Scharnitz die Tiroler Grenze und ist somit nur mehr 30 km von Innsbruck entfernt. Am 2. Mai plant die 103. US-Inf.Div. einen Angriff auf Innsbruck. Dieser wird im letzten Moment abgeblasen und so marschieren die ersten amerikanischen Soldaten am 3. Mai abends über die Höttinger Au kommend in Innsbruck ein.

4.

1881: Probebeleuchtung mit elektrischem Licht auf dem Rennplatz (heute: Rennweg vor der Hofburg) vom Burggraben-Bogen aus (Franziskanerbogen).

6.

1877: Enthüllung der Walther-Statue im Stadtpark (heute: Walter-Park).

1891: Offizielle Befahrung der Trambahn zwischen Hall und dem Bergisel.

9.

9.5.1894: Beginn der Aufstellung des Leopoldbrunnens vor den Stadtsälen.

11.

11.5.1889: Einweihung des neuen Spitals am Innrain.

13.

13.5.1872: Feierliche Einweihung der neuen Hirschanger-Klosterkirche (heute: Kloster zur Ewigen Anbetung) durch den Fürstbischof von Brixen.

14.

14.5.1880: Die Bepflanzung der Anlagen auf dem Margarethenplatz (heute: Bozner Platz) wird begonnen.

15.

15.5.1881: Das Gebäude der Baumwollfabrik am Ende der Museumstraße (Rhomberg-Fabrik) brennt vollständig aus.

17.

17.5.1896: Feierliche Grundsteinlegung der Herz-Jesu-Kirche in der Grenzstraße (heute: Maximilianstraße).

20.

20.5.1891: Beginn der Arbeiten am neuen Schul- und Gemeindehaus in Wilten (Michael Gaismair-Straße).

21.

21.5.1890: Trassenrevision und politische Begehung der Dampftramway-strecke zwischen Hall und dem Bergisel.

22.

22.5.1881: Brand im Hotel „Europa“, der Dachstuhl wird dabei vollständig zerstört.

25.

25.5.1884: Eröffnungsfeier der Ambras-Aldranser-Straße.

im Mai 1884: Beginn des (Landes)Lagerhausbaues (in der Sterzinger Straße – anstelle des 1944 zerstörten Gebäudes steht dort heute das Hotel „Ibis“).

28.

28.5.1896: Der Platz auf dem Boden des ehemaligen städtischen Friedhofes wird zum Andenken an den verstorbenen ehemaligen Statthalter von Tirol, Erzherzog Karl Ludwig als „Karl Ludwigs-Platz“ bezeichnet (schon 1930 erfolgte die Umbenennung in Adolf Pichler-Platz).

Rückblick September

Der Monat September im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

Allgemeines:

1962: Eröffnung des Alpenzoos. Erster Direktor wird der Gründer Hans Psenner.

1995: Wiedererscheinen des Amtsblattes der Landeshauptstadt Innsbruck unter dem Namen „Innsbruck informiert“ (nach 1 Jahr Pause aus Kostengründen).

1998: Eröffnung der neuen Doppel-Turnhalle Wilten (Michael Gaismair-Straße).

5.

1970: Oberbaurat Dipl.Ing. Karl Innerebner, Ehrenbürger und Ehren-ringträger der Stadt Innsbruck, verstirbt im 101. Lebensjahr. 1917 übernahm er nach dem Tode von Ing. Riehl dessen Bauunternehmung (gemeinsam mit Ing. August Mayer) und war für verschiedene Neubauten verantwortlich: Hungerburgbahn; die ersten Linien der elektrischen Straßenbahn im Stadtbereich; die Straßenbahnen nach Igls und ins Stubaital; Seilbahn auf das Hafelekar; zahlreiche Wiederaufbauten nach dem 2. Weltkrieg.

2000: Die Triumphpforte wird erstmals in ihrer Geschichte von Scheinwerfern angestrahlt.

7.

1991: Man feiert Straßenbahn in Innsbruck und 50 Jahre IVB mit einer Parade aller Straßenbahnwagen durch die Innenstadt.

8.

2000: Eröffnung des neuen Tivoli-Fussballstadions mit dem Spiel FC Tirol gegen Rapid Wien.

11.

1992: Firstfeier des Technologiezentrums in der Roßau.

13.

2002: Eröffnung der Rathaus-Galerien und des neuen Rathaus-Zubaues unter dem Slogan: „Innsbruck wird Weltstadt. 22 neue Shops. 6 neue Cafés, Bars, Restaurants.“

15.

1973: Eröffnung des Wohnheims Hötting.

21.

1984: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Reichenau.

Rückblick Oktober

Der Monat Oktober im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

Allgemeines:

1984: Die Herzog-Friedrich-Straße zwischen Ottoburg und Goldenem Dachl wird neu gepflastert.

1986: Schlüsselübergabe für die Wohnungen in der ehemaligen Trainkaserne (Erzherzog-Eugen-Straße 46).

1987: Schlüsselübergabe in der Defreggerstraße 29 (auf dem Gelände einer ehemaligen Kohlenhandlung).

1987: Abbruch der alten Pradler Brücke (aufgrund des Hochwassers von 1985 wurde die Brücke stark in Mitleidenschaft gezogen).

1989: Beginn der Umbauarbeiten der Kreuzung Amraser Straße/Gumppstraße. Sie verliert den unübersichtlichen Platzcharakter und wird zu einer vierarmigen Kreuzung ausgebaut (aufgrund der häufigen Verkehrsunfälle).

2.

1988: Feierliche Eröffnung des neuen Kolpinghauses in Hötting-West.

5.

1987: Eröffnung des Bürgerservice-Büros im östlichen Teil des Rathaus-Innenhofes (heute befindet sich dort die Rathaus-Galerie).

10.

1981: Verkehrsfreigabe der neuen Autobahnabfahrt Innsbruck-West.

2019: Die Reiterstatue des Erzherzogs Leopold V. kehrt nach vierjähriger Abwesenheit wieder zurück auf den Brunnen vor dem Neubau des Hauses der Musik.

12.

1983: Dr. Alois Lugger tritt auf der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Gemeinderates nach 27 Jahren als Bürgermeister der Stadt Innsbruck zurück. Sein Nachfolger wird Romuald Niescher.

1984: Die Volkshochschule übersiedelt in ihre neuen Räumlichkeiten im Ursulinentrakt am Marktgraben.

16.

1981: Feierliche Eröffnung der Doppel-Hauptschule Hötting-West.

20.

1989: Schlüsselübergabe für 16 Wohnungen südlich des Viadukts in der Ing.-Etzel-Straße.

22.

1882: Eröffnung der Staatsgewerbeschule in der Anichstraße (heute: HTL).

24.

1986: Schlüsselübergabe für das Wohnhaus Klappholzstraße 8-12 (Ecke Andechsstraße).

25.

1984: Schlüsselübergabe für 33 Wohnungen in der Reichenauerstraße 6-14.

1986: Der neue Treibhaus-Turm wird drei Tage lang bis zum 28.10. gefeiert.

Rückblick Dezember

Der Monat Dezember im Rückblick vergangener Jahr(zehnt)e

5.

1987: Firstfeier für das neue Vereinsheim in Arzl.

6.

1985: Firstfeier für die Wohnanlage Amraser-See-Straße 40.

13.

1983: Eröffnung des neuen Haymonsteges nördlich der Basilika in Wilten.

17.

1988: Eröffnung der neuen Pradler Sillbrücke. Gleichzeitig erfolgt für die neu angeschafften O-Busse die Jungfernfahrt (diese werden auf den zum Teil geänderten Linien „O“ und „R“ eingesetzt).

18.

1989: Spatenstich für den Baubeginn der neuen Wohnanlage im Geviert Sebastian-Scheel-Straße/Bienerstraße.

21.

1981: Dr. Alois Lugger, Bürgermeister von Innsbruck seit 1956, wird zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Dazu findet ein großer Festakt auf der Weiherburg statt.

1985: Festakt zur Übergabe des Erweiterungsbaues der Volksschule Amras sowie der Renovierung des Widums.

Was war los im Monat …?

Hier finden Sie historische Begebenheiten und Anekdoten, die sich im jeweils aktuellen Monat in Innsbruck ereignet und auf die Stadt manchmal eine größere und manchmal auch nur eine kleinere Auswirkung hatten. Die Einträge werden laufend ergänzt. Als Quellenmaterial werden dafür verwendet:

  • die einzelnen Ausgaben der „Amtsblätter der Landeshauptstadt Innsbruck“ (heute: „Innsbruck informiert“).
  • Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Sammelband), 1929-1934.
  • Carl Unterkircher, Chronik von Innsbruck, 1897.
  • Meldungen aus den aktuellen lokalen Tages- und Wochenzeitungen.